Tauchsafaris · Ägypten
Emperor Asmaa – das kompakte Taucherboot für intensive Rote-Meer-Wochen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Asmaa ist auf höchstens 18 Gäste ausgelegt und lebt von ihrer persönlichen Atmosphäre.
- Eine Woche kann mit 21 Tauchgängen auf den Routen der südlichen Expeditionen gefüllt werden.
- Nitrox, Wi-Fi, alkoholfreie Getränke und Wein zum Abendessen sind inklusive.
- Zwei Zodiac-Beiboote bringen die Tauchgruppen direkt zu den Plätzen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab.
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Die Einladung
Die Emperor Asmaa ist für Taucher gebaut, die nicht möglichst viel Schiff, sondern möglichst viel Wasser unter sich wollen. Sie nimmt höchstens 18 Gäste mit und bleibt damit in einer Größe, in der man sich nach dem ersten Tag kennt und die Crew weiß, wer beim Anrödeln welche Hand braucht. Das passt zu einer Woche, die auf viele Tauchgänge ausgerichtet ist: ankommen, Ausrüstung verstauen, abtauchen und die Oberflächenpausen nicht mit Hotelbetrieb verlieren. Die Asmaa gehört nicht zu den großen, modernen Schiffen der Flotte. Ihr Reiz liegt in der Nähe an Bord und in einer Crew, die diesen einfacheren Rahmen mit Freundlichkeit, Erfahrung und klarer Organisation ausgleicht. Wer eine ruhige Kabine mit viel Platz und Resortgefühl sucht, findet andere Boote. Wer nach einem direkten, geselligen Tauchsafari-Alltag im Roten Meer sucht, ist hier richtig.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Asmaa wie ein Arbeitsboot für Taucher und nicht wie ein schwimmendes Resort. Die Linien sind zweckmäßig, die Wege kurz, und vom Kai aus fällt zuerst auf, dass hier alles auf das schnelle Wechseln zwischen Schiff und Wasser ausgelegt ist. Das Boot stammt aus einer früheren Generation und wurde später modernisiert; es trägt deshalb mehr Charakter als glatte Neubauten. An Bord bewegt man sich ohne lange Wege vom klimatisierten Salon zum Tauchbereich und weiter zur Plattform. Das macht den Ablauf praktisch, besonders wenn die nächste Gruppe schon zum Briefing bereitsteht. Im Inneren ist es überschaubar, draußen gibt es Platz zum Sitzen und für den Blick über das Rote Meer. Die Asmaa fühlt sich nicht anonym an. Nach kurzer Zeit weiß man, wo Flossen, Handtücher und die eigene Tasse liegen.
Die Stimmung an Bord
Die Asmaa ist ein Schiff, auf dem man nicht lange aneinander vorbeilebt. Die Gruppe begegnet sich beim Briefing, am Tauchdeck, am Buffet und später wieder im Salon; daraus entsteht schnell die Art von Gemeinschaft, die auf einer Tauchsafari nicht geplant werden kann. Die Crew trägt viel dazu bei. Sie hilft beim Anrödeln, hält den Ablauf zusammen und geht aufmerksam auf Fragen und kleine Probleme ein, ohne daraus eine große Sache zu machen. Genau hier liegt der Ausgleich zum älteren Schiff: Die Asmaa wird nicht durch Luxus stark, sondern durch Menschen, die dafür sorgen, dass die Woche rund läuft. Abends sitzen die Taucher mit einem Getränk zusammen, erzählen von Muränen oder einer verpassten Begegnung und planen den nächsten Einstieg. Die Crew bleibt dabei nahbar, aber professionell.
Die Tauchplätze
Die Abfahrten Reefs and Wrecks und Famous Five Cruise führen jeweils acht Tage und sieben Nächte von Hurghada nach Hurghada. Im geprüften Hurghada-Programm beginnt die Auswahl bei Shaab Ruhr Umm Gamar: Das ovale Riff bietet drei Wracks und kann bis -40 m reichen; dort liegen die Chancen auf graue Riffhaie, große Zackenbarsche, Napoleon, Thunfisch und Carangiden. El Fanadir verbindet eine Wand mit einem ausgedehnten Plateau und fällt bis -40 m ab; an den Strukturen werden unter anderem Riesenmuränen, Steinfische und Skorpionfische gesucht. Shaab Sabina bleibt mit maximal -14 m flacher und führt durch Korallengärten wie durch ein Labyrinth. El Fanous East bietet flache Gärten und markante Ergs bis -18 m, El Fanous West geschützte Korallenfelder und Sandboden bis -15 m. Shaab El Erg ergänzt die Route als vielseitiges Riff, an dem Delfine und Barrakudas möglich sind.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem an mehreren Plätzen Meeresschildkröten, Delfine, Fahnenbarsche, Riesenmuränen, Skorpionfische, Falterfische und Papageifische. Das sind die Tiere, die den Charakter der Hurghada-Riffe prägen: Schildkröten über den Korallengärten, Muränen in Spalten und kleine Rifffische über dem Relief. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen an anderer Stelle. Shaab El Erg ist der Platz für Barrakudas und kann Delfinbegegnungen bringen. Shaab Ruhr Umm Gamar ist die Adresse für Zackenbarsche, große Zackenbarsche, Napoleon, Riffhaie, graue Riffhaie, Thunfische und Carangiden. Shaab Sabina steuert harte und weiche Korallen sowie Riffbarsche bei. In El Fanadir sind Gaterine als besondere Beobachtung verzeichnet. Nichts davon lässt sich bestellen. Man muss ins Wasser, langsam bleiben und den Blick über das Riff arbeiten lassen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Zwei Tauchguides führen die Gäste durch den Ablauf und teilen die Gruppen nach Erfahrung und den Anforderungen des jeweiligen Platzes ein. Die Crew spricht Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch und Italienisch. An Bord sind ein Skills Review, der PADI Advanced Open Water Diver, Adventure Dives und verschiedene Spezialkurse möglich; Rebreather-Tauchen kann auf Anfrage organisiert werden. Für die Route Reefs and Wrecks ist keine Mindestzahl geloggter Tauchgänge genannt, doch jeder Gast absolviert vor dem normalen Programm einen Check-Tauchgang. Die Briefings klären Platz, Ablauf und Bedingungen, bevor die Gruppen über die Beiboote ins Wasser gehen. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Defibrillator sind an Bord. Erfahrene Taucher können mit einem gleich qualifizierten Buddy eigenständig tauchen; die Crew greift ein, wenn Erfahrung oder Sicherheit nicht zum geplanten Tauchgang passen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Am Tauchdeck stehen Zwölf-Liter-Aluminiumflaschen mit Schraubventil bereit; Fünfzehn-Liter-Stahlflaschen können angefragt werden. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox bis 32 Prozent wird kostenlos über eine Membrananlage angeboten. Leihausrüstung ist verfügbar, muss aber vor der Reise organisiert werden. Zur Tauchstation gehören eine Plattform, Spülbecken, Ladestationen und ein Bereich für Kameras. Zwei Zodiac-Beiboote mit je 25 PS bringen die Gruppen zu den Einstiegsstellen und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf. Das ist der entscheidende praktische Punkt der Asmaa: Die Taucher müssen nicht mit kompletter Ausrüstung vom Hauptschiff über längere Strecken zum Riff gebracht werden. Nach dem Tauchgang geht es zurück an Bord, zum Spülen, Abgeben und zur warmen Dusche.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen zieht es viele auf die Terrasse oder in den schattigen Bereich am Tauchdeck. Dort trocknen die Anzüge, während man mit nassen Haaren noch einmal über den letzten Riffabschnitt spricht. Der klimatisierte Salon ist der bessere Ort für die heißeste Stunde oder für ein Buch aus der Bibliothek. Für Kameras gibt es einen eigenen Bereich und Ladestationen, sodass die Pause auch dem Sichern und Sortieren der Bilder gehört. Auf den Fahrten zwischen den Plätzen verteilt sich die Gruppe über Salon, Terrasse und die Außenbereiche. Ein Nachmittag ohne Tauchgang muss nicht gefüllt werden. Auf einem kleinen Schiff reichen ein schattiger Sitzplatz, etwas zu trinken und der Blick auf das Wasser oft vollkommen aus.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Einstieg, bevor die Hitze über dem Wasser steht. Danach folgen Frühstück, Rückkehr der Tauchgruppe, Spülen der Ausrüstung und die kurze Pause, in der der nächste Platz vorbereitet wird. Die Mahlzeiten schieben sich zwischen die Tauchgänge, nicht umgekehrt: essen, trinken, ausruhen, wieder anrödeln. Während der Fahrt zum nächsten Riff verteilt sich die Gruppe auf Salon, Terrasse und Schattenplätze. Eine Woche der südlichen Expeditionen ist mit 21 Tauchgängen angelegt und verlangt deshalb einen klaren Rhythmus statt langer Landaufenthalte. Nach dem letzten Tauchgang bleibt Zeit für Dusche, Bilder und Gespräche, bevor das Abendessen beginnt. Dann wird es ruhiger. Am nächsten Morgen steht die Ausrüstung wieder bereit.
Was man an Bord isst
Die Bordküche verbindet westliche und lokale Gerichte und serviert die Mahlzeiten als Buffet. Dazu kommen Snacks über den Tag, was bei einer Tauchwoche mit vielen Abstiegen mehr bedeutet als ein schön gedeckter Tisch: Zwischen zwei Tauchgängen muss etwas Greifbares bereitstehen, ohne dass daraus ein langer Restaurantbesuch wird. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen. Alkoholfreie Getränke, Wasser, Tee und Kaffee gehören zum Bordalltag; zum Abendessen wird Wein ausgeschenkt, Bier ist erhältlich. Das Essen hat an Bord einen festen Platz zwischen Briefing, Ausrüstung und Ruhepause. Die hohe Bewertung der Verpflegung passt zu diesem Ansatz: nicht kompliziert, sondern verlässlich, reichlich und so organisiert, dass niemand hungrig auf den nächsten Tauchgang wartet.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Asmaa sind schlicht und auf Tauchkomfort ausgelegt. Die Twin-Kabinen liegen auf dem Unter- oder Oberdeck, sind klimatisiert und haben ein eigenes Bad mit warmer Dusche. Kabinen mit Meerblick gibt es ebenfalls. Viel Raum für große Koffer darf man nicht erwarten, doch für die Dinge, die eine Tauchsafari wirklich braucht, reicht der Platz, wenn alles seinen festen Ort bekommt. Nach einem langen Tauchtag ist die Klimaanlage wichtiger als dekorative Extras. Im Salon kann der Abend noch weitergehen, muss aber nicht. Wer sich zurückzieht, hat eine ruhige, zweckmäßige Kabine statt eines Hotelzimmers mit überflüssigem Inventar. Die Asmaa passt zu Reisenden, die nachts schlafen und nicht wohnen wollen. Der nächste Tauchgang kommt ohnehin früh genug.
Zweibettkabinen, Unterdeck
Zweibettkabinen, Oberdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Emperor Asmaa fährt von Hurghada nach Hurghada. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind eingeschlossen. Für die Anreise ist es sinnvoll, einen Tag vorher in Hurghada einzutreffen, damit eine verspätete Verbindung nicht den Einstieg gefährdet.
Decksplan
- Baujahr
- 2003
- Jahr der Renovierung
- 2015
- Länge
- 30 m
- Breite
- 7 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 9
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Motoren
- 2 × 440 PS Mercedes
- Beiboote
- 2 × Zodiac 25 PS
- Webseite
- emperordivers.com ↗
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