Tauchsafaris · Ägypten
Sindalahs – moderne Tauchyacht für lange Rote-Meer-Routen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Sindalahs wurde 2024 gebaut und 2025 renoviert.
- Sie fährt ab Hurghada auf achttägigen Safaris mit sieben Nächten an Bord.
- An Bord gibt es ein eigenes Kamera- und Fotobereiche, Nitrox, DIN-Adapter und ein beschattetes Tauchdeck.
- Die Küche verbindet lokale und westliche Gerichte mit vegetarischen und veganen Optionen.
- Die Crew spricht Englisch und Russisch.
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Die Einladung
Die Sindalahs richtet sich an Taucher, die auf einer Safari nicht zwischen Komfort und viel Zeit im Wasser wählen wollen. Das Schiff ist auf Tauchreisen ausgelegt, bietet aber auch Platz für Naturbeobachtung, Schnorcheln und ruhige Stunden an Deck. Der eigentliche Grund, an Bord zu gehen, liegt in den langen Routen ab Hurghada: Brothers, Daedalus und Elphinstone gehören ebenso dazu wie Ras Mohamed und Tiran. Auf diesen Fahrten geht es um pelagische Begegnungen, Steilwände, Korallengärten und Strömungsriffe, nicht um einen kurzen Ausflug zu einem einzelnen Hausriff. Dazu kommen eine Küche, die auf dieser Route auffällt, moderne Kabinen und ein eigener Bereich für Kameras. Wer eine neue Tauchyacht mit einer breiten Auswahl an Riffen sucht, findet hier ein Schiff, das eher auf Strecke als auf Nostalgie setzt.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Sindalahs wie eine moderne, eigens für Safaris gebaute Yacht. Die Linien sind klar, die Wege an Bord auf den Tauchbetrieb ausgerichtet, und vom Kai aus vermittelt sie eher den Eindruck eines Arbeitsplatzes für eine Woche unter Wasser als den eines schwimmenden Hotels. Das Tauchdeck liegt dort, wo es gebraucht wird; von der Plattform geht es ohne lange Umwege ins Wasser oder zum Beiboot. Innen bewegt man sich zwischen klimatisiertem Salon, Kabinen und den offenen Bereichen an Deck. Die frisch renovierten Räume nehmen dem Schiff den Geruch und die Spuren älterer Safari-Boote. Wer den Charakter einer knarrenden Holzdschunke sucht, wird hier etwas anderes finden: ein neues, funktionales Schiff, bei dem der Komfort nicht gegen den Tauchbetrieb ausgespielt wird.
Die Stimmung an Bord
Die Sindalahs verbindet eine moderne Yacht mit einer klar lokalen Handschrift. Die Crew spricht Englisch und Russisch, und die Hilfe beim Tauchequipment wird als gut geschult und praktisch erlebt: Gerade nach mehreren Tauchgängen am Tag macht es einen Unterschied, wenn Flaschen, Blei und Kleinteile nicht zur eigenen Zusatzarbeit werden. Die Verpflegung wird besonders positiv wahrgenommen. Gleichzeitig zeigen die Bewertungen, dass das Taucherlebnis und die Crew nicht überall auf demselben Niveau eingeschätzt werden wie das Essen oder das Schiff. Das sollte man wissen, bevor man bucht. Wer eine reibungslose, persönliche Safari ohne jede Schwäche erwartet, findet hier kein makelloses Versprechen. Wer dagegen eine neue Yacht, gutes Essen und Unterstützung rund um die Ausrüstung höher gewichtet, bekommt einen nachvollziehbaren Schwerpunkt.
Die Tauchplätze
Die achttägigen Routen mit sieben Nächten starten und enden in Hurghada. Auf den Fahrten Brothers, Daedalus und Elphinstone liegen die großen Namen des Roten Meeres dicht beieinander: Elphinstone reicht bis auf -60m und verbindet steile Wände mit der Möglichkeit auf Longimanus, Hammerhaie und andere Pelagier. Brothers Islands führen bis -85m an Korallenlandschaften, Wänden, Wracks und Haien vorbei. Daedalus ist ein isoliertes Riff bis -40m, an dem Riffhaie, Hammerhaie, Fuchshaie und Mantas möglich sind. Die Alternativroute führt über North Reef, Ras Mohamed, Tiran und Brothers Island; eine weitere nimmt die Wracks bei Ras Mohamed mit. Shaab Ruhr Umm Gamar bietet bis -40m drei Wracks und große Zackenbarsche, El Fanadir eine Wand und ein Plateau. Flachere Plätze wie Shaab Sabina bis -14m, El Fanous East bis -18m und El Fanous West bis -15m setzen auf Korallengärten, Schildkröten und Delfine. Shaab El Erg ergänzt Delfine und Riffleben; die Ulysses ist ein historisches Wrack. Im Strait of Tiran ragen vier Riffe aus großer Tiefe auf, mit Strömung und einer Maximaltiefe von -40m. Ras Mohamed ist für seine intakte Unterwasserlandschaft bekannt.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem in vielen Gebieten Schildkröten, Barrakudas, Riffhaie, graue Riffhaie, Thunfische, Anthias und große Stachelmakrelen. Weichkorallen, Hartkorallen, Schnapper und Muränen geben auch den Riffplätzen ohne Großfisch genug Leben. Delfine können bei Shaab El Erg sowie bei El Fanous East und West auftauchen; dort gehören geschützte Korallengärten und sandige Böden zum Bild. Der Reiz der langen Routen liegt in den besonderen Begegnungen: An Elphinstone stehen Gorgonien, Labres und Schwarzspitzenriffhaie auf der Liste. Brothers Islands bieten Weißspitzenriffhaie und Anemonen. Daedalus ist der Platz für die Großaugenmakrele. Bei Shaab Sabina kann man nach Demoisellen suchen, bei El Fanadir nach Gaterinen. Ras Mohamed ist der einzige genannte Platz für den Fledermausfisch. Im Strait of Tiran können Strömungen Pelagier an die Riffe bringen. Hammerhaie werden bei Tiran besonders im Sommer genannt, eine Begegnung bleibt dennoch eine Möglichkeit und keine Zusage.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch und Russisch und unterstützt die Taucher bei der Ausrüstung. Für die Sicherheit sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kits, Rettungswesten, Rettungsboote, Feueralarm und Feuerlöscher an Bord. Funk, Satellitentelefone, Radar, GPS, Sonar und eine Seenotfunkbake geben der Yacht mehrere Wege für Navigation und Notfallkommunikation. Die Crew ist in Erster Hilfe geschult. Zu Anzahl und Qualifikation der Guides, zur Größe der Tauchgruppen, zum verlangten Ausbildungsstand und zu einer Mindestzahl absolvierter Tauchgänge gibt es keine Angaben. Auch der genaue Ablauf der Briefings und ein Rückrufsystem für Taucher werden nicht beschrieben. Wer mit eigener Ausrüstung, Tech- oder Sidemount-Erfahrung anreist, sollte diese Punkte vor der Abfahrt direkt mit der Reederei klären.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist beschattet und führt direkt zur Tauchplattform. Für den Einstieg und die Rückkehr stehen Beiboote mit Yamaha-Außenbordmotor bereit; sie holen Taucher nach dem Auftauchen vom jeweiligen Treffpunkt ab. Nitrox ist verfügbar, ebenso DIN-Adapter. Sidemount ist möglich, allerdings mit einer einzigen Flasche. Technisches Tauchen wird unterstützt. Für die Ausrüstung gibt es Spülbecken, für Kameras einen getrennten Spülbereich und einen eigenen Kameraraum beziehungsweise Fotobereich. Nach dem Tauchgang stehen Außenduschen zur Verfügung. Verleihmaterial und Nitrox sind als optionale Leistungen vorgesehen. Angaben zu Flaschenmaterial und -volumen, Kompressor, Füllstation, Bojen, Marken des Leihequipments und warmem Wasser am Tauchdeck liegen nicht vor.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Schatten, Sonne und die offenen Decks. Das beschattete Tauchdeck bleibt der praktische Mittelpunkt, während Terrasse und Beobachtungsdeck Abstand zu Flaschen und nassen Anzügen schaffen. Wer nicht schlafen will, kann im Kamerabereich Bilder sichern, im Salon Videos oder Musik nutzen oder einfach über dem Riffgebiet sitzen, während die Yacht weiterfährt. Für längere Pausen gibt es einen Grillbereich und Plätze zum Essen im Freien. Auch Schnorchler finden an Bord ihren eigenen Zugang zum Meer. Das ist kein Schiff, auf dem jede freie Minute verplant werden muss. Die ruhigen Stunden entstehen dort, wo gerade Platz ist: im Schatten nach dem Auftauchen, auf dem offenen Deck während der Fahrt oder in einer Ecke mit Blick über das Wasser.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit der Vorbereitung auf den ersten Tauchgang und dem Briefing, bevor sich das Leben auf dem Tauchdeck bündelt. Danach folgen Rückkehr, Dusche, Essen und eine Pause, in der Ausrüstung trocknet und Bilder gesichert werden können. Die Mahlzeiten und Snacks sind so über den Tag verteilt, dass zwischen den Tauchgängen niemand lange auf etwas zu essen warten muss. Während der Oberflächenpausen wechseln die Gäste zwischen Schatten, Sonne, Salon und Beobachtungsdeck. Für die nächste Ausfahrt werden Flaschen und Ausrüstung wieder bereitgestellt; die Beiboote bringen die Taucher anschließend zum Riff und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. Gibt es einen längeren Übertritt zum nächsten Gebiet, gehört die Fahrt selbst zum Tag: Das Schiff läuft weiter, während an Deck gegessen, geschlafen oder das nächste Briefing vorbereitet wird. Der genaue Zeitplan richtet sich nach Route, Wetter und Tauchplatz.
Was man an Bord isst
Die Küche ist eine der klaren Stärken an Bord. Serviert werden lokale und westliche Gerichte, als Buffet oder à la carte; vegetarische und vegane Wünsche sind vorgesehen. Dazu kommen Snacks über den Tag und alkoholfreie Getränke, Tee, Kaffee und Trinkwasser. Die Mahlzeiten liegen zwischen den Tauchgängen und müssen deshalb mehr leisten als ein schönes Abendessen: Sie geben Energie, ohne den nächsten Sprung ins Wasser unnötig schwer zu machen. Gegessen werden kann auch draußen. Nach einem frühen Tauchgang passt ein unkomplizierter Teller besser als ein langes Menü, während am Abend Zeit für die aufwändigere Variante bleibt. Die gastronomische Bewertung fällt entsprechend besonders stark aus.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringen Gäste in klimatisierten Double- oder Twin-Kabinen und Suiten auf dem oberen oder unteren Deck. Die Kabinen haben private Badezimmer; Kabinen mit Meerblick gehören zum Angebot. In einer vorderen Kabine auf dem unteren Deck fällt das Außenlicht durch ein Bullauge, was die Nacht stärker vom Meer trennt als ein großes Fenster. Dafür bleibt der Raum während der Fahrt geschützter. Der Salon ist klimatisiert, draußen gibt es Terrasse und Beobachtungsdeck. Nach einem langen Tauchtag zählt weniger, ob die Kabine wie ein Hotelzimmer wirkt, sondern ob man duschen, trockene Sachen anziehen und ohne Umwege zur Koje gehen kann. Die Sindalahs setzt dabei auf moderne, ordentliche Unterbringung und nicht auf den Charme eines alten Safari-Schiffs.
Doppelkabinen Zweibett, Oberdeck
Suite, Oberdeck
Doppelkabinen Zweibett, Unterdeck
Suite, Unterdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Sindalahs startet und endet in Hurghada. Transfers vom Flughafen oder Hotel sind möglich, aber optional. Die Ankunfts- und Transferdetails werden im Rahmen der Buchung mitgeteilt. Es ist sinnvoll, bereits am Vortag in Hurghada anzureisen, damit die Einschiffung nicht von einer verspäteten Anreise abhängt.
Decksplan
- Baujahr
- 2024
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 38 m
- Breite
- 8,4 m
- Maximale Passagierzahl
- 26
- Anzahl Kabinen
- 14
- Anzahl Badezimmer
- 17
- Motoren
- Doosan v222TIM 788 PS je Motor, 2100 RPM
- Reisegeschwindigkeit
- 11 Knoten
- Beiboote
- Yamaha 115
- Webseite
- sindalahsyacht.com ↗
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