
Argeles Plongee
★ 4,9/5 (240 Bewertungen)
7,4 km entfernt Luftlinie
Côte Vermeille · Frankreich · Mittelmeer
Max. Tiefe · 48 mErkunde das massive Stahlwrack der Alice Robert, ein historisches Kühlschiff auf 40 Metern Tiefe vor der Côte Vermeille.
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Das Wrack von Le Bananier, historisch als die Alice Robert bekannt, liegt in einer Nord-Süd-Ausrichtung vor dem Cap Béar. Das massive Stahlkühlschiff ist in mindestens zwei Hauptsektionen zerbrochen, wobei zwischen dem vorderen zwei Drittel und dem hinteren Drittel eine sichtbare Distanz besteht. Der Rumpf ist weitgehend intakt und ragt deutlich vom sandigen Meeresboden auf. Diese Struktur bildet ein komplexes, mehrstufiges Relief aus Decks, Laderäumen und Aufbauten. Die gesamte Oberfläche des Wracks ist dicht mit Krustenorganismen bewachsen, was dem Stahl eine organische Textur verleiht.
Der Abstieg führt dich in eine Tiefenzone, die sich primär zwischen 35 und 48 Metern bewegt. Du startest den Tauchgang meist über eine Anker- oder Leine direkt am Wrack, um die Kontrolle in der Tiefe zu behalten. Beim Absinken veränderst du das Licht und die Umgebung, während du dich der massiven Silhouette des Schiffes näherst. Die Topographie des Wracks bietet viele Ebenen, die sich durch die unterschiedlichen Sektionen des Schiffes ergeben. Diese Tiefe erfordert eine präzise Gasplanung und ein ruhiges Auftriebsmanagement.
Die Sichtweite an diesem Standort ist mit 10 bis 25 Metern gut, was den Blick auf die weitläufige Struktur ermöglicht. Das Licht bricht sich in den tieferen Schichten anders als in flacheren Gewässern, was die Konturen des Wracks betont. Durch die Größe des Schiffes entstehen verschiedene Schattenzonen, die interessante Details der Struktur hervorheben. Die Klarheit des Wassers hilft dir, die Distanz zwischen den Wrackteilen und die Orientierung im Gelände einzuschätzen. Ein stabiler Blick auf das Wrack ist entscheidend, um die Orientierung während des gesamten Profils zu behalten.
Die Fauna am Wrack ist eng mit der Struktur des Schiffes verbunden. Große Muränen und Zackenbarsche nutzen die Spalten und Hohlräume der Decks als sichere Verstecke. Du wirst auch häufig auf Drückerfische, Meerbarben und verschiedene Arten von Skorpionfischen stoßen, die in der Nähe der Bewuchsflächen lauern. Die dichten Gorgonien und anderen Krustenorganismen, die den Stahl bedecken, bilden ein eigenes kleines Ökosystem. Diese Lebewesen nutzen das Wrack als festen Ankerpunkt in der sandigen Umgebung des Meeresbodens.
Das Leben am Le Bananier ist geprägt von der ständigen Präsenz von Fischschwärmen. Du kannst regelmäßig Schulen von Anthias oder europäischem Wolfsbarsch beobachten, die das Wrack umkreisen. Auch die Umgebung zieht größere Raubfische an, die zwischen den Wrackteilen patrouillieren. Die Kombination aus dem künstlichen Riff und der Tiefe sorgt für eine hohe biologische Aktivität. Die Tiere wirken oft weniger scheu als an flachen, touristisch stark frequentierten Plätzen.
Die Strömungsverhältnisse am Le Bananier werden maßgeblich durch die Wetterlage und die regionalen Bedingungen vor dem Cap Béar bestimmt. An ruhigen Tagen ist das Wasser meist friedlich, doch sobald Wind oder Wellengang zunehmen, können mäßige Strömungen direkt am Wrack und entlang seiner Reliefs entstehen. Diese Variabilität macht den Standort anspruchsvoll. Die Strömung kann sich lokal durch die Hindernisse des Wracks beschleunigen, was eine genaue Beobachtung der Umgebung notwendig macht.
Ein besonderer Aspekt dieses Platzes ist der historische Hintergrund als ehemaliges Bananenschiff, das zwischen Afrika und Frankreich operierte. Später wurde es während des Zweiten Weltkriegs durch ein britisches U-Boot versenkt. In den letzten Jahren haben jedoch Sicherheitsbeschränkungen und Minenräumungen den Zugang verändert. Das Tauchen ist derzeit hauptsächlich auf das Äußere des Wracks beschränkt, was die Penetration der Innenräume einschränkt. Dies unterscheidet Le Bananier von flacheren Wracks, die oft für das Tauchen im Inneren zugänglich sind.
Die Navigation erfolgt typischerweise per Boot von Häfen wie Port-Vendres, Banyuls-sur-Mer oder Argelès-sur-Mer aus. Die Fahrtzeit zum Standort beträgt etwa 15 bis 20 Minuten. Da der Einsatzort in offenem Wasser liegt, ist die Wetterlage entscheidend für die Durchführung des Tauchgangs. Ein kontrollierter Aufstieg entlang der Leine ist hier die sicherste Methode, um die Position des Bootes und die Tiefe jederzeit im Blick zu behalten.
Die Tiefe liegt zwischen 35 und 48 Metern. Erforderlich ist ein fortgeschrittenes Level (N2/PA40–PE40 oder höher) mit Erfahrung bei Tiefenwracks. Die Sichtweite beträgt 10 bis 25 Meter. Die Strömung ist variabel und kann bei Wind oder Wellengang mäßig werden. Die beste Saison ist von April bis Oktober.

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