Tauchsafaris · Ägypten
Aldebaran – klassische Holzjacht für die großen Riffe des Roten Meeres
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Aldebaran fährt ab Hurghada auf die nördlichen Routen des Roten Meeres, mit Abu Nuhas, der Thistlegorm und Ras Mohammed als bekannten Höhepunkten.
- Das Tauchdeck ist für lange Tauchtage ausgelegt: drei Kompressoren, Membran-Nitroxanlage, zwei Beiboote und eigene Bereiche für Unterwasserfotografie.
- Die renovierte Holzmotorjacht verbindet einen klassischen Charakter mit klimatisierten Kabinen, Salon, Bar und mehreren Außenbereichen.
- Technisches Tauchen und Rebreather werden unterstützt; die Tauchgruppen werden von Guides im Verhältnis von etwa 1:8 bis 1:12 betreut.
Die Einladung
Die Aldebaran ist für Taucher, die nicht bloß eine Woche auf dem Meer verbringen, sondern die großen Namen des nördlichen Roten Meeres ansteuern wollen. Abu Nuhas, die Thistlegorm und Ras Mohammed liegen auf der klassischen Route ab Hurghada; wer später weiter südlich fährt, erreicht auch die Brothers, Daedalus und Elphinstone. Das Schiff bringt dafür eine solide Tauch-Infrastruktur mit, ohne den Charakter einer schwimmenden Hotelanlage zu verlieren. Es ist eine Holzmotorjacht mit Geschichte, 2025 renoviert, und zugleich ein Boot, auf dem Kameras, Rebreather und technische Ausrüstung ihren Platz haben. Wer morgens vor dem ersten Kaffee am Tauchdeck stehen und abends noch über das Wrack im letzten Licht sprechen möchte, findet hier eher ein Arbeitsboot für eine intensive Safari als ein anonymes Kreuzfahrtschiff.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Aldebaran wie das, was sie ist: eine klassische Holzmotorjacht, kein glatter Neubau aus Kunststoff und Glas. Holz gibt den Innenräumen Wärme, während der klimatisierte Salon, die Bar und die Außenbereiche genug verschiedene Orte für eine Woche an Bord schaffen. Die Renovierung hat den alten Charakter nicht ausgelöscht, sondern ihn mit zeitgemäßen Bereichen für Schlafen, Essen und Tauchen verbunden. Auf dem Weg vom Salon zum Tauchdeck bewegt man sich nicht durch ein Hotel, sondern durch ein Schiff, dessen Ablauf um das Wasser herum gebaut ist. Am Tauchplatz übernehmen die Beiboote den kurzen Weg vom Deck zum Riff und holen die Gruppen nach dem Auftauchen wieder dort ab, wo sie treiben. Das ist der Teil der Aldebaran, der zählt.
Die Stimmung an Bord
Die Aldebaran ist groß genug, dass man sich zurückziehen kann, und klein genug, dass man die Menschen an Bord nach kurzer Zeit kennt. Die Crew spricht Englisch und Italienisch; ihre Arbeit zeigt sich weniger in großen Gesten als darin, dass Essen, Flaschen, Beiboote und Rückkehr vom Tauchgang ineinandergreifen. Die Guides bleiben im Tagesablauf präsent, vom Briefing bis zur letzten Gruppe, ohne den Abend zu bestimmen. Nach dem Essen sitzt man im Salon, an der Bar oder draußen und vergleicht Sichtweiten, Strömung und die Position des nächsten Wracks. Auf längeren Überfahrten verschiebt sich die Aufmerksamkeit vom Riff auf das Schiff: Gespräche, Fotos und die Frage, was am nächsten Morgen unter der Oberfläche wartet. Wer eine Safari sucht, bei der die Gruppe nicht nur gemeinsam schläft, sondern gemeinsam taucht und auswertet, findet hier den passenden Rahmen.
Die Tauchplätze
Die nördliche Route ab Hurghada verbindet mehrere sehr unterschiedliche Tauchgründe. Bei Abu Nuhas liegen die Wracks Giannis D., Carnatic, Chrisoula K. und Kimon M. am sogenannten Schiffsfriedhof; Holz, Stahl, Glasfischschwärme und Weichkorallen machen die Wracks auch für Fotografen interessant. Die Thistlegorm ist ein Unterwassermuseum mit Lastwagen, Motorrädern, Fahrzeugteilen und Eisenbahnmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg. Ras Mohammed bringt Steilwände, Strömung und große Fischschwärme an Shark Reef und Yolanda Reef, dazu das verstreute Ladungsgut des Yolanda-Wracks. Auf den weiter südlich führenden Safaris stehen die Brothers, Daedalus und Elphinstone für Wände, Plateaus, Weichkorallen und Begegnungen mit pelagischen Tieren. Die Fahrt zu den Brothers erfolgt über Nacht; von dort sind es etwa 90 Meilen bis Daedalus. Die genaue Abfolge hängt von der gebuchten Route und den Bedingungen ab.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides betreuen Tauchgruppen im Verhältnis von etwa 1:8 bis 1:12 und sprechen Englisch oder Italienisch. Damit ist die Betreuung nicht auf einen einzigen persönlichen Guide pro Taucher ausgelegt; die Einteilung der Gruppen richtet sich nach Route, Erfahrung und den Bedingungen am Platz. Die Tauchgänge werden begleitet und vor dem Einstieg besprochen. Technische Taucher und Rebreather-Taucher finden die notwendige Unterstützung an Bord, während auch Ausrüstung gemietet werden kann. Für Notfälle stehen Erste-Hilfe-Ausrüstung, Sauerstoff und ein AED-Defibrillator bereit; die Diveguides sind in Erster Hilfe ausgebildet. Die Safari verlangt vor allem, dass der Taucher seine Ausrüstung und seine Grenzen kennt und sich in die Briefings und die Organisation der Gruppen einfügt. Konkrete Ausbildungsstufen der Guides oder eine vorgeschriebene Mindestzahl an Tauchgängen sind nicht angegeben.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf einen ganzen Tag im Wasser vorbereitet. Drei Kompressoren liefern zusammen 1050 Liter pro Minute; zwei davon sind Bauer K14 mit jeweils 320 Litern pro Minute. Eine Membran-Nitroxanlage ist an Bord. DIN-Adapter, persönliche Ablage, Spülschläuche und warme Duschen gehören zum Tauchbereich; Ausrüstung kann gemietet werden, und technisches Tauchen sowie Rebreather werden unterstützt. Für Unterwasserfotografen gibt es einen eigenen Kameratisch, Ladestationen, Stauraum und getrennte Spülbecken. Zwei Beiboote mit je 40-PS-Außenborder bringen die Tauchgruppen zum Riff und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf. Das erspart lange Schwimmstrecken und hält das Hauptdeck frei für die nächste Gruppe. Eine Plattform mit Leiter erleichtert den Ein- und Ausstieg ins Wasser.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Sonnendeck, Liegen, offenen Salon und den klimatisierten Innenbereich. Wer Wärme braucht, legt sich nach dem Frühstück in die Sonne; wer nach dem Auftauchen nicht sofort wieder aufheizen möchte, sucht den Schatten oder den Salon. Während der Fahrt bleibt Zeit, die Ausrüstung zu sortieren, Bilder zu sichern oder einfach über das Wasser zu schauen. Die Fotostation mit Ladestellen und Stauraum macht es leichter, Kameras nicht auf dem Bett oder am Esstisch zwischenzulagern. An einem Nachmittag ohne weiteren Tauchgang wird aus dem Tauchdeck ein Platz zum Ausruhen, während die Crew das Schiff weiter zum nächsten Abschnitt der Route bringt. Mehr braucht ein solcher Tag oft nicht.
Ein Tag an Bord
Der erste volle Tauchtag beginnt vor dem Frühstück mit dem Wecken und dem ersten Briefing. An den Tagen drei bis sechs folgt auf das Frühstück der erste Tauchgang, danach ein weiteres Frühstück, der zweite Tauchgang, Mittagessen und der dritte Tauchgang am Nachmittag. Zwischen den Tauchgängen bleibt Zeit für Dusche, Fotos, Schlaf oder einen Platz im Schatten. Wenn Wetter, Navigation und örtliche Regeln es zulassen, folgt am Abend ein Nachttauchgang. Gegessen wird danach, bevor das Boot weiterfährt oder für die Nacht am Riff liegt. Der zweite Tag beginnt mit der Abfahrt, einem Check-Tauchgang und dem nächsten Tauchgang am Nachmittag; der Nachttauchgang schließt auch diesen Tag ab. Am letzten Tauchtag stehen noch zwei Tauchgänge auf dem Programm, bevor die Aldebaran zum Hafen zurückkehrt. Das ist kein Tagesplan zum Abhaken, sondern ein klarer Wechsel aus Wasser, Essen, Ruhe und kurzer Fahrt.
Was man an Bord isst
Gegessen wird vom Buffet, mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen als festen Ankern zwischen den Tauchgängen. Auf dem Teller landen westliche Gerichte, dazu Speisen mit ägyptischem Einschlag: Suppen, Reis, gegrilltes Fleisch oder Fisch, Gemüse und Kartoffelbeilagen. Auch warme und kalte Getränke sowie Snacks stehen über den Tag bereit. Die Küche kann auf mitgeteilte Ernährungsbedürfnisse eingehen, wenn sie vorher bekannt sind. Das ist auf einem Tauchboot keine Nebensache. Nach dem ersten Tauchgang braucht man etwas Schnelles, nach dem zweiten eine richtige Mahlzeit, und nach dem Nachttauchgang wartet kein kompliziertes Restaurantprogramm, sondern Essen, Dusche und Bett. Gegessen wird an den Tischen im klimatisierten Speiseraum oder dort, wo die Gruppe gerade zusammensitzt und den letzten Tauchgang auseinandernimmt.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad und Dusche. Je nach Kategorie gibt es Einzelbetten, umstellbare Doppelbetten, Dreibettkabinen oder eine Suite; Fenster und zu öffnende Bullaugen bringen Tageslicht und bei ruhiger See auch Luft in den Raum. Die Kabinen bleiben Rückzugsorte, nicht große Wohnbereiche. Wer nach mehreren Tauchgängen in die Koje fällt, hört eher die gedämpften Geräusche des Schiffes und der laufenden Technik als absolute Stille. Dafür muss man nicht jedes Mal an Land gehen, Koffer packen und am nächsten Morgen wieder zum Tauchplatz fahren. Die Aldebaran hält die Gruppe über Nacht dort, wo der nächste Tauchgang beginnt. Im Salon und in den Außenbereichen spielt sich das soziale Leben ab; die Kabine ist der Ort, an dem man die Tür schließt und schläft.
Zweibettkabine
Doppelkabinen wandelbar
Dreibettkabine
Suite
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die nördliche Route startet in Hurghada und kehrt dorthin zurück. Ein Transfer vom nächstgelegenen Flughafen zum Schiff und zurück ist für die vorgesehenen Fahrten eingeplant. Wer entspannt an Bord kommen möchte, reist besser einen Tag vorher an, denn Flugverspätungen und die Anfahrt zum Hafen gehören nicht in den ersten Tauchmorgen.
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Aldebaran verzichtet seit 2010 auf Einwegplastik und Papier an Bord und gibt wiederverwendbare Wasserflaschen aus. Seit 2016 werden biologisch abbaubare Reinigungsmittel eingesetzt. Das sind keine großen Worte über Naturschutz, sondern zwei konkrete Änderungen im täglichen Betrieb: weniger Wegwerfmaterial beim Trinken und weniger belastende Mittel bei der Reinigung.
- Baujahr
- 2007
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 35 m
- Breite
- 7,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Motoren
- 2 Caterpillar 764 PS
- Beiboote
- 2 × 40 PS Beiboote mit Außenbordmotor
- Webseite
- aldebaran-redsea.com ↗
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