Tauchsafaris · Ägypten
Alia Soul – auf großen Riffen zu Hause
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Alia Soul ist ein für Tauchsafaris umgebautes Holzschiff mit geräumigem Tauchdeck und großzügigen Sonnendecks.
- An Bord gibt es klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, einen Innenpool, Spa und Fitnessraum.
- Das Tauchsystem umfasst Aluminiumflaschen mit 12 und 15 Litern, Nitrox aus einer Membrananlage und zwei Bauer-Kompressoren.
- Die Routen führen zu Wracks, Korallengärten und exponierten Hochseeriffen im Norden und Süden des Roten Meeres.
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Die Einladung
Die Alia Soul passt zu Tauchern, die nicht nur ein Bett auf dem Wasser suchen, sondern ein Schiff, das auf lange Tage am Riff ausgelegt ist. Ihr Schwerpunkt liegt auf abwechslungsreichen ägyptischen Routen: Wracks im Norden, Delfine und geschützte Buchten im Süden, dazu die abgelegenen Riffe von Brothers, Daedalus und Elphinstone. Wer vier Tauchgänge am Tag nicht als Pflicht, sondern als eigentlichen Reisegrund versteht, findet hier die passende Bühne. Die jüngste Umgestaltung brachte mehr Platz in Kabinen, Bädern und vor allem dort, wo er nach dem Tauchgang zählt: auf der Plattform und dem Tauchdeck. Dazu kommen Einrichtungen, die man auf See nicht als Luxus abtut, wenn Wind aufkommt oder der Körper nach einem langen Tag Ruhe braucht. Die Alia Soul ist deshalb interessant für Taucher, die Großfisch, Strömung und lange Überfahrten ebenso schätzen wie eine gut nutzbare Pause dazwischen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Alia Soul wie ein echtes Safarischiff und nicht wie ein schwimmendes Hotel. Der Holzrumpf und das Teakdeck geben ihr eine warme, seefeste Ausstrahlung; an Bord mischen sich das Arbeiten des Schiffes, Schritte auf dem Deck und die Geräusche der Technik. Die Räume sind so angelegt, dass sich der Tagesablauf nach dem Tauchen nicht auf einen engen Salon verlagert. Man geht vom Kai an Bord, findet schnell den Weg zum Tauchdeck und später nach oben auf die Sonnendecks. Die Überarbeitung ist dort spürbar, wo Taucher sie brauchen: an der Plattform, an den Bewegungsflächen und in den Bädern. Das Schiff wirkt dadurch eher wie ein gut organisierter Arbeitsplatz für eine Tauchwoche als wie eine repräsentative Yacht. Genau das ist der richtige Eindruck.
Die Stimmung an Bord
Die Alia Soul ist auf eine überschaubare Reisegruppe ausgelegt, in der man sich nach dem ersten Tauchtag nicht mehr fremd bleibt. Die Crew ist lokal, spricht Englisch, Deutsch und Italienisch und bleibt im Tagesablauf nah an den Tauchern: beim Anrödeln, beim Wechsel der Flaschen und beim Zurückkommen auf die Plattform. Das ist wichtiger als ein aufgesetztes Bordprogramm. Abends sitzt die Gruppe meist noch zusammen, solange die Gespräche über den letzten Tauchgang tragen. Die Atmosphäre entsteht dabei nicht durch laute Unterhaltung, sondern durch die gemeinsame Abfolge aus Wasser, Essen, Fahrt und Erholung. Wer eine Safari sucht, bei der die Crew den Betrieb im Hintergrund hält und die Tauchplätze im Vordergrund bleiben, wird sich hier eher wohlfühlen als jemand, der ständig Animation erwartet.
Die Tauchplätze
Die Alia Soul fährt im Norden und Süden des Roten Meeres, meist auf Reisen von acht Tagen und sieben Nächten, auf der Elba-Reef-Route länger. Im Süden liegen die geschützten Korallengärten von Carless Reef bis 40 m, mit Muränen, Schildkröten und Großfisch im Blauwasser. Umm Gamar reicht bis 30 m und verbindet Riff, Grotte und Wrackreste; Marsa Abu Galawa ist mit seinem Seepferdchen ein Platz für langsames Suchen. Fanadir South und North führen über Korallenblöcke und Steilwände bis 30 m, während Bluff Point bis 35 m mit Gorgonien und Strömung auf pelagische Jäger wartet. An Rocky Island treffen dichte Hart- und Weichkorallen auf starke Strömung; dort werden auch Mantas, Barrakudas und Haie erwartet. Elphinstone ist der große Abschluss: ein exponiertes Offshore-Riff bis 60 m mit Steilwänden, Gorgonien und der Möglichkeit auf Longimanus. Im Norden ergänzen Shaab Abu Nuhas, Siyul Kebir und die Riffe von Safaga das Angebot. Lange Überfahrten gehören zu den abgelegenen Plätzen dazu.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man häufig Muränen, Riffhaien, Meeresschildkröten, Carangiden, Barrakudas, Thunfischen und Rotfeuerfischen. Anthias färben die Korallenhänge, während sich Kraken und Rascassen zwischen Blöcken und Spalten zurückziehen. Im Blauwasser kann ein Hai oder eine Schule größerer Fische auftauchen, besonders dort, wo Strömung an exponierten Riffen Nahrung heranführt. Für besondere Arten lohnt die Anfahrt zu einzelnen Plätzen: An Elphinstone wurden Schwarzspitzenriffhaie, Walhaie und Tigerhaie festgestellt, ebenso der ozeanische Weißspitzenhai. Rocky Island ist der einzige genannte Platz für den großen Zackenbarsch. Siyul Kebir ist mit dem Leopardenhai verbunden, Umm Gamar mit Gaterin, Platax, Kaiserfisch und Krokodilfisch. Shaab Abu Nuhas bringt Schwärme von Glasfischen in die Korallenlandschaft. Das Seepferdchen von Marsa Abu Galawa ist dagegen kein Großfisch-Erlebnis, sondern der Fund, für den sich ein genauer Blick in Sand und Korallen lohnt. Delfine und Mantas bleiben Begegnungen, keine Zusage.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides und Tauchlehrer sprechen Englisch, Deutsch und Italienisch. Das Verhältnis von Crew zu Passagieren ist eng, sodass Hilfe auf dem Tauchdeck nicht erst über mehrere Stationen angefordert werden muss. An Bord gibt es Nitrox-, Tief- und Wrackkurse; ein privater Guide kann auf Anfrage für die gesamten Tauchtage gebucht werden. Die Anforderungen richten sich nach der Route: Die Marine-Park-North-Tour zu Brothers, Daedalus und Elphinstone ist für erfahrene Taucher gedacht, mindestens AOWD und rund 50 geloggte Tauchgänge werden empfohlen. Auch die Marine-Park-South-Route mit abgelegenen, exponierten Riffen gilt als Fortgeschrittenenroute. Die Briefings müssen an solchen Plätzen ernst genommen werden, besonders bei Strömung und Wellengang. Für Notfälle stehen Sauerstoff, Defibrillator, ein eigener medizinischer Behandlungsraum und ein ENOS-System zur Ortung der Taucher bereit.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Auf dem Tauchdeck stehen Aluminiumflaschen mit 12 und 15 Litern zur Verfügung; DIN-Adapter sind vorhanden. Gefüllt wird mit zwei Bauer-Kompressoren, Nitrox kommt über eine Membrananlage und ist verfügbar. Das Deck ist beschattet, hat eine feste Tauchplattform, getrennte Spülbecken für die Ausrüstung und einen eigenen Bereich für Kameras. Nach dem Tauchgang führen die Wege kurz zurück zu den Sitzflächen und zu den warmen Duschen an Bord. Leihausrüstung kann organisiert werden, darunter komplette Ausrüstung, Atemregler, Tarierjacket, Computer, Anzug, Maske, Flossen und Lampe; einzelne Marken werden nicht genannt. Sidemount mit einer Flasche, Tech-Tauchen und Rebreather-Tauchen sind vorgesehen. Für den Transfer zum Riff und die Rückholung stehen ein größeres und ein kleineres Yamaha-Beiboot bereit. Wie die Tauchgänge verteilt werden, hängt von Route, Wetter und Strömung ab.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf die schattige Tauchplattform, den klimatisierten Salon und die Sonnendecks. Wer nach dem Sprung ins Wasser nicht sofort schlafen will, kann sich mit einem Kaffee in den Schatten setzen, die Ausrüstung trocknen lassen oder oben den Horizont beobachten, während das Schiff zum nächsten Riff läuft. Für Kameras gibt es einen getrennten Spülbereich, damit Gehäuse und Atemregler nicht um denselben Platz kämpfen. Der Innenpool, Spa und Fitnessraum geben den Pausen eine andere Richtung als nur Liegen und Essen. Auf langen Überfahrten wird aus der freien Stunde ein ganzer Abschnitt des Tages: lesen, reden, den nächsten Tauchgang im Kopf durchgehen oder einfach einmal nichts tun. Das gehört bei einer Safari genauso dazu wie der Einstieg.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Tauchgang, bevor Hitze und Fahrt den Rhythmus bestimmen. Nach dem Auftauchen wird auf der Plattform gespült, getrunken und gegessen; dann folgt die nächste Gruppe oder der nächste Sprung ins Wasser. Auf intensiven Routen sind bis zu vier Tauchgänge am Tag möglich, wobei die genaue Folge von Platz, Wetter und Strömung abhängt. Zwischen den Tauchgängen fährt das Schiff zum nächsten Riff oder bleibt am Ankerplatz liegen. Die Mahlzeiten schieben sich in diese Pausen, ohne den ganzen Tag zu unterbrechen. Am späteren Nachmittag wird es ruhiger: einige bleiben im Schatten, andere gehen aufs Sonnendeck oder schlafen. Wenn die Route und das Schutzgebiet es erlauben, kommt nach dem Abendessen noch ein Nachttauchgang. Danach wird das Deck leiser, die Ausrüstung für den nächsten Morgen vorbereitet und das Schiff fährt weiter, während die meisten schon schlafen.
Was man an Bord isst
Die Mahlzeiten kommen als Buffet in der klimatisierten Lounge: drei Hauptmahlzeiten und ein Snack, dazu werden über den Tag weitere kleine Snacks angeboten. Die Küche orientiert sich an westlichen Gerichten, berücksichtigt aber auch vegetarische und vegane Wünsche. Wasser, Kaffee, Tee und alkoholfreie Getränke gehören zur Verpflegung; Bier und lokale Weine sind an Bord erhältlich. Das Buffet passt zum Rhythmus einer Safari, weil niemand lange auf einen festen Gang warten muss. Nach dem ersten Tauchgang braucht es etwas anderes als vor der Überfahrt, und nach dem letzten Tauchgang darf der Teller ruhig voll sein. Zwischen den Tauchgängen bleibt der Tisch ein Treffpunkt: Hier werden Sichtungen verglichen, Strömungen nacherzählt und die nächste Flasche geplant.
Die Nächte auf See
Die Nächte verteilen sich auf Kabinen am Unterdeck und auf dem Oberdeck. Dort gibt es Doppelbett- und Zweibettkabinen, jeweils klimatisiert und mit eigenem Bad. Die Fenster bringen Tageslicht in die Kabinen; für die Nacht bleibt vor allem das Gefühl, in einem arbeitenden Schiff zu liegen: gedämpfte Maschinengeräusche, Wasser am Rumpf und gelegentliche Bewegungen während der Überfahrt. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, ist mit einer Kabine weiter weg von den Maschinen meist besser beraten; eine konkrete Lage sollte vor der Buchung geklärt werden. Nach einem langen Tauchtag zählt weniger die Größe des Bettes als ein Bad direkt neben der Koje, eine funktionierende Klimaanlage und ein Platz, an dem die nasse Ausrüstung nicht den Schlafbereich übernimmt. Die Kabinen sind dafür vernünftig eingerichtet.
Zweibettkabine, Unterdeck
Doppelkabine, Oberdeck
Zweibettkabine, Oberdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Abfahrten liegen je nach Route in Port Ghalib oder in Safaga beziehungsweise Soma Bay; die Rückkehr erfolgt je nach Reise zum selben oder zum jeweils angegebenen anderen Hafen. Flughafentransfers zwischen Hurghada und Port Ghalib sowie Hoteltransfers sind vorgesehen und gehören zum Reiseablauf. Die genaue Abholung und der Transferort werden vor der Reise mitgeteilt. Wer aus dem Ausland anreist, sollte einen Tag vor dem Einschiffen in Ägypten sein.
Decksplan
- Baujahr
- 2014
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 36 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 12
- Motoren
- 2 × Caterpillar 450 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 11 Knoten
- Beiboote
- 1 × Yamaha 100 PS 1 × Yamaha 40 PS
- Webseite
- orca-diveclubs.com ↗
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