Tauchsafaris · Ägypten
Independence II – Holz, Weitblick und Rotes-Meer-Klassiker
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Independence II verbindet ein traditionelles Holzschiff mit einem auf Taucher eingestellten Heckbereich.
- Zwei Zodiacs bringen die Gruppen direkt an die passende Einstiegsstelle am Riff.
- Nitrox ist an Bord verfügbar, und ENOS gehört zur Sicherheitsausstattung für die Taucher.
- Die Routen reichen von Wracks im Norden bis zu den Marineparks von Brothers, Daedalus, Rocky Island und Elphinstone.
Die Einladung
Die Independence II ist für Taucher gebaut, die nicht jeden Tag vom selben Tagesboot aus ins Wasser wollen. Sie bringt ihre Gäste zu Riffen und Marineparks, die vom Land aus nur mit langen Anfahrten erreichbar wären: zu den Brothers, nach Daedalus und Elphinstone, zu St. John’s oder in die Fury Shoals. Dabei geht es nicht um ein schwimmendes Hotel mit gelegentlichem Tauchgang, sondern um einen festen Ablauf aus Briefing, Wasser, Essen und Schlaf. Das Schiff gehört zu Bluewater Safaris und wird seit 2010 von der Reederei betrieben. Wer an Bord geht, sucht eine klassische ägyptische Tauchsafari mit deutschsprachiger Betreuung, viel Zeit im Wasser und einer Crew, die den Tag nicht komplizierter macht als nötig. Die Independence II passt besonders zu Tauchern, die Großfisch, Steilwände und Wracks verbinden möchten und dafür ein Schiff mit sichtbarer Geschichte lieber mögen als sterile Neubauoptik.
An Bord gehen
Beim Ankommen fällt zuerst das Holz auf. Teak an den Decks und im Innenbereich gibt dem Schiff eine warme, etwas ältere Anmutung; hier wirkt nichts wie eine Hotellobby, die zufällig schwimmt. Auf dem Weg vom Eingang zum Salon, zur Kabine und weiter nach achtern bleibt der Zweck des Schiffs spürbar: Ausrüstung, Treppen, offene Bereiche und die große Plattform am Heck bestimmen die Bewegung an Bord. Der Salon auf dem Oberdeck ist klimatisiert und mit weichen Sofas eingerichtet, draußen gibt es einen geschützten Sitzbereich und darüber Platz in der Sonne. Das Schiff wirkt nicht klein, aber auch nicht anonym. Nach dem ersten Briefing kennt man die Wege, nach dem ersten Tauchgang die Stellen, an denen die Crew mit anpackt. Fahrt, Motorengeräusch und die Arbeit an Deck gehören dazu. Genau das macht den Unterschied zu einem Hotel am Ufer.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht die Gruppe nicht bei einer Begrüßungsrunde, sondern auf dem Tauchdeck. Einer hält die Flasche, jemand reicht eine Maske, die ersten vergleichen ihre Sichtungen, und nach wenigen Tagen weiß man, wer früh ins Wasser will und wer den letzten Kaffee braucht. Die Crew bleibt dabei nah am Ablauf, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Sie hilft beim An- und Ablegen der Ausrüstung, hält das Deck in Ordnung und taucht in den Momenten auf, in denen eine Hand fehlt. Abends sitzt man im Salon oder an der Bar, lässt den Tag Revue passieren und bleibt noch auf ein Dekobier. Aus einer zufälligen Tauchgruppe werden so oft Buddys für die nächste Reise. Die Atmosphäre ist persönlich und eher familiär als förmlich. Wer absolute Ruhe und viel Privatsphäre sucht, findet sie in der Kabine; wer Anschluss möchte, muss abends nur an den Tisch kommen.
Die Tauchplätze
Die Independence II fährt 8-Tage-Routen mit 7 Nächten ebenso wie eine 15-Tage-Tour mit 14 Nächten. Auf den kürzeren Reisen stehen zum Beispiel St. John’s–Elphinstone, Brothers–Daedalus–Elphinstone, Brothers–Safaga, Best of North–Brothers oder Strait of Tiran–Best of North auf dem Programm; die lange Route verbindet Brothers, Daedalus, Rocky Island, Fury Shoals und Elphinstone. Elphinstone fällt mit Steilwänden und Blauwasser auf; der Tauchplatz reicht bis -60 m. Am Morgen kann die Nordspitze ruhiger sein, während an der Wand Begegnungen mit Hochseehaien möglich sind. Carless Reef führt bis -40 m und ist bekannt für Muränen, die ins Blau hinausziehen. Umm Gamar reicht bis -30 m und verbindet Riff, Wrackreste und eine Grotte. Die Straits of Gubal reichen bis -50 m und bringen Wracks und Riffe zusammen. Shaab Abu Nuhas, Fanadir South und North liegen jeweils bis -30 m, Gotha Abu Galawa bis -35 m und Gotha Abu Nugar North bis -9 m. Middle Reef und Abu Kafan stehen für Hartkorallen, Steilwände und Drifttauchgänge; Fury Shoals für Hartkorallen, Höhlen und Durchgänge. Rocky Island bringt Strömung, Höhlen und Großfisch, sofern die Bedingungen es erlauben.

Elphinstone →
Max. Tiefe · 60 m

Daedalus →
Max. Tiefe · 40 m

Strait of Tiran →
Max. Tiefe · 40 m

Rocky Island →

Fury Shoals →

Carless Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Umm Gamar →
Max. Tiefe · 30 m

Straits of Gubal →
Max. Tiefe · 50 m

Shaab Abu Nuhas →
Max. Tiefe · 30 m

Fanadir South →
Max. Tiefe · 30 m

Gotha Abu Galawa →
Max. Tiefe · 35 m

Gotha Abu Nugar North →
Max. Tiefe · 9 m

Middle Reef →

Abu Kafan →
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem viele Bewohner des Roten Meeres immer wieder: Muränen, Riffhaie, Barrakudas, Carangiden, Doktorfische, Feuerfische, Skorpionfische, Schnapper, Schildkröten und Napoleon-Lippfische. Im Blauwasser kommen Thunfische und andere Schwarmfische vorbei; an exponierten Außenriffen können Delfine, Hammerhaie, Mantas oder ozeanische Weißspitzenhaie auftauchen. Die Strömung ist dabei kein Nebendetail, sondern bringt Nahrung an die Riffkante und damit die größeren Jäger. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen ebenfalls klar verteilt: Elphinstone ist der Platz für Weißspitzen-Hochseehaie, Walhaie und schwarze Riffhaie. Fury Shoals trägt die seltene Begegnung mit einem Drückerfisch. In den Straits of Gubal stehen Hartkorallen und Carangiden neben den Wracks im Mittelpunkt. Umm Gamar ist der einzige genannte Platz für Fledermausfische, Gaterine und Krokodilfische. Fanadir North bietet die Chance auf Steinfische und Trompetenfische. Nichts davon ist bestellt. Aber genau deshalb zählt jeder Blick ins Blau.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides betreuen Tauchgruppen im Verhältnis von etwa acht bis zehn Tauchern pro Guide und sprechen Deutsch und Englisch. Vor jedem Tauchgang gibt es ein Briefing zu Einstieg, Strömung, Route und Ausstieg; bei anspruchsvollen Marineparks wird daraus keine Formalität, sondern die Grundlage für die Entscheidung, ob ein Sprung ins Wasser sinnvoll ist. Vorausgesetzt werden mindestens 50 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Ausbildung. Das passt zu den Routen: Brothers, Daedalus, Rocky Island und Elphinstone können Strömung, Tiefe und Blauwasser verlangen und sind keine Plätze, an denen man fehlende Routine nebenbei nachholt. ENOS steht für die Taucher zur Verfügung, Sauerstoff und eine gut ausgestattete Erste-Hilfe-Ausrüstung gehören zur Sicherheitsausstattung. Die Crew ist in Notfallmanagement und Erster Hilfe geschult. Der Kapitän und die Guides entscheiden gemeinsam, wenn Wetter oder Bedingungen eine Änderung der Planung verlangen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der stärkste Teil des Schiffs. Die Ausrüstung bleibt in Stauboxen verstaut, für Anzüge gibt es einen eigenen Bereich zum Aufhängen, und nach dem Tauchgang stehen Süßwasserbecken zum Spülen bereit. Zwei Hochdruckkompressoren versorgen die Flaschen; gefüllt wird mit 12-Liter-Flaschen, größere 15-Liter-Flaschen können gemietet werden. Nitrox kommt über eine Membrananlage und ist ohne Aufpreis verfügbar. DIN-Adapter sind vorhanden, ebenso warme Duschen, Ladestationen und Tender für die Tauchplätze. Eigene Ausrüstung kann mitgebracht werden, Leihequipment ist gegen Aufpreis erhältlich. Ins Wasser geht es über die große Heckplattform oder mit einem der beiden Zodiacs mit 40-PS-Yamaha-Motor. Die Beiboote setzen Taucher an der gewünschten Einstiegsstelle ab und holen sie dort wieder auf, wo sie auftauchen; eines besitzt eine Leiter, die den Ausstieg erleichtert. Technisches Tauchen ist nicht vorgesehen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf mehrere Plätze. Wer Wärme sucht, legt sich auf die gepolsterten Liegen des Sonnendecks; wer Schatten braucht, findet dort einen geschützten Bereich zum Lesen oder Schlafen. Vor der Brücke lässt sich die Fahrt beobachten, während der offene Sitzbereich und die Bar eher zum Zusammensitzen einladen. Der klimatisierte Salon ist die ruhigere Wahl, wenn Wind, Sonne oder Salz zu viel werden. Die Pausen sind lang genug für Duschen, Logbuch und ein paar Seiten im Buch, aber kurz genug, dass die Ausrüstung schon wieder im Kopf auftaucht. Auf längeren Überfahrten wird das Schiff selbst zum Aussichtspunkt: Riffkante, Horizont, Kompressorgeräusch und irgendwann das Signal für das nächste Briefing. Kajaks stehen an Bord zur Verfügung, doch niemand muss aus jeder freien Stunde ein Programm machen.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt nicht mit einer festen Uhrzeit, sondern mit dem ersten Briefing und dem Ruf aufs Tauchdeck. Nach dem Anziehen geht es über die Plattform oder mit dem Zodiac zum Riff. Je nach Route folgen zwei bis vier Tauchgänge am Tag; auf geeigneten Reisen kommt ein Nachttauchgang hinzu. Dazwischen liegen Frühstück, Mittagessen oder Snacks, Logbuch, Dusche und die Entscheidung zwischen Schatten und Sonnendeck. Bei langen Überfahrten arbeitet der Kompressor weiter, während das Schiff den nächsten Außenriffplatz ansteuert. Auf einer typischen Marineparkroute liegen mehrere Tauchgänge an einem Riff, danach folgt die Fahrt zum nächsten Gebiet während der Nacht. Am letzten Tauchtag sind zwei Tauchgänge vorgesehen. Auf manchen Abläufen läuft das Schiff gegen 16:00 Uhr in den Hafen ein, sofern Transferplanung und Arbeiten an Bord es zulassen; manchmal bleibt es noch in Hafennähe auf See. Nach dem Abendessen wird es ruhiger. Dann sitzt die Gruppe zusammen, bis der nächste Tauchtag näher rückt.
Was man an Bord isst
Die Küche serviert drei Mahlzeiten am Tag als Buffet. Auf dem Teller stehen westliche Gerichte ebenso wie lokale Speisen; dadurch bleibt das Essen über eine ganze Safari abwechslungsreich, ohne aus jedem Abend ein Restaurantbesuch zu machen. Vegetarische und andere Ernährungswünsche können berücksichtigt werden. Wasser, Tee, Instantkaffee, Softdrinks und Snacks stehen über den Tag bereit; alkoholische Getränke sind eine zusätzliche Leistung. Gegessen wird im klimatisierten Restaurant auf dem Hauptdeck. Das ist bei mehreren Tauchgängen wichtiger, als es auf einer Schiffsbeschreibung klingt: Man nimmt sich, was man braucht, sitzt nicht ewig auf eine Bestellung fest und kommt zügig zurück an Deck. Nach dem letzten Tauchgang wird aus dem Buffet der Treffpunkt des Tages. Die Gespräche drehen sich dann meist um Sichtweiten, Strömung und das Tier, das jemand nur drei Meter weiter draußen gesehen hat.
Die Nächte auf See
Die zehn Kabinen liegen auf mehreren Ebenen und unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Licht und Abstand zum Wasser man möchte. Die Standardkabinen mit zwei Einzelbetten und die Doppelkabinen liegen auf dem Unterdeck; Deluxe-Twin-, Master- und weitere höher gelegene Kabinen befinden sich auf dem Hauptdeck. Die Suite liegt oben und hat ein Panoramafenster. Jede Kabine besitzt ein eigenes Bad und individuell regelbare Klimaanlage. Nach einem langen Tauchtag ist weniger die Bezeichnung der Kategorie entscheidend als die Lage: Unter Deck liegt man näher am Maschinen- und Schiffsleben, weiter oben bekommt man mehr Licht und Aussicht. Die Klimaanlage hilft beim Schlafen, wenn draußen noch Wärme im Holz steckt. Ansonsten bleibt die Nacht eine Nacht auf einem Arbeitsschiff: gedämpfte Geräusche, Bewegung im Rumpf und das Wissen, dass am nächsten Morgen wieder das Tauchdeck wartet.
Zweibettkabine
Doppelkabine
Master-Kabine
Deluxe-Zweibettkabine
Suite
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Abfahrten liegen je nach Route in Port Ghalib oder Hurghada; auch die Rückkehr kann in Port Ghalib oder Hurghada erfolgen. Transfers vom Flughafen zum Schiff und nach der Ausschiffung zum Flughafen können organisiert werden, sind aber nicht automatisch enthalten; vorgesehen ist ein Gruppentransfer. Am Flughafen wartet ein Vertreter mit einem Schild „BLUEWATER SAFARIS“ und weist den Weg zum Transferbus. Wer mit dem Flug anreist, sollte einen Tag vorher in Ägypten sein, damit eine Verspätung nicht den Einstieg in die Safari gefährdet.
- Baujahr
- 2007
- Länge
- 40 m
- Breite
- 8,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Motoren
- 2 × 12 Zylinder, 1256 PS
- Beiboote
- 2 × zodiacs mit Yamaha-Motoren mit 40 PS
- Webseite
- bluewater-safaris.com ↗
Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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