Tauchsafaris · Ägypten
Lady M – zurück ins südliche Rote Meer
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Lady M wurde modernisiert und fährt kurze Safaris von Hamata nach Fury Shoals und Sataya.
- Das Tauchdeck bietet einen schattigen Arbeitsbereich, Spülbecken, DIN-Adapter, Nitrox nach Verfügbarkeit und Beiboote.
- Die Route verbindet Korallengärten, Wracks, Seegraswiesen und Begegnungen mit Delfinen, Dugongs und Haien.
- An Bord gibt es lokale und westliche Küche, tägliche Snacks, warme Duschen und klimatisierte Kabinen.
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Die Einladung
Die Lady M ist für Taucher interessant, die auf einer kurzen Safari möglichst viel südliches Rotes Meer mitnehmen wollen. Fury Shoals und Shaab Sataya liegen im Mittelpunkt der viertägigen Route: Korallengärten, Riffpassagen und Delfine statt langer Anreise zu einem einzigen Höhepunkt. Das Schiff wurde modernisiert, trägt aber weiterhin die Geschichte eines Safari-Bo Boots, das schon früher im Roten Meer unterwegs war. Wer keine schwimmende Designunterkunft sucht, sondern ein Schiff mit klarer Aufgabe, findet hier einen passenden Rahmen. Die Crew spricht Englisch, Deutsch und Französisch. Auch Schnorchler und Nichttaucher können mitfahren. Der entscheidende Grund bleibt jedoch unter Wasser: kurze Safaris, viele verschiedene Plätze und ein Tauchbetrieb, der auf mehrere Tauchgänge am Tag ausgelegt ist.
An Bord gehen
Am Kai wirkt die Lady M wie ein Arbeitsboot für Taucher, nicht wie ein anonymes Hotel auf dem Wasser. Ihre Linien und die offene Deckaufteilung zeigen, dass hier Ausrüstung bewegt, Flaschen getragen und Menschen schnell ins Beiboot gebracht werden. Die Modernisierung hat die Innenräume auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, ohne den praktischen Charakter eines Safarischiffs zu verstecken. Draußen hört man das Wasser am Rumpf und den Betrieb an Deck; drinnen gibt es klimatisierte Rückzugsorte. Die Wege sind überschaubar. Nach kurzer Zeit weiß jeder, wo die eigene Ausrüstung liegt und wer zur eigenen Tauchgruppe gehört. Genau das ist der Vorteil eines kleineren Safari-Schiffs: Man bleibt nicht anonym, sondern erlebt die Reise als gemeinsame Expedition.
Die Stimmung an Bord
Die Lady M bringt Menschen zusammen, weil der Tauchbetrieb die Gruppe immer wieder an denselben Orten versammelt: am Tauchdeck, beim Briefing, im Beiboot und später am Tisch. Die lokale Crew hält den Ablauf praktisch und direkt. Sie hilft dort, wo an einem Tauchtag mit mehreren Tauchgängen Hilfe wirklich zählt: beim Einsteigen, bei den Flaschen und beim Rückweg an Bord. Abends bleibt der Salon ein gemeinsamer Ort, ohne dass daraus ein festes Unterhaltungsprogramm werden muss. Audio- und Videounterhaltung gibt es, wichtiger sind meist die Gespräche über den letzten Tauchgang. Wer eine Woche anonym aneinander vorbeileben möchte, wird dieses Schiff nicht suchen. Wer nach wenigen Tagen die Namen der anderen kennt, schon.
Die Tauchplätze
Die kurze Safari von Hamata nach Hamata dauert vier Tage und drei Nächte; die Sataya-Übernachtung fährt zwei Tage und eine Nacht. Fury Shoals ist ein weit verzweigtes Riffsystem mit unterschiedlichen Tauchbildern und der Möglichkeit auf Hammerhaie, Delfine, Mantas, Schildkröten und Weißspitzen-Riffhaie. Shaab Sataya reicht bis -40 m und verbindet eine abwechslungsreiche Rifflandschaft mit Spinnerdelfinen, Barrakudas und Meeresschildkröten. Abu Galawa Soraya fällt mit einem intakten Segelbootwrack und Korallengärten auf; der Platz reicht bis -24 m. Marsa Mubarak führt in Seegraswiesen, wo ein Dugong und Schildkröten gesucht werden können; die maximale Tiefe liegt bei -25 m. Brothers Islands sind der anspruchsvollere Außenposten der Route: bis -85 m, mit Steilwänden und der Chance auf graue Riffhaie, ozeanische Weißspitzenhaie und Walhaie. Die flacheren Plätze Abu Galawa Kebir bis -18 m und Abu Galawa Soghayar mit seinem Segelbootwrack ergänzen das Bild. Numidia ist ein bewachsenes Dampfschiff von 150 Metern Länge und liegt bis -80 m. Die genaue Auswahl hängt von Route, Wetter und Bedingungen ab.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man häufig den Tieren, die das Rote Meer für viele Taucher so stark machen: Delfinen, Meeresschildkröten, Barrakudas, Napoleon-Lippfischen, Riffhaien und Nacktschnecken. Dazu kommen Muränen, Oktopusse, Skorpionfische, Clownfische, Doktorfische, Papageifische und Adlerrochen. Die Strömungen transportieren Nährstoffe und halten die Nahrungskette in Bewegung; an den Riffen erklärt das die Dichte des Lebens, ersetzt aber keine Garantie für eine bestimmte Begegnung. Für besondere Tiere fährt man gezielt zu einzelnen Plätzen. Brothers Islands ist der einzige verzeichnete Platz dieser Route für graue Riffhaie, ozeanische Weißspitzenhaie und Walhaie sowie für Anemonen. In Marsa Mubarak kann die Grüne Meeresschildkröte auftauchen, während House Reef für Seepferdchen und Anthias genannt wird. Der Dugong gehört besonders zu Marsa Mubarak und ist auch am House Reef verzeichnet. An Fury Shoals wird nach Drückerfischen gesucht, an Shaab Umm Gamar nach Lippfischen und Fledermausfischen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch, Deutsch und Französisch. Sie arbeitet mit Tauchgruppen und Briefings, die den Ablauf vor dem Einstieg klären; eine feste Anzahl von Guides, ein genaues Betreuungsverhältnis oder bestimmte Qualifikationen sind nicht ausgewiesen. An Bord können mehrere PADI-Spezialkurse stattfinden, darunter Nitrox, Tieftauchen, Strömungstauchen, Nachttauchen, Sidemount, Unterwasserfotografie, Wracktauchen und Notfall-Sauerstoff. Die Anforderungen hängen vom jeweiligen Kurs ab. Für die Sicherheit sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk, GPS, Radar, Echolot, Satelliten- und Mobiltelefone sowie Rettungsinseln und Schwimmwesten vorhanden. Die Lady M führt außerdem Notfallfackeln, Feueralarme und Feuerlöscher mit. Ein Taucher sollte vor der Buchung klären, welche Ausbildung und Erfahrung für die gewünschte Route oder den Kurs verlangt werden.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Auf dem Tauchdeck liegen Aluminiumflaschen mit 12 Litern, die mit DIN- oder INT-Anschlüssen genutzt werden können; Adapter sind an Bord. 15-Liter-Flaschen sind auf Anfrage erhältlich. Der schattige Arbeitsbereich, die Spülbecken und die Tauchplattform sind auf viele Ein- und Ausstiege hintereinander ausgelegt. Zwei Kompressoren gehören zur technischen Ausstattung. Nitrox-Füllungen werden angeboten, sofern Verfügbarkeit und Nachfrage es zulassen. Die eigene Ausrüstung kann mitgebracht werden; alternativ stehen Leihsets und einzelne Ausrüstungsstücke wie Tarierweste, Atemregler, Neoprenanzug, Maske, Flossen, Tauchcomputer und Lampe zur Verfügung. Beiboote bringen die Tauchgruppen zum Platz und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Eine warme Dusche und Außenduschen nehmen dem Rückweg aus dem Wasser die Härte. Marken, Fototisch und ein eigenes Kamerabecken sind nicht angegeben.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen wartet ein schattiger Bereich auf dem Tauchdeck, in dem man Ausrüstung trocknen lässt und trotzdem nah am Geschehen bleibt. Wer Abstand braucht, geht auf die Terrasse oder auf das Aussichtsdeck und schaut dem Wasser nach, während die Lady M zum nächsten Riff läuft. Der klimatisierte Salon ist der bessere Ort für eine Pause in der Mittagshitze. Dort kann man sich mit einem Getränk zurückziehen, Unterwasserbücher durchsehen oder die Aufnahmen des letzten Tauchgangs sortieren. Nicht jede Stunde muss verplant sein. Gerade auf einer kurzen Safari tut es gut, einmal nur auf dem Deck zu liegen, den Wind zu spüren und darauf zu warten, dass die Crew das nächste Briefing beginnt.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Einstieg ins Wasser. Danach folgen Frühstück und die Pause, in der Flaschen gewechselt, Logbücher ergänzt und die Eindrücke des ersten Tauchgangs besprochen werden. Der nächste Tauchgang schiebt sich in diesen Ablauf, später bleibt Zeit für Essen, Schatten und die Fahrt zum folgenden Riff. Je nach Route können mehrere Tauchgänge am Tag stattfinden; ein Nachttauchgang gehört zum angebotenen Tauchpaket. Dann verändert sich derselbe Platz: Der Lichtkegel trennt einen kleinen Bereich aus der Dunkelheit, während andere Tiere aktiv werden. Nach dem Auftauchen wird gespült, geduscht und gegessen, bevor der Salon oder das Deck den Abend übernimmt. Die genaue Reihenfolge richtet sich nach Fahrt, Wetter und Tauchplatz. Ein ausgehängter Stundenplan wäre dafür weniger ehrlich als der einfache Grundsatz: erst Briefing, dann Wasser, danach die nächste Entscheidung der Crew.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet westliche Gerichte mit lokaler ägyptischer Küche. Die Mahlzeiten werden als Buffet gereicht, vegetarische Optionen sind vorgesehen, und zwischen den Tauchgängen stehen Snacks bereit. Das passt zu einer Safari, auf der man nicht lange am Tisch sitzen will, bevor wieder Flossen, Maske und Flasche warten. Frühstück und Hauptmahlzeiten geben dem Tag feste Haltepunkte; die kleinen Portionen dazwischen verhindern, dass die Pause nur aus Wasser und einem schnellen Kaffee besteht. Alkoholfreie Getränke, Tee und Kaffee gehören zum Bordangebot, Bier ist erhältlich. Am Esstisch sitzen nach dem Tauchgang oft noch die Eindrücke des Riffs nebeneinander: ein Schwarm, eine Schildkröte, ein Tier, das nur eine Person aus der Gruppe gesehen hat.
Die Nächte auf See
Die Kabinen sind klimatisiert und verfügen über ein eigenes Bad mit warmer Dusche. Es gibt Twin- und Doppelbettkabinen auf verschiedenen Decks; die Kabinen auf dem unteren Deck liegen näher am Maschinen- und Schiffsgeräusch als die höher gelegenen. Wer empfindlich schläft, sollte das bei der Auswahl berücksichtigen. Für die Nächte zählt weniger die Einrichtung als die Rückkehr vom letzten Tauchgang: duschen, nasse Sachen an den vorgesehenen Stellen ablegen und mit dem gleichmäßigen Schaukeln des Schiffs zur Ruhe kommen. Der Salon bleibt ein klimatisierter Innenraum, wenn draußen Wind aufkommt oder die Hitze steht. Wer nachts die Tür öffnet, hört zuerst das Meer. Dann beginnt der nächste Tauchertag wieder mit dem Geräusch des Schiffs und dem Licht, das über das Deck zieht.
Zweibettkabine, Unterdeck
Doppelkabine, Hauptdeck
Zweibettkabine, Oberdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Safaris starten und enden in Hamata. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind eingeschlossen. Für die Anreise ist ein Tag vorher sinnvoll, damit Verspätungen oder eine lange Fahrt nicht unmittelbar vor dem Einstieg zum Problem werden. Die konkreten Transferdetails werden bei der Buchung mitgeteilt.
Decksplan
- Baujahr
- 1996
- Jahr der Renovierung
- 2024
- Länge
- 30 m
- Breite
- 7,4 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 13
- Motoren
- 2 × MTU 680
- Reisegeschwindigkeit
- 16 km\hr
- Webseite
- blueocean-eg.com ↗
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