Deutsch
DivingDeal.com

Tauchsafaris · Ägypten

Vita Xplorer – ein Arbeitsschiff für große Riffe

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Die Vita Xplorer verbindet Fahrten zu abgelegenen Riffen, Wracks und bekannten Hai-Plätzen im nördlichen und südlichen Roten Meer.
  • An Bord gibt es zwölf klimatisierte Kabinen in drei Kategorien sowie mehrere Sonnendecks mit Schatten- und Freiflächen.
  • Mindestens 16 Tauchgänge pro Woche und ein bis zwei Nachttauchgänge sind vorgesehen; zusätzliche Tauchgänge können je nach Route und Bedingungen möglich sein.
  • Nitrox mit 32 Prozent, DIN-Adapter, getrennte Kameraspülung und technische Tauchmöglichkeiten gehören zum Tauchbetrieb.

Für Untertitel auf Deutsch: starten Sie zuerst das Videoklicken Sie dann auf das Zahnradoben rechts im Video, wählen Sie „Untertitel“, dann „Automatisch übersetzen“ und schließlich „Deutsch“.

Die Einladung

Die Vita Xplorer ist für Taucher interessant, die nicht nur ein Riff vor dem Hafen suchen. Ihre aufgezeichneten Fahrten führen zu den Brothers, nach Daedalus und Elphinstone, in den Ras-Mohammed-Nationalpark oder von Port Ghalib über Daedalus, Zabargad und Rocky Island nach Elphinstone. Das sind Routen für Steilwände, Strömung, Wracks und Begegnungen mit großen Tieren. Wer morgens lieber am Riff als am Pool steht, findet hier den passenden Schwerpunkt. Die Reise lebt weniger von Luxus als von der Reichweite: Das Schiff bringt die Gruppe dorthin, wo Tagesboote nicht mehr auftauchen. Dazu kommt eine Crew, deren Stärke im Ablauf liegt. Die Organisation bei den Ein- und Ausstiegen wird von Rückkehrern besonders gelobt. Dieses Schiff passt zu Tauchern, die eine Woche lang viele unterschiedliche Plätze sehen wollen und dafür akzeptieren, dass der Charakter eines Safari-Schiffs wichtiger ist als der eines stillen Hotels.

An Bord gehen

Beim Ankommen wirkt die Vita Xplorer wie ein Schiff, das für lange Tage auf See gebaut wurde, nicht wie ein schwimmendes Designhotel. Die dunkle Rumpfform, die breiten Außenbereiche und die Aufteilung auf mehrere Ebenen geben ihr Präsenz am Kai. Innen geht es praktisch zu: Salon, Essbereich und Wege sind auf den Tauchbetrieb ausgerichtet, nicht auf repräsentative Leere. Man hört die Maschinen, Türen und die Arbeit der Crew. Das gehört bei einem Safari-Schiff zum Hintergrund. Die Renovierung hat den Innenräumen und dem Betrieb neue Ordnung gegeben, aber sie nimmt dem Schiff nicht seinen Arbeitscharakter. Wer absolute Ruhe und makellose Anmutung sucht, sollte genau hinsehen. Wer morgens den Kompressor und das Klappern der Ausrüstung als Teil der Reise versteht, findet ein Schiff, das seine Aufgabe klar zeigt: raus zu den Riffen, sicher zurück und dazwischen wieder ins Wasser.

Die Stimmung an Bord

Die Stimmung entsteht nicht durch ein großes Abendprogramm, sondern durch die Nähe einer kleinen Tauchgruppe und eine Crew, die an den entscheidenden Stellen eingreift. Beim Anlegen, Briefing und Einsteigen ist Hilfe da, ohne dass jeder Schritt zum Ereignis gemacht wird. Nach dem Tauchen sitzt man mit denselben Menschen am Buffet, auf dem Sonnendeck oder im Salon und kennt bald die Geschichte hinter jeder Flasche und jedem Kameragehäuse. Die Crew arbeitet lokal und international und spricht Englisch, Französisch und Russisch. Rückkehrer beschreiben sie als hilfsbereit, freundlich und aufmerksam; besonders die Unterstützung bei jeder Wasserung bleibt hängen. Gleichzeitig ist die Bewertung des Schiffs schwächer als die von Crew und Verpflegung. Das sagt viel: Die Menschen an Bord holen aus einem funktionalen, nicht ganz geräuschlosen Schiff sehr viel heraus. Abends geht es eher um Essen, Taucherlebnisse und den nächsten Plan als um laute Unterhaltung.

Die Tauchplätze

Die Vita Xplorer fährt mehrere achttägige Routen mit sieben Nächten. Bei Brothers–DaedalusElphinstone liegen drei der bekanntesten Offshore-Plätze im Mittelpunkt: Die Brothers bringen Wände, Wracks und pelagische Begegnungen; Daedalus ist für Hammerhaie, Mantas und Haie bekannt; Elphinstone reicht bis maximal -60 m und verbindet Steilwände mit Großfischen. Die südliche Route Daedalus–Zabargad–Rocky Island–Elphinstone führt zusätzlich zu abgelegenen Inselriffen: Zabargad bietet Korallenformationen und Wracks, Rocky Island starke Strukturen und mögliche Begegnungen mit Haien und Mantas. Auf Nordrouten stehen Ras Mohamed, Shaab El Erg, El Fanous und die Wracks der Rosalie Moller und Ulysses im Programm. Shaab Ruhr Umm Gamar reicht bis maximal -40 m und verbindet ein ovales Riff mit drei Wracks. El Fanadir reicht ebenfalls bis maximal -40 m; Shaab Sabina ist mit maximal -14 m deutlich flacher. El Fanous East geht bis maximal -18 m, El Fanous West bis maximal -15 m, Ulysses bis maximal -27 m, Rosalie Moller bis maximal -50 m und Marsa Mubarak bis maximal -25 m. Welche Plätze tatsächlich angefahren werden, hängt von der gebuchten Route, Wetter und Sicherheit ab.

Was man unter Wasser trifft

Auf dieser Auswahl an Roten-Meer-Routen begegnet man häufig Barrakudas, Meeresschildkröten, Delfinen, Riffhaien, Makrelen, Zackenbarschen, Napoleons, Mantas, Thunfischen, Anthias, Muränen und Skorpionfischen. Das Bild wechselt dabei stark: In flachen Korallengärten stehen kleine Riffische dicht über dem Hart- und Weichkorallengrund, an exponierten Wänden zieht die Strömung größere Tiere ins freie Blau. Shaab El Erg und El Fanous East sind gute Orte, um nach Delfinen zu suchen. Die großen Begegnungen bleiben trotzdem Glückssache. Der ozeanische Weißspitzenhai, der Schwarzspitzenhai und der Tigerhai sind in der geprüften Auswahl nur für Elphinstone verzeichnet. Dort können außerdem Mantas, Hammerhaie und Gorgonien die Steilwand prägen. Shaab Ruhr Umm Gamar ist der besondere Platz für den riesigen Zackenbarsch, Shaab Sabina für Hartkorallen und Marsa Mubarak für Clownfische und Wimpelfische. Ras Mohamed ist die Adresse für den Fledermausfisch, El Fanadir für Gaterine und El Fanous East für den Krokodilfisch. Genau diese Unterschiede geben der Route ihren Sinn.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Crew spricht Englisch, Französisch und Russisch; der Tauchbetrieb wird auf Englisch und Französisch begleitet. Vor jedem Tauchgang gibt es ein Briefing, danach werden die Gruppen für den jeweiligen Einstieg organisiert. Die Route kann an Erfahrung, Wetter und Bedingungen angepasst werden, wobei Sicherheit Vorrang hat. Taucher der ersten Ausbildungsstufe oder Gäste mit weniger als dreißig geloggten Tauchgängen können eine zusätzliche Betreuung durch einen Guide erhalten. Fortgeschrittenen- und Nitrox-Ausbildungen werden an Bord angeboten, auch für Open-Water-Taucher, sofern das Ausbildungsprogramm passt. Technische Taucher finden Unterstützung für Tec- und Rebreather-Tauchgänge. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funk, Radar, Sonar und GPS gehören zur Sicherheitsausstattung. Ein Defibrillator und ein eigenes Rückrufsystem werden nicht genannt. Die Stärke der Organisation liegt im Ablauf: Die Crew hilft beim Anlegen, beim Wechsel ins Beiboot und bei jeder Wasserung, statt die Gruppe sich selbst zu überlassen.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Der Tauchbetrieb findet auf einem schattigen Tauchbereich mit Plattform, Spülbecken und Beibooten statt. Die Flaschen für den normalen Betrieb sind zwölf Liter große Aluminiumflaschen mit DIN- oder Schraubanschluss; Adapter sind vorhanden. Nitrox bis 32 Prozent ist für zertifizierte Nitrox-Taucher verfügbar und im Safari-Angebot enthalten. Wer mehr Volumen braucht, kann größere Flaschen und weiteres Material mieten; angeboten werden unter anderem Atemregler, Jacket, Computer, Maske, Flossen, Lampe, Boje, Scooter, Sidemount- und technische Ausrüstung. Eine getrennte Spülung für Kameras schützt empfindliches Gerät vor dem täglichen Ausrüstungsbetrieb. Nach dem Tauchgang gibt es Außenduschen mit warmem Wasser. Die Beiboote bringen die Taucher zum vorgesehenen Einstieg und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Angaben zur Anzahl der Beiboote, zu Kompressor und Füllstation sowie zu bestimmten Ausrüstungsmarken fehlen. Technische Tauchgänge und Rebreather-Betrieb sind grundsätzlich vorgesehen.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilen sich die Gäste auf mehrere Sonnendecks. Wer Wärme sucht, legt sich nach oben; wer die direkte Sonne nach dem Tauchgang nicht brauchen kann, findet schattige Bereiche. Der klimatisierte Salon ist der ruhigere Gegenpol und bietet Spiele, Audio- und Video-Unterhaltung sowie Platz für Gespräche. Auf den Fahrten zu den abgelegenen Riffen gehört auch die Bewegung des Schiffs zur Pause: Man sitzt an Deck, lässt die Küste verschwinden und wartet darauf, dass aus dem offenen Blau wieder ein Tauchplatz wird. Kameras können getrennt gespült und geladen werden, ohne den Aufenthaltsbereich zu blockieren. Ein Nachmittag ohne weiteren Tauchgang bleibt frei für Schlaf, Lesen oder den Blick über das Wasser. Vieles an Bord ist auf einfache Handgriffe ausgelegt. Genau das braucht man nach mehreren Tauchgängen.

Ein Tag an Bord

Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem ersten Tauchgang, oft an einem Platz, der die Gruppe und die Ausrüstung zusammenführt. Danach folgen Essen, Oberflächenpause und der nächste Einstieg; auf einer normalen Safari liegen zwei bis drei Tauchgänge am Tag im Ablauf, insgesamt sind mindestens 16 Tauchgänge vorgesehen. Während der Fahrt wird das Deck zum Aufenthaltsraum, bis das nächste Riff erreicht ist. An abgelegenen Plätzen kann ein früher Tauchgang angesetzt werden, wenn die Tiere oder die Strömung diesen Moment verlangen. Ein bis zwei Nachttauchgänge pro Woche sind vorgesehen, sofern der Platz und die Sicherheitslage es erlauben. Zwischen den Tauchgängen bleiben Schlaf, Essen, Kamerapflege und ein Gespräch im Salon. Am letzten Morgen können je nach Flugplan noch Tauchgänge stattfinden. Danach geht es zurück zur Marina, Frühstück und Ausschiffung schließen die Woche ab.

Was man an Bord isst

Gegessen wird am Buffet, mit frisch zubereiteten lokalen Gerichten. Das passt zum Tagesablauf, denn zwischen den Tauchgängen muss niemand lange auf eine einzelne Bestellung warten: Teller füllen, essen, trinken, wieder fertig machen. Die Küche bietet vegetarische und vegane Optionen, dazu gibt es über den Tag Snacks. Wasser, Tee, Kaffee, Säfte und andere alkoholfreie Getränke stehen bereit; Bier und Wein sind an Bord erhältlich. Die Mahlzeiten werden zu den Tauchpausen gereicht und geben dem Tag seine festen Haltepunkte. Nach einem tiefen oder strömungsreichen Tauchgang ist ein schlichtes, warmes Essen oft wertvoller als eine ausgefallene Karte. Die Verpflegung gehört zu den stärksten Seiten des Schiffs. Das Buffet hält die Abläufe beweglich und lässt auch Raum für den zweiten Teller, wenn der erste Tauchgang mehr Kraft gekostet hat als gedacht.

Die Nächte auf See

Die Kabinen liegen auf dem Unterdeck oder Hauptdeck; zusätzlich gibt es Suiten. Klimaanlage, warme Duschen und tägliche Reinigung sorgen für das Nötige, während die Standardfenster den Blick eher ergänzen als den Raum bestimmen. Nach dem letzten Tauchgang wird die Kabine zum Rückzugsort: nasse Sachen bleiben draußen, die Tür fällt zu, und im Hintergrund arbeitet das Schiff weiter. Genau hier entscheidet sich, wie gut man mit einem Safari-Schiff zurechtkommt. Ein Passagierbericht schildert in zwei Nächten starken Dieselgeruch bis zum Erbrechen. Außerdem wurde von einer Corona-Infektion unter Gästen berichtet. Das sind keine Nebensächlichkeiten, sondern Punkte, die man vor der Buchung ansprechen sollte. Die Crew und die Verpflegung werden deutlich besser bewertet als das Schiff selbst. Wer sich für die Vita Xplorer entscheidet, bekommt also einen funktionalen Schlafplatz und starke Tauchlogistik, aber nicht die geräusch- und geruchsfreie Nacht eines Hotels.

Kabinen, Unterdeck

Kabinen, Hauptdeck

Suite

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die Vita Xplorer startet je nach gebuchter Route ab Hurghada oder Port Ghalib und kehrt zum jeweiligen Ausgangshafen zurück. Vom Flughafen Hurghada geht der inklusive Transfer zur Marina am Marriott; von Marsa Alam führt er zum Hafen von Port Ghalib. Auch der Rücktransfer zum Flughafen ist eingeschlossen. Eine Anreise am Vortag ist sinnvoll, weil sie die Reise nicht von einer verspäteten Flugverbindung abhängig macht.

Decksplan

Baujahr
May 2006
Jahr der Renovierung
April 2024
Länge
38 70 m
Breite
8 45 m
Anzahl Kabinen
12
Motoren
2 Cummins KTA19-M4 hochbelastbar à 700 PS
Reisegeschwindigkeit
12 Knoten
Eine Frage zu dieser Tauchsafari?

Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

Die ganze Reise und die Flüge im Blick? Sprich mit Edith darüber

Marina ist eine KI. Manche Links sind Partnerlinks: DivingDeal kann eine Provision erhalten, ohne Mehrkosten für dich. Die Buchung schließt du mit dem Partner ab.

Setzen Sie Ihre Erkundung fort