Tauchsafaris · Kolumbien
Ferox, hinaus zu Malpelos Haien
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Ferox bietet exklusiven Zugang zum Malpelo-Schutzgebiet, wo jeweils nur ein Schiff zur selben Zeit zugelassen ist.
- Getaucht wird mit zwei Guides für höchstens zwölf Taucher, von Zodiacs aus und meist dreimal täglich.
- Kostenloses Nitrox gehört zur Reise, eine Zertifizierung kann an Bord erworben werden.
- Die Reise verlangt mindestens 50 Tauchgänge, davon 35 im Meer, sowie AOWD oder eine gleichwertige Ausbildung.
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Die Einladung
Die Ferox fährt nicht zu einem Riff, das man nebenbei abhakt. Sie bringt Taucher nach Malpelo, weit hinaus in den Pazifik, an eine Insel, an der Strömungen Großfisch und Haie zusammenführen. Der Zugang ist exklusiv, jeweils nur ein Schiff liegt im Schutzgebiet. Unter Wasser geht es um Hammerhaie, Seidenhaie, Galápagoshaie, Walhaie und große Schwärme, nicht um künstlich angelockte Tiere. Shark-Feeding wird ausdrücklich nicht unterstützt. Wer eine Reise sucht, bei der die Begegnung mit wilden Tieren wichtiger ist als ein dichtes Unterhaltungsprogramm, findet hier den richtigen Grund einzusteigen. Die Ferox ist dabei die Plattform für eine anspruchsvolle Expedition, nicht das Ziel selbst.
An Bord gehen
Beim Einsteigen wirkt die Ferox wie ein Arbeitsboot, das für lange Tage auf See gebaut wurde. Der Stahlrumpf und die klare Aufteilung passen zu einer Reise, bei der Tauchgänge wichtiger sind als polierte Hoteloptik. Die Renovierung 2017 hat dem Schiff die nötige Auffrischung gegeben, ohne seinen zweckmäßigen Charakter zu verwischen. Vom Kai geht es in einen klimatisierten Salon, auf das Sonnendeck und weiter zum Tauchbereich, wo sich der Tag tatsächlich entscheidet. Zwei Zodiacs und ein weiteres Beiboot halten die Wege zwischen Schiff und Tauchplatz kurz. Die Ferox ist kein Schiff für Menschen, die auf WLAN oder große Rückzugsräume angewiesen sind. Sie passt zu Tauchern, die nach dem Einchecken möglichst schnell wissen wollen, wo die Flaschen stehen und wann es ins Wasser geht.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord entsteht nicht aus einem Animationsprogramm, sondern aus der gemeinsamen Aufgabe, Malpelo sicher und ohne Umwege zu betauchen. Bei höchstens zwölf Tauchern kennt man nach kurzer Zeit die Gesichter, die Flaschen und die bevorzugten Plätze im Salon. Die Crew führt durch Kabinen, Gemeinschaftsbereiche und Tagesablauf, die Guides bleiben beim eigentlichen Grund der Reise: Strömung lesen, Gruppen ordnen, Tiere beobachten. Abends geht es eher um den gerade gesehenen Hammerhai als um laute Unterhaltung. Die Betreiber tauchen seit Jahren in Malpelo und verzichten auf Shark-Feeding, weil die Nahrungskette nicht verändert werden soll. Das gibt der Reise eine klare Haltung. Man kommt hierher, um wilde Tiere unter ihren Bedingungen zu sehen.
Die Tauchplätze
Aquamarina führt in Strömungen vor Malpelo bis maximal -35 m. Dort sucht man Hammerhaie und Seidenhaie, dazu können Mantas und Sériole erscheinen. David liegt an einer exponierten Granitnadel an der Tiefseekante und reicht bis maximal -45 m. Großfischschwärme, Thunfische und pelagische Haie ziehen an dieser Kante vorbei. La Catedral führt bis maximal -40 m in das Innere eines versunkenen Pinnacles. In seinen Kammern stehen Fischschwärme, während draußen Haie patrouillieren; dort liegen auch die Chancen auf Thun, Hummer und Jacks. Los Tres Mosqueteros verbindet drei vulkanische Unterwasserberge und reicht bis maximal -35 m. In der Strömung ziehen Hammerhaie und Seidenhaie durch das offene Wasser. Die Malpelo-Routen dauern je nach Programm 10 Tage und 9 Nächte mit 6 Tauchtagen bis 14 Tage und 13 Nächte mit 10 Tauchtagen.
Routen, Termine und Preise
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Termine und Preise von Divebooker, aktualisiert am 24. Oktober 2026
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route gehören Weißspitzenriffhaie und Hammerhaie zu den Tieren, die an allen vier beschriebenen Plätzen gemeldet werden. Walhaie sind an drei Plätzen möglich, aber keine Begegnung lässt sich bestellen. Die Strömung an Aquamarina bringt Nährstoffe und Großtiere zusammen, dort kann neben Haien auch ein Manta oder eine Sériole auftauchen. La Catedral lohnt sich zusätzlich wegen ihrer geschützten Kammern: Thun, Hummer und Jacks sind dort die besonderen Funde dieser Route. David setzt auf die Kante zur Tiefsee, Los Tres Mosqueteros auf Haie im freien Wasser. In den Monaten November bis April steigen die Chancen auf große Hammerhaischwärme. Zwischen Mai und Oktober werden eher Seidenhaie, Galápagoshaie und Walhaie in Gruppen beobachtet, auch Mantas sind dann möglich.
Die, die euch ins Wasser bringen
Auf zwölf Taucher kommen zwei Guides, also höchstens sechs Taucher pro Tauchgruppe. Die Guides sprechen Englisch und Spanisch und bringen langjährige Erfahrung mit Malpelo mit. Vor dem ersten Tauchgang stehen Briefing und Navigationstag, danach wird die Gruppe für die Zodiac-Fahrten und die jeweiligen Plätze organisiert. Erwartet werden mindestens 50 eingetragene Tauchgänge, davon 35 im Meer, dazu AOWD oder eine gleichwertige Qualifikation. Erfahrung mit Strömung ist für diese Reise nicht nur ein schöner Zusatz, sondern gehört zur sinnvollen Vorbereitung. Die Ferox ist für erfahrene Sporttaucher ausgelegt, nicht für den ersten Tauchurlaub. Die Navigation und Sicherheit an Bord sind umfassend organisiert, die Bedingungen unter Wasser bleiben trotzdem die eines offenen Pazifiks.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf Zodiac-Tauchgänge ausgelegt, nicht auf den direkten Sprung vom großen Schiff. Für die Füllungen stehen ein Nuvair-26-Kompressor und eine Nuvair-LP420-Nitroxmembran bereit. Nitrox ist für alle Taucher kostenlos, die erforderliche Zertifizierung kann an Bord erworben werden. Die beiden AVON SR 6 und das Delta bringen die Gruppen zu den jeweiligen Einstiegsstellen und holen sie dort wieder ab. Die Zodiacs nehmen gewöhnlich höchstens sechs Taucher plus Betreuung mit, dadurch bleibt der Transfer überschaubar. Leihausrüstung ist gegen Aufpreis erhältlich. Technisches Tauchen gehört nicht zum Konzept der Ferox. Für die langen Tage an Malpelo zählt deshalb vor allem ein sauber vorbereiteter eigener Satz Ausrüstung und ein sicherer Umgang mit Strömung.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Sonnendeck, Innensalon und die Bar. Wer Schatten braucht, zieht sich in den klimatisierten Salon zurück; wer die Oberfläche beobachten will, bleibt draußen und lässt Ausrüstung und Gedanken trocknen. Bei den Überfahrten nach Malpelo und zurück nach Buenaventura gibt es mehr Zeit zum Lesen, Schlafen oder für Gespräche als während der Tauchtage. Audio- und Video-Unterhaltung ist vorhanden, WLAN nicht. Das Schiff bietet keine große Auswahl an Rückzugsorten, aber die Wege sind kurz. Nach dem Ausstieg aus dem Zodiac landet man schnell wieder bei den anderen, mit Salz auf der Haut und dem Tauchgang noch im Kopf.
Ein Tag an Bord
Nach dem Transfer auf die Ferox folgt zunächst ein Navigationstag mit Briefing. Sobald Malpelo erreicht ist, beginnt der eigentliche Tauchrhythmus: An den regulären Tauchtagen stehen drei Tauchgänge auf dem Programm, am letzten Tauchtag zwei am Vormittag. Dazwischen geht es zurück zum Schiff, Ausrüstung versorgen, etwas essen, duschen und wieder zum Zodiac. Die Mahlzeiten werden in diesen kurzen Pausen als Buffet bereitgestellt, Snacks bleiben über den Tag verfügbar. Nach dem letzten Tauchgang bleibt Zeit für Logbuch, Gespräche oder einen Platz auf dem Sonnendeck. Danach setzt das Schiff zur Rückfahrt nach Buenaventura an. Der Tag ist nicht nach Uhrzeiten gebaut, sondern nach Briefing, Zodiac, Wasser, Rückkehr und dem nächsten Einstieg.
Was man an Bord isst
An Bord wird westlich und kolumbianisch gekocht, als Buffet und mit Snacks über den Tag. Auf dem Teller landen Fleisch, Geflügel oder Meeresfrüchte mit Reis und Salat, dazu natürliche Säfte und typische Desserts. Vegetarische und vegane Gerichte mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Reis, Pasta und Knollen sind möglich, wenn sie vorher angekündigt werden. Softdrinks und andere alkoholfreie Getränke gehören ebenso dazu wie die Mahlzeiten, Alkohol nicht. Der Esstisch ist bei dieser Reise kein langer Restaurantabend. Er liegt zwischen Rückkehr vom Tauchgang, Duschen, Logbuch und dem nächsten Briefing. Genau deshalb funktioniert ein Buffet gut: Man nimmt sich, was man braucht, isst in Ruhe und verschwindet wieder an Deck, bevor die nächste Gruppe zum Zodiac geht.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringen die Gäste in Einzelkabinen, Queen-Kabinen für zwei Personen oder Full-Kabinen für eine Person. Die Betten sind klar bemessen, jede Kabine hat eine individuell regelbare Klimaanlage, ein Bullauge und ein eigenes Bad mit warmem Wasser. Auf dem Hauptdeck liegt das Bullauge höher im Schiff, die unteren Kabinen liegen näher am Rumpf und damit näher am Arbeitsbereich der Ferox. Viel Platz zum Ausbreiten darf man nicht erwarten, dafür bleibt die Kabine überschaubar und leicht zu ordnen. Nach einem Tauchtag zählen eine trockene Koje, kühle Luft und eine warme Dusche mehr als Dekoration. In den Kabinen gibt es kein WLAN. Dafür beginnt die Nacht dort, wo der Pazifik gegen den Rumpf arbeitet und der nächste Tauchgang schon im Kopf liegt.
Einzelkabine Portside
Einzelkabine A
Doppel Queen
Kabine Full
Einzelkabine Starboard Side
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Expedition beginnt in Cali und endet dort wieder. Vom Flughafen Cali geht es zum Hotel, anschließend per Landtransfer nach Buenaventura, dem Abfahrtshafen; die Rückfahrt nach Cali und der Flughafentransfer sind für ausländische Gäste eingeschlossen. Die zweieinhalbstündige Strecke zwischen Cali und Buenaventura gehört zur Reiseorganisation. Wer einen Tag vor der Expedition in Cali ankommt, gibt sich Spielraum für den Transfer zum Schiff.
Was das Schiff für den Ozean tut
Malpelo Tours unterstützt mit jedem teilnehmenden Taucher die Biodiversity Conservation Colombia Foundation, die sich für den Schutz der Haie von Malpelo einsetzt. Die Betreiber lehnen Shark-Feeding ab, damit die natürliche Nahrungskette nicht verändert wird.
- Baujahr
- 1991
- Jahr der Renovierung
- 2017
- Länge
- 32 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 12
- Anzahl Kabinen
- 10
- Motoren
- 2 × SCANIA DS11 57M22U mit 230 kW / 308 PS bei 1800 U/min
- Beiboote
- 2 AVON SR 6 und 1 DELTA
- Webseite
- malpelotours.com ↗
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