Tauchsafaris · Kolumbien
Vivax, Malpelo auf Tuchfühlung mit dem Großfisch
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Vivax fährt exklusiv nach Malpelo, wo jeweils nur ein Schiff im Schutzgebiet zugelassen ist.
- An Bord taucht man mit kostenlosem Nitrox und zwei erfahrenen Guides für bis zu zwölf Taucher.
- Die Route führt zu exponierten Felsnadeln und Strömungsplätzen mit Hammerhaien, Seidenhaien und Walhaien.
- Das Schiff wurde 1991 gebaut und 2024 renoviert.
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Die Einladung
Die Vivax ist für Taucher gedacht, die Malpelo nicht als Zwischenstopp, sondern als Hauptziel der Reise sehen. Der entscheidende Vorteil liegt nicht in einer langen Liste von Annehmlichkeiten, sondern im Zugang zu einem Schutzgebiet, in dem immer nur ein Schiff zur selben Zeit unterwegs sein darf. Dadurch bleibt der Tauchbetrieb auf wenige Menschen konzentriert, während unter Wasser Strömungen, Felsnadeln und pelagische Haie den Ton angeben. Wer nach ruhigen Korallenriffen, kurzen Wegen und viel Landprogramm sucht, ist hier falsch. Wer Hammerhaie im offenen Wasser beobachten, mit Walhaien rechnen und mehrere Tage an denselben anspruchsvollen Plätzen tauchen möchte, findet auf der Vivax den passenden Rahmen. Kostenloses Nitrox gehört dazu. Die Reise richtet sich an Taucher mit mindestens 50 Tauchgängen und AOWD oder einer gleichwertigen Ausbildung.
An Bord gehen
Die Vivax ist kein Neubau, sondern ein Arbeitsschiff mit Geschichte. Der Stahlrumpf stammt aus dem Jahr 1991, die Renovierung von 2024 bringt das Schiff wieder auf einen zeitgemäßen Stand. An Bord bewegt man sich zwischen Tauchbetrieb, überdachtem Salon und Sonnendeck, ohne die Weite eines großen Kreuzfahrtschiffs. Genau das passt zu Malpelo: wenig Ablenkung, klare Wege und der Blick auf ein Ziel, das weit draußen im Pazifik liegt. Im Salon kann die Gruppe die Überfahrt und die Briefings gemeinsam verbringen, draußen bleibt Platz für die Stunden zwischen den Tauchgängen. WLAN gibt es nicht. Die Reise beginnt mit der langen Anfahrt von Cali nach Buenaventura, danach übernimmt das Meer. Erst wenn die Vivax ablegt, wird aus dem Transfer eine Expedition.
Die Stimmung an Bord
Die Vivax bringt eine kleine Gruppe zusammen, die denselben Grund für die lange Anreise hat: Malpelo unter Wasser zu sehen. Die Guides kennen das Gebiet seit mehr als zehn Jahren und bleiben nicht nur beim Briefing wichtig. Sie ordnen die Tauchgänge, beobachten die Bedingungen und helfen dabei, aus Begegnungen mit pelagischen Tieren keine hektische Verfolgung zu machen. An Bord wird Shark Feeding ausdrücklich nicht unterstützt. Das schützt die natürliche Nahrungskette und hält die Begegnung mit den Haien so wild, wie sie sein sollte. Die Bordsprache ist Englisch. Nach mehreren Tauchgängen pro Tag wird die Gruppe schnell vertraut, nicht durch Animation, sondern durch denselben Blick ins Blau und dieselben Fragen nach dem Auftauchen.
Die Tauchplätze
Aquamarina führt bis auf -35 m in Strömungen, in denen Hammerhaie und Seidenhaie den Ruf Malpelos als Haiparadies begründen. An David, einer exponierten Granitnadel vor Malpelo, reicht der Tauchgang bis auf -45 m. Dort liegen Großfischschwärme und pelagische Haie an der Kante zur Tiefsee. La Catedral geht bis auf -40 m und führt in das Innere eines versunkenen Pinnacles. In seinen Kammern stehen große Fischschwärme, während Haie außen patrouillieren. Los Tres Mosqueteros reicht bis auf -35 m und umrundet drei vulkanische Unterwasserberge, an denen Hammerhaie und Seidenhaie im offenen Wasser ziehen. Die aufgeführten Reisen starten und enden in Cali. Je nach Abfahrt dauern sie 10 bis 14 Tage und umfassen 6 bis 8 Tauchtage, mit dem Landtransfer zwischen Cali und Buenaventura.
Routen, Termine und Preise
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Termine und Preise von Divebooker, aktualisiert am 24. Oktober 2026
Was man unter Wasser trifft
Hammerhaie und Weißspitzenriffhaie gehören auf dieser Route zu den Begegnungen, die sich an allen vier beschriebenen Plätzen wiederholen können. Walhaie sind an Aquamarina, David und Los Tres Mosqueteros verzeichnet. Die Strömungen bringen an diesen offenen Felsformationen viel Wasser und damit große Tiere an die Kanten. Wer gezielt nach einer besonderen Begegnung sucht, findet sie an einzelnen Plätzen: An Aquamarina können Mantarochen und Bernsteinmakrelen auftauchen. La Catedral ist der Platz für Thunfisch, Hummer und Jacks, zusätzlich zu den Haien außerhalb des Pinnacles. An David kommen neben Hammerhaien und Seidenhaien auch Galapagoshaie, Hundszahn-Thunfische und Gelbflossen-Thunfische in Betracht. Malpelo liefert keine kontrollierte Tierbeobachtung. Man setzt sich in die Strömung und wartet, was aus dem Blau kommt.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchorganisation ist auf zwei Guides für zwölf Taucher ausgelegt. Die Crew spricht Englisch, die Guides bringen mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Malpelo mit. Voraussetzung sind mindestens 50 Tauchgänge sowie AOWD oder eine gleichwertige Zertifizierung. Das ist sinnvoll, denn die Route führt an exponierte Felsnadeln und in Strömungen, wo ein Taucher seine Tarierung, Abstandskontrolle und Reaktion selbst beherrschen muss. Die Briefings erklären den jeweiligen Platz und die Bedingungen, bevor die Gruppen vom Beiboot aus ins Wasser gehen. An Bord ist vollständige Sicherheitsausrüstung vorgesehen. Der Ablauf bleibt klar: Briefing, Ausstieg über das Beiboot, Tauchgang, Rückholung und Nachbesprechung, bevor die nächste Wasserzeit beginnt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf mehrere Tauchgänge pro Tag und die Bedingungen von Malpelo ausgelegt. Zwei Coltri-Kompressoren mit jeweils 13,5 hp versorgen die Flaschen. Nitrox wird über einen Nitrox-Generator und ein Kaskadensystem hergestellt und ist für Taucher kostenlos. Gegen Aufpreis stehen 15-Liter-Flaschen zur Verfügung. Die Vivax führt zwei Norsafe-Magnum-Boote mit jeweils 8,5 m Länge und Yamaha-Außenbordmotor mit 250 hp mit. Diese Beiboote bringen die Taucher zu den Plätzen und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf, statt das Mutterschiff an jede Felsnadel manövrieren zu müssen. Leihausrüstung ist möglich und wird separat berechnet, darunter Komplettausrüstung, Atemregler, Tarierjacket, 5-mm-Anzug, Flossen, Maske, Tauchcomputer und Lampe. Technisches Tauchen wird nicht angeboten.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben an Bord auf Sonnendeck und Salon. Wer Wärme und Weite sucht, bleibt draußen; wer Schatten oder Ruhe braucht, zieht sich nach drinnen zurück. Die Überfahrt nach Malpelo und der Navigationstag geben Zeit, die Ausrüstung zu sortieren, Fotos zu sichern oder einfach den Pazifik vorbeiziehen zu lassen. Viel mehr braucht es auf dieser Reise nicht. Nach dem Ausstieg wird gegessen, getrunken, geruht und das nächste Briefing abgewartet. Das Sonnendeck ist dabei kein Programmpunkt, sondern der Ort, an dem man zwischen zwei Wasserzeiten wieder trocken wird.
Ein Tag an Bord
Der Reisetag beginnt mit Briefing und Navigation, bevor die Vivax Malpelo erreicht. An den eigentlichen Tauchtagen liegen die Wasserzeiten dicht beieinander: Von Tag 4 bis Tag 8 sind drei Tauchgänge pro Tag vorgesehen. Dazwischen folgen Essen, Trinken, Ausruhen und die Vorbereitung auf den nächsten Einstieg. Am letzten Tauchtag stehen zwei Tauchgänge am Morgen an, danach verlässt das Schiff Malpelo in Richtung Buenaventura. Der genaue Bordrhythmus richtet sich nach den Bedingungen und den Tauchplätzen, nicht nach einer starren Uhr. Während der Überfahrt bleibt Zeit für den Salon oder das Sonnendeck. Nach dem Abendessen ist der Tag meist durch die Tauchgänge bereits vollständig erzählt.
Was man an Bord isst
An Bord sind alle Mahlzeiten, Getränke ohne Alkohol und Snacks eingeschlossen. Gegessen wird zwischen den Tauchgängen und während der Fahrt, sodass niemand nach dem Ausstieg lange auf eine Mahlzeit warten muss. Die Küche begleitet den Tauchplan, statt ihn zu unterbrechen: erst zurückkommen, ausrüstungstechnisch wieder klar werden, dann essen und die nächste Wasserzeit vorbereiten. Bei mehreren Tauchgängen am Tag ist dieser einfache Ablauf wichtiger als eine lange Speisekarte. Abends sitzt die Gruppe wieder zusammen, bevor der nächste Tag mit Briefing, Strömung und Großfisch beginnt.
Die Nächte auf See
Die Kabinen sind auf eine Tauchreise ausgelegt, nicht auf einen Hotelaufenthalt. Einzelkabinen liegen auf dem Haupt- oder Unterdeck, dazu kommen Unterdeckkabinen mit breiterem Bett für Einzelreisende und Queen-Kabinen für zwei Personen. Jede Kabine hat eine individuell regelbare Klimaanlage, Tageslicht durch ein oder mehrere Bullaugen sowie ein eigenes Bad mit warmem Wasser. Die Betten reichen von 2 m x 0,80 m in den Einzelkabinen bis 2 m x 1,60 m in den Queen-Kabinen. Nach einem langen Tauchtag zählt vor allem, dass man die Tür schließen, duschen und die nasse Ausrüstung aus dem Kopf bekommen kann. Das Unterdeck liegt näher am Maschinenraum als ein Hotelzimmer an Land, während die Hauptdeckkabinen leichter erreichbar sind. In den Kabinen gibt es kein WLAN.
Einzelkabine Starboard, Hauptdeck
Einzelkabine A
Einzelkabine B
Kabine Full (Port und Starboard)
Doppel Queen
Einzelkabine Portside
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reise beginnt und endet in Cali. Vom Flughafen in Cali geht es inklusive Transfer zum Hotel, anschließend dauert die Fahrt von Cali nach Buenaventura ungefähr zweieinhalb Stunden. Nach der Rückkehr nach Buenaventura bringt ein Transfer die Reisenden wieder nach Cali und später zurück zum Flughafen. Zwei Hotelnächte in Cali, eine vor und eine nach der Expedition, gehören zum Ablauf. Wer kann, reist einen Tag vorher an, damit Flugverspätungen nicht den Transfer zum Schiff gefährden.
- Baujahr
- 1991
- Jahr der Renovierung
- 2024
- Länge
- 32 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 8
- Anzahl Kabinen
- 4
- Motoren
- Scania DS 11 mit 70 kW und Perkins-Generator mit 40 kW
- Beiboote
- 2 Norsafe-Magnum-Boote von 8,5 m mit Yamaha-Außenbordmotoren mit 250 PS
- Webseite
- malpelotours.com ↗
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