Socorro · Mexiko · Amerika
Max. Tiefe · 40 mRoca Partida Socorro: Pelagisches Wandtauchen im Revillagigedo-Archipel
Ein isolierter vulkanischer Pinakel, der als Treffpunkt für Hammerhaie und Riesen-Mantas im offenen Pazifik dient.
Was diesen Tauchplatz besonders macht
- Hammerhaie (Sphyrna lewini) in Gruppen
- Riesen-Mantas in der Strömung
- Steile vertikale Wände bis 40 Meter
- Hohe Dichte an pelagischen Arten
- Walhaie und Buckelwale saisonal präsent
Roca Partida der Tauchplatz im Überblick
Roca Partida ist ein kleiner, vulkanischer Pinkel, der isoliert im offenen Pazifik steht und etwa 30 bis 40 Meter über die Wasseroberfläche ragt. Dieser steile Fels bildet eine schmale, vertikale Struktur, deren Wände fast ohne sanfte Hänge direkt in die Tiefe stürzen. Die Geographie des Platzes ist durch eine extreme vertikale Struktur geprägt, die den Felsen zu einer ozeanischen Oase macht. Er fungiert als strategischer Ruhepunkt und Nährstoffquelle für große pelagische Arten, die den Pinkel als Rastplatz nutzen. Da kein Zugang vom Land aus möglich ist, erfolgt der Zugang ausschließlich über Liveaboard-Boote, wobei die Tauchgänge oft durch einen Abstieg im freien Wasser oder einen negativen Einstieg eingeleitet werden.
Das Tauchprofil beginnt in flacheren Bereichen um 10 bis 15 Meter, wo sich einige schmale Absätze und Terrassen befinden. Von dort aus fallen die Wände über weitere Ebenen bis auf etwa 30 bis 40 Meter ab, bevor sie schließlich in das endlose Blau des offenen Ozeans übergehen. Diese Terrassen bieten gelegentlich Schutz vor der Strömung, sind aber Teil eines insgesamt sehr steilen Profils. Die Topographie zwingt den Taucher dazu, sich eng an der Struktur zu orientieren, um die Orientierung im offenen Ozean nicht zu verlieren. Die vertikale Beschaffenheit sorgt dafür, dass man ständig zwischen verschiedenen Tiefenzonen mit unterschiedlicher Lichtintensität wechselt.
Die Strömung an Roca Partida ist eine der prägenden Bedingungen während eines Tauchgangs. Sie ist oft stark und wechselt ihre Richtung, da sie sich um den Felsen herumwindet und so unvorhersehbare Turbulenzen erzeugt. Besonders durch Gezeitenwechsel oder windbedingte Effekte können starke Abwärtsströmungen auftreten, die eine präzise Tarierung und Kontrolle erfordern. Man muss mit Drift-Tauchgängen entlang der Wänden rechnen, bei denen man sich der Dynamik des Wassers aussetzen muss. Diese Variabilität macht den Platz zu einer Herausforderung für die Navigation und die Gasplanung.
Die Sichtweite ist an diesem Standort hervorragend und liegt typischerweise zwischen 15 und 50 Metern. In den klaren Wasserschichten des Pazifiks ist die Sicht oft so weit, dass man die Strukturen des Pinkels bereits aus großer Entfernung wahrnimmt. Dies begünstigt die Begegnung mit pelagischen Arten, die oft schon weit außerhalb der direkten Wandstrukturen kreisen. Die hohe Sichtweite ist eine Grundvoraussetzung, um die Dynamik zwischen dem Felsen und dem offenen Blau voll zu erfassen.
Die Fauna an Roca Partida wird von großen pelagischen Arten dominiert, die den Pinkel als Treffpunkt nutzen. Zu den häufigsten Begegnungen gehören Hammerhaie (Sphyrna lewini), die oft in Gruppen über dem Gipfel kreisen. Ebenso sind Siljenhaie, Galápagos-Haie, Silbertip-Haie und Weißspitzen-Riffhaie in den tieferen Zonen präsent. Auch Walhaie und Riesen-Mantas ziehen durch diese Region und nutzen die Upwelling-Effekte des Pinkels, die nährstoffreiches Wasser nach oben transportieren.
Neben den Haien ist die Vielfalt der pelagischen Fische bemerkenswert. Man begegnet gelben Thunfischen (Thunnus$), Wahoos und verschiedenen Arten von Jacks, die in den Strömungen operieren. Auch Buckelwale und Große Buckeldelfine sind in dieser Region präsent, besonders wenn sie den Pinkel als Orientierungshilfe nutzen. Die Kombination aus den großen Räubern und den schnellen Fischschwärmen sorgt für ein extrem dynamisches Unterwassererlebnis, das stark von der Meeresströmung abhängt.
Die Saison spielt eine entscheidende Rolle für die Art der Begegnungen, die du hier erleben kannst. Von November bis Mai herrscht die beste Zeit, da die See ruhiger ist und die Wahrscheinlichkeit für Begegnungen mit Walhaien, Riesen-Mantas und Buckelwalen deutlich steigt. In diesen Monaten bietet die stabilere Wetterlage eine sicherere Basis für die oft schwierigen Bedingungen am Pinkel. Ein Tauchgang bei Roca Partida ist somit stark von der Wahl des Zeitfensters und den aktuellen meteorologischen Bedingungen abhängig.
Ein entscheidender Unterschied zu anderen Tauchplätzen in der Region ist die extreme Isolation und die Konzentration der Fauna auf eine so kleine Struktur. Während vieleriffe eher aus ausgedehnten Riffstrukturen bestehen, ist Roca Partida ein punktueller Anziehungspunkt im Nichts. Die Dichte an großen Raubfischen und die Unmittelbarkeit der Begegnungen im offenen Blau machen diesen Ort zu einem spezialisierten Ziel für Taucher, die gezielt die pelagische Welt suchen.
Tauchen in Roca Partida: die Unterwasserwelt
Tauchbedingungen
Die Tiefe reicht von 10 bis 40 Metern. Erforderlich ist ein fortgeschrittenes Level (Advanced Open Water), wobei Erfahrung mit starken Strömungen und Blue-Water-Tauchgängen (idealerweise mindestens 50 geloggte Tauchgänge) dringend empfohlen wird. Die Strömung ist oft stark und unberechenbar, mit möglichem Auftreten von Abwärtsströmungen. Die Sichtweite liegt zwischen 15 und 50 Metern. Die beste Zeit ist von November bis Mai.
Drei unverzichtbare Tauchgänge
Karte der Tauchplätze in Socorro
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8 Tauchsafari-Boote fahren nach Socorro.

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