Tauchsafaris · Philippinen
Resolute – alter Arbeitstrawler, starke Tauchbasis
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Resolute war früher ein sowjetischer Spionagetrawler und fährt heute als philippinisches Tauchsafarischiff.
- Die Apo-Reef-Coron-Route dauert 7 Tage und 6 Nächte und umfasst 17 geplante Tauchgänge.
- Die acht klimatisierten Kabinen liegen auf dem Unterdeck und haben jeweils ein eigenes Bad mit Bullauge.
- Apo Reef, die Wracks von Coron und Makroplätze wie Buceo Point bringen Großfisch, Geschichte und Kleintiere in eine Reise.
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Die Einladung
Die Resolute ist kein Neubau und will auch keiner sein. Sie trägt die Geschichte eines ehemaligen sowjetischen Spionagetrawlers aus dem Jahr 1974, wurde 1998 zum Tauchsafarischiff umgebaut und fährt seit Jahren philippinische Routen. Wer an Bord geht, sucht weniger Design als Zugang: morgens direkt an die Riffe, tagsüber mehrere Tauchgänge, dazwischen Schatten, Essen und ein Platz für die Kamera. Die Apo-Reef-Coron-Reise verbindet das offene Riff mit den Wracks und Höhlen von Coron. Das ist der Reiz dieser Kombination. Unter Wasser wechseln pelagische Begegnungen, steile Riffkanten, Schiffswracks und Makroleben; an Bord sorgt eine Crew, die von Reisenden besonders für Sicherheit, Service und Ortskenntnis geschätzt wird, dafür, dass der ältere Rumpf nicht zum Hauptthema der Woche wird.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Resolute wie ein Schiff mit einem langen ersten Leben, nicht wie ein schwimmendes Hotel. Die frühere Arbeitsschiff-Herkunft erklärt die klare, zweckmäßige Aufteilung: Man bewegt sich an Bord, um zu tauchen, zu essen, zu schlafen und wieder auf das Achterdeck zu kommen. Der Innenraum bietet Salon, Bibliothek und verschiedene Sitzbereiche, sodass sich die Gruppe nicht auf einen einzigen Tisch zusammendrängen muss. Draußen gibt es einen Essplatz und einen schattigen Bereich für die Tauchpausen. Farbe und Glanz sind hier weniger wichtig als Funktion. Genau darin liegt die faire Einordnung: Das Schiff wird mit 7,5 schwächer bewertet als Crew, Verpflegung und Tauchen. Wer einen makellosen Neubau erwartet, sollte das wissen. Wer ein Schiff sucht, dessen Räume auf eine Tauchwoche zugeschnitten sind, bekommt dafür eine bewährte Plattform mit eigener Geschichte.
Die Stimmung an Bord
Die Resolute lebt von ihrer Crew. Reisende bewerten sie mit 9,1, das Tauchen mit 8,9 und die Verpflegung mit 9,4; diese Reihenfolge erklärt den Charakter des Schiffs besser als jedes Hochglanzwort. Die Crew bleibt nicht nur beim Ein- und Aussteigen sichtbar. Sie hilft beim Ablauf auf dem Tauchdeck, achtet auf sichere Briefings und findet Lösungen, wenn unterwegs etwas kaputtgeht. Selbst eine beschädigte Jetfin wurde schon an Bord repariert. Nach einigen Tagen kennt man die Handgriffe der anderen, weiß, wer früh Kaffee braucht und wer nach dem Tauchgang zuerst die Kamera spült. Abends bleibt die Stimmung informell. Man sitzt zusammen, spricht über den letzten Tauchgang und plant den nächsten, ohne dass das Schiff eine künstliche Abendunterhaltung liefern muss. Wer eine aufmerksame, praktische Crew höher bewertet als neuen Lack, wird sich hier wahrscheinlich wohlfühlen.
Die Tauchplätze
Die 7-tägige Route führt von Anilao in Batangas nach Apo Reef und weiter nach Coron, bevor sie wieder in Anilao endet. Apo Reef ist der große Auftakt: Steilwände bis -40 m treffen auf Schildkröten, Riffhaie, Rochen, Zackenbarsche und Schwärme. In Coron folgen Wracks und besondere Unterwasserlandschaften. Barracuda Lake reicht bis -40 m und trennt warmes und kühleres Wasser in Schichten. Die Akitsushima liegt bis -38 m, die Kogyo Maru bis -36 m, die Kyokuzan Maru bis -42 m und die Irako bis -45 m. Die Okikawa Maru endet bei -26 m, die Olympia Maru bei -30 m. Für flachere Tauchgänge sorgen die Lusong Gunboat mit -12 m und Twin Peaks mit -25 m. Cathedral Cave reicht bis -30 m. Buceo Point liegt bei -20 m und ist vor allem nachts ein Makroplatz; Verde Island erreicht -38 m, der Drop-off -30 m. Die genaue Auswahl hängt von Wetter, Gezeiten und Strömung ab.

Apo Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Barracuda Lake →
Max. Tiefe · 40 m

Akitsushima →
Max. Tiefe · 38 m

Kogyo Maru →
Max. Tiefe · 36 m

Kyokuzan Maru →
Max. Tiefe · 42 m

Irako →
Max. Tiefe · 45 m

Okikawa Maru →
Max. Tiefe · 26 m

Olympia Maru →
Max. Tiefe · 30 m

Lusong Gunboat →
Max. Tiefe · 12 m

Twin Peaks →
Max. Tiefe · 25 m

Cathedral Cave →
Max. Tiefe · 30 m

Buceo Point →
Max. Tiefe · 20 m

Verde Island →
Max. Tiefe · 38 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem an mehreren Plätzen Nacktschnecken, Skorpionfische und Schnapper. Das sind die Tiere, die auch dann einen Tauchgang tragen, wenn kein Großfisch vorbeikommt. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen woanders: Im Barracuda Lake sucht man den Barrakuda in der ungewöhnlichen Wasserschichtung; Apo Reef bietet die Chance auf Zackenbarsche, Mantarochen, Riffhaie und Kalmare. Verde Island ist der Platz für Napoleons, Walhaie und Anemonen, während der Verde Island Drop-off mit Drückerfischen, Thunfisch, Schnappern und Seeschlangen lockt. Bei Twin Peaks können Meeresschildkröten zwischen den Korallengärten stehen. Buceo Point ist der Makroabend mit Fetzenfischen, Seepferdchen, Nacktschnecken, Krabben und Oktopussen. Die Lusong Gunboat zeigt Hartkorallen auf einem flachen Wrack. Was davon auftaucht, entscheidet der Tauchplatz an diesem Tag, nicht das Versprechen einer Liste.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchguides sprechen Englisch und führen die Gruppen durch die täglichen Tauchgänge. Reisende beschreiben die Briefings und das Verhalten der DMs als sicherheitsbewusst und rücksichtsvoll; die Aufteilung erfolgt in Tauchgruppen und wird durch die Beiboote unterstützt. Eine feste Zahl von Guides pro Gruppe oder einzelne Qualifikationen werden nicht genannt. An Bord werden Zertifizierungs- und Spezialkurse angeboten. Für die Reise braucht jeder Taucher einen Nachweis der Ausbildung und einen eigenen Tauchcomputer. Die Route ist auf 17 geplante, nicht dekompressionspflichtige Tauchgänge ausgelegt und kann sich durch Wetter, Seegang, Gezeiten oder Strömung ändern. Zur Sicherheitsausrüstung gehören medizinischer Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, ein AED, Funk- und Satellitenkommunikation, EPIRB, Rettungsinseln und Schwimmwesten. Der Kapitän fährt bei erheblicher Gefahr für Gäste, Crew oder Schiff nicht weiter.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der eigentliche Mittelpunkt. Zum Standard gehören 12-Liter-Flaschen mit DIN- und Bügelventilen, Luft, Blei, Bleigurte, Reel und Boje; 15-Liter-Flaschen können gemietet werden. Nitrox ist als EAN32 verfügbar und wird gegen Aufpreis angeboten. Für eigenes oder gemietetes Equipment gibt es DIN-Adapter, Spülbecken, eine Plattform, einen schattigen Arbeitsbereich und getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras. Mietbar sind unter anderem Jacket, Atemregler, Tauchcomputer, Neoprenanzug, Maske, Flossen und Füßlinge. Zwei Beiboote mit Außenbordmotoren bringen die Tauchgruppen zu den Plätzen und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen; das spart gerade bei Strömung und größeren Distanzen Kraft. Nach dem Tauchgang stehen Außenduschen bereit. Die Fülltechnik arbeitet mit zwei COLTRI-Kompressoren. Details zu Flaschenmaterial und Nitrox-Mischverfahren sind nicht angegeben.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen findet man auf der Resolute mehrere Rückzugsorte statt nur einer Sitzgruppe. Der schattige Bereich nahe dem Tauchbetrieb ist der praktische Platz für Wasser, Handtuch und kurze Gespräche; wer Abstand braucht, wechselt in den Salon oder nimmt sich ein Buch aus der Bibliothek. Der Außenbereich dient nicht nur dem Essen. Dort lässt sich die Fahrt verfolgen, die Kamera trocknen oder einfach die Zeit bis zum nächsten Briefing verstreichen lassen. Für Fotografen gibt es einen eigenen Bereich und ein separates Spülbecken für Kameras. Das ist wichtiger als Dekoration: Nach einem Tauchgang muss das Gehäuse irgendwo sicher liegen, während die Hände wieder frei werden. Fällt ein Nachmittag ruhiger aus, verteilt sich die Gruppe über diese Bereiche, statt sich im Weg zu stehen.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing, wenn an Deck noch wenig los ist. Danach geht die erste Tauchgruppe ins Wasser, während der Rest frühstückt; weitere Tauchgänge folgen mit Pausen für ein kräftigeres Frühstück, Mittagessen und Snacks. Auf Apo Reef sind an den ersten beiden Tauchtagen jeweils vier Tauchgänge vorgesehen. Beim Wechsel nach Coron liegen vier Tauchgänge an, später zwei Tauchgänge in Calauit und drei in Puerto Galera. Zwischen den Sprüngen ins Wasser fährt das Schiff zum nächsten Gebiet oder bleibt am Platz, während die Taucher essen, schlafen, lesen und ihre Ausrüstung vorbereiten. Die Tauchgänge sind als nicht dekompressionspflichtige Tauchgänge geplant. Ein Nachttauchgang gehört nicht zum beschriebenen Ablauf dieser Route. Am Abend kommt das Essen, dann wird es stiller an Deck. Der nächste Tag beginnt wieder mit dem Briefing.
Was man an Bord isst
Zwei Köche bereiten überwiegend philippinische Küche mit internationalen Einflüssen zu. Serviert wird als Buffet mit fünf bis sechs Gängen: Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte, Suppe, Gemüse sowie frisches Obst und Dessert können sich über die Mahlzeiten verteilen. Auf einen leichten Frühstücksgang folgt ein kräftigeres Frühstück, später kommen Mittagessen, Snacks und Abendessen. Das passt zum Tauchtag besser als ein einzelnes großes Essen am Abend: Zwischen den Tauchgängen landet etwas auf dem Teller, ohne dass die Pause zur langen Restaurantveranstaltung wird. Vegetarische Wünsche und andere Ernährungsanforderungen können berücksichtigt werden, wenn sie vorher mitgeteilt werden. Die Verpflegung gehört zu den stärksten Seiten der Resolute. Das ist auf einer Woche mit mehreren Tauchgängen täglich kein Nebenthema, sondern Teil der Tauchplanung.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Unterdeck und sind klimatisiert. Jede hat ein eigenes Bad, Warmwasser, USB-Anschlüsse und 220-Volt-Steckdosen; Tageslicht kommt durch ein Bullauge. Die regulären Kabinen sind auf das Wesentliche ausgelegt, die Kabinen 7 und 8 sind kleiner. Viel Platz für Hartschalenkoffer darf man nicht erwarten, denn auf einem Tauchsafarischiff teilen sich Ausrüstung, nasse Handtücher und persönliche Dinge dieselbe begrenzte Fläche. Nach dem letzten Tauchgang ist die Kabine deshalb vor allem Rückzugsort: duschen, trockene Kleidung anziehen, die Tür schließen und den Körper für den nächsten Tag ruhigstellen. Wer empfindlich auf Schiffsgeräusche reagiert, sollte die Kabinenlage vor der Buchung klären. Mehr lässt sich aus der Beschreibung nicht ableiten.
Standard-Kabinen
klein (Kabinen 7 & 8)
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Apo-Reef-Coron-Reise startet und endet in Anilao in Batangas. Die Fahrt zum Schiff vom Flughafen Manila oder vom Hotel ist nicht automatisch eingeschlossen; ein Transfer kann arrangiert werden, wenn die Reisedaten rechtzeitig mitgeteilt werden. Wer aus dem Ausland anreist, sollte wegen Verkehr und möglicher Flugverspätungen einen Tag vorher in der Region eintreffen.
Decksplan
- Baujahr
- 1974
- Jahr der Renovierung
- 1998
- Länge
- 34,6 m
- Breite
- 7 m
- Maximale Passagierzahl
- 16
- Anzahl Kabinen
- 8
- Anzahl Badezimmer
- 8
- Reisegeschwindigkeit
- 9,5 Knoten
- Beiboote
- 8,2 m 75 PS Yamaha; 6,4 m 55 PS Yamaha
- Webseite
- dive-resolute.com ↗
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