Tauchsafaris · Philippinen
Solitude One – ein großer Stahlrumpf für lange Tauchreisen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Der 1979 gebaute Stahlrumpf wurde 2013 grundlegend neu aufgebaut und 2023 im Innenbereich aufgefrischt.
- Das Schiff verbindet 24 Plätze mit kleinen Tauchgruppen und einem ausgeprägten Fokus auf persönlichen Service.
- Zwei große Beiboote bringen die Taucher zu den Plätzen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab.
- Für Unterwasserfotografen gibt es einen eigenen Kamerabereich mit separaten Spülbecken, Luft zum Trocknen und Ladestationen.
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Die Einladung
Die Solitude One ist kein Schiff für eine schnelle Runde um ein einzelnes Riff. Sie ist für lange Philippinen-Routen gebaut, auf denen Anilao, Cebu und weitere weit auseinanderliegende Tauchgebiete in einer Reise zusammenkommen. Wer an Bord geht, sucht viele verschiedene Unterwasserwelten: Makroleben am Buceo Point, Steilwände bei Pescador Island, Sardinen bei Panagsama Beach und historische Wracks bei Coron. Dazu kommt ein Schiff, das genug Raum für 24 Gäste bietet, ohne den Tauchbetrieb aus den Augen zu verlieren. Kleine Gruppen und ein Verhältnis von Crew zu Gästen nahe eins verändern den Alltag auf dem Achterdeck. Die Solitude One passt zu Tauchern, die nicht nur eine Unterkunft auf dem Wasser wollen, sondern eine durchorganisierte Basis für lange Tage unter Wasser – mit einer Crew, die sich um die Kleinigkeiten kümmert, bevor sie zu Problemen werden.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Solitude One wie das, was sie einmal war: ein 1979 gebauter Stahlrumpf, der nach einem grundlegenden Wiederaufbau 2013 und einer Auffrischung des Innenbereichs 2023 deutlich mehr Komfort als Frachtergeschichte zeigt. Die Größe fällt zuerst am Achterdeck auf. Dort können mehrere Taucher gleichzeitig ihre Ausrüstung vorbereiten, ohne dass jeder Handgriff sofort zum Ausweichmanöver wird. Innen liegen Salon, Fotobereich und Kabinen aufgeräumt beieinander; außen gibt es Platz zum Sitzen, Essen und Schauen. Der Rumpf trägt seine Jahre nicht als Folklore vor sich her, sondern als solide Grundlage für lange Überfahrten. Wer ein kleines Holzboot mit engem Deck und ständigem Ausweichen erwartet, findet hier das Gegenteil: ein ernsthaftes Tauchschiff mit klar getrennten Bereichen für Leben, Fotografieren und den Weg ins Wasser.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt von einer Crew, die nicht erst beim Problem aufmerksam wird. Gäste beschreiben die Hilfe auf dem Tauchdeck als effizient und vorausschauend, besonders beim Anlegen und Verstauen der Ausrüstung. Dazu kommt eine Küche, die auch bei besonderen Ernährungswünschen sorgfältig arbeitet. Nach einigen Tagen kennt die Crew die üblichen Handgriffe jedes Tauchers: welche Flasche wohin gehört, wer beim Einstieg etwas mehr Zeit braucht und wer nach dem Auftauchen zuerst eine Kamera abspülen will. Mit Englisch und Spanisch kommt man an Bord gut durch den Alltag. Die Bewertungen liegen bei 9,3 für Schiff und Crew, 9,5 für die Verpflegung und 9,4 für das Tauchen. Das Bild ist klar: Die Solitude One gewinnt nicht durch Show, sondern durch einen Ablauf, der den Tauchern Arbeit abnimmt.
Die Tauchplätze
Die verzeichnete Route Anilao–Cebu dauert 11 Tage und 10 Nächte. In Anilao beginnt die Reise mit Verde Island, einem Brennpunkt mariner Artenvielfalt, an dem Thunfische, Fledermausfische, Makrelen und seltene Rifforganismen bis -38 m vorkommen. Buceo Point reicht bis -20 m und ist ein Makroplatz für Anglerfische, Seepferdchen und Geisterpfeifenfische, besonders bei Nachttauchgängen. Vor Cebu wechseln die Bilder: Tongo Point bietet Wandstrukturen und geschützte Makrowelten bis -29 m, Pescador Island dramatische Steilwände und die Unterwasser-Kathedrale bis -40 m. Im Marine Sanctuary liegen Gorgonien und Makroleben bis -35 m; Copton Point verbindet ein künstlich versenktes Flugzeugwrack mit Korallengärten bis -50 m. Tuble Reef führt an Wand, Sandpiste und kleine Grotte bis -30 m. Kasai Point bietet Canyons und Schildkröten bis -37 m, Panagsama Beach den Sardinenschwarm bis -30 m, Talisay Wall vertikale Canyons bis -30 m und White Beach Korallenwände bis -30 m. Sumilon Island ergänzt die Route mit Korallen, Makroleben, Schwarzspitzenhaien und möglichen Walhai-Begegnungen. Die Coron-Plätze Barracuda Lake bis -40 m und Akitsushima bis -38 m führen in geschichtete Gewässer beziehungsweise an den japanischen Flugzeugtender aus dem Zweiten Weltkrieg.

Verde Island →
Max. Tiefe · 38 m

Buceo Point →
Max. Tiefe · 20 m

Tongo Point →
Max. Tiefe · 29 m

Pescador Island →
Max. Tiefe · 40 m

Marine Sanctuary →
Max. Tiefe · 35 m

Copton Point →
Max. Tiefe · 50 m

Tuble Reef →
Max. Tiefe · 30 m

Kasai Point →
Max. Tiefe · 37 m

Canyons →
Max. Tiefe · 35 m

Panagsama Beach →
Max. Tiefe · 30 m

Talisay Wall →
Max. Tiefe · 30 m

White Beach →
Max. Tiefe · 30 m

Sumilon Island →

Barracuda Lake →
Max. Tiefe · 40 m

Akitsushima →
Max. Tiefe · 38 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen Taucher an vielen Plätzen Meeresschildkröten und Nacktschnecken. Thunfische, Geistermuränen, Skorpionfische, Garnelen, Anglerfische und Geisterpfeifenfische tauchen an mehreren Riffen auf; an den geeigneten Wänden und Strömungskanten kommen Barrakudas, Makrelen und Stachelmakrelen dazu. Der Reiz liegt in den Ausnahmen. Verde Island ist der Platz für Anthias und Anemonen und zugleich die einzige verzeichnete Stelle für den Napoleon. Im Marine Sanctuary wird der Zackenbarsch genannt, Pescador Island für den Weißspitzen-Riffhai. White Beach bringt Gartenaale und Chromis, Tongo Point den Fusilier. Buceo Point ist die gezielte Makrosuche: Dort stehen Krabben, Seepferdchen und der Gemeine Krake auf der Liste. Bei Panagsama Beach ist der Sardinenschwarm das Schauspiel; bei Barracuda Lake trennt sich das Wasser in Schichten verschiedener Temperatur und Dichte. Diese Begegnungen sind Möglichkeiten, keine Zusagen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch und Spanisch und ist für Erste Hilfe ausgebildet. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funk, Ortungssysteme und Rettungsmittel gehören zur Sicherheitsausstattung; außerdem gibt es Feueralarm, Feuerlöscher, Rettungsboote und eine EPIRB. Die zwei großen Beiboote unterstützen den Tauchbetrieb, weil sie Taucher an unterschiedlichen Auftauchpunkten aufnehmen können. Angaben zur Zahl der Guides und Tauchlehrer, zu ihren einzelnen Qualifikationen, zur maximalen Größe der Tauchgruppen oder zu einer vorgeschriebenen Mindestzahl an Tauchgängen liegen nicht vor. Auch ein Defibrillator oder ein eigenes Rückrufsystem werden nicht genannt. Klar ist der Rahmen: Die Solitude One ist speziell für Tauchen ausgelegt, nimmt Rebreather- und Sidemount-Taucher auf und bietet Nitrox für zertifizierte Nutzer. Das Briefing- und Gruppensystem bleibt Aufgabe der Crew vor Ort.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf viele parallele Abläufe ausgelegt und bleibt dabei überdacht. Zwei speziell gebaute Glasfaser-Beiboote mit jeweils 11,5 Metern Länge fahren zu den Tauchplätzen. Sie bringen die Taucher vom Schiff ins Wasser und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen – ein wichtiger Unterschied zu einem kleinen Beiboot, das bei jeder Rückkehr zum beweglichen Ziel wird. An Bord gibt es DIN-Adapter, getrennte Spülbecken für Kameras, Druckluft zum Trocknen, einen Kameratisch und ein Digitalstudio mit Computer. Die Füllanlage arbeitet mit drei Bauer-Hochdruckkompressoren und einem zentralen Membransystem für Nitrox. Nitrox wird ausschließlich zertifizierten Tauchern angeboten. Leihausrüstung und Nitrox sind optionale Leistungen. Flaschengröße und Flaschenmaterial sind hier nicht angegeben; daraus sollte niemand Stahl oder Aluminium ableiten.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Salon, Terrasse und die Außenbereiche. Der Salon ist klimatisiert und bietet eine Bibliothek, Audio- und Videounterhaltung sowie einen Fernseher in den Kabinen. Wer nicht fotografiert oder schläft, kann draußen sitzen, lesen, die Fahrstrecke beobachten oder sich an Kayak und Stand-up-Paddleboard versuchen. Für Fotografen liegt der eigentliche Rückzugsort im digitalen Kamerabereich: Dort gibt es Arbeitsfläche, Ladestationen und Platz für die Nachbereitung. Die Solitude One nimmt außerdem Schnorchler und Nichttaucher mit. Das ist hilfreich, wenn nicht alle an Bord denselben Tagesplan haben. Die Pausen bleiben damit echte Pausen – nicht nur die Zeit, in der man darauf wartet, wieder Ausrüstung anzulegen.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Tauchbetrieb und den Briefings der Crew; feste Uhrzeiten werden für diese Route nicht genannt. Dazwischen liegen die Oberflächenpausen, eine Mahlzeit nach der anderen und die Entscheidung, ob man schläft, Bilder sichert oder draußen bleibt. Die fünf Mahlzeiten – leichtes und reichhaltiges Frühstück, Mittagessen, warmer Nachmittagssnack und Abendessen – geben dem Tag seine festen Anker, ohne ihn in einen Stundenplan zu pressen. Während der Überfahrten verschiebt sich der Blick vom Tauchdeck auf die Außenbereiche und die vorbeiziehende Küste. Je nach Planung kommen Tages- und Nachttauchgänge hinzu; ein allgemeiner Ablauf mit festen Zeiten ist nicht angegeben. Genau das gehört zu einer Route, die mehrere Tauchgebiete verbindet: Die Crew richtet den Betrieb nach Platz, Bedingungen und dem Weg zum nächsten Abschnitt aus.
Was man an Bord isst
Die Bordküche plant fünf Mahlzeiten über den Tag: ein leichtes Frühstück, ein reichhaltiges Frühstück, Mittagessen, einen warmen Nachmittagssnack und Abendessen. Die Hauptmahlzeiten werden überwiegend als Buffet serviert, dazu kommen westliche Küche, vegetarische und vegane Optionen sowie Snacks über den ganzen Tag. Nichtalkoholische Getränke, Wasser, Tee und Kaffee gehören zum Bordangebot; Bier und Wein sind erhältlich. Gegessen wird im klimatisierten Salon oder, wenn das Wetter passt, draußen. Ein Barbecue am Strand ist Teil der Reise. Auf einem Tauchschiff ist diese Taktung keine Nebensache: Zwischen den Tauchgängen braucht es etwas Warmes, Verlässliches und schnell Zugängliches. Besonders für Vegetarier ist wichtig, dass die Küche auf individuelle Bedürfnisse eingeht, statt nur Beilagen bereitzustellen.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Hauptdeck und haben große Fenster. Das macht für eine Nacht auf See mehr aus als eine hübsche Beschreibung: Tageslicht kommt herein, und der Blick endet nicht an einer Innenwand. Zur Auswahl stehen Deluxe-Kabinen, Twin- oder Doppelbelegung, Staterooms sowie eine Familienkabine mit vier Plätzen. Jede Kabine hat ein eigenes Bad und eine Klimaanlage. Mehr lässt sich aus den Angaben nicht seriös über Geräusche oder die genaue Lage einzelner Kabinen ableiten. Der entscheidende Punkt ist die Kombination aus privatem Rückzugsort und großzügigen Gemeinschaftsflächen. Nach dem letzten Tauchgang muss niemand dauerhaft in der Kabine bleiben. Wer schlafen will, schließt die Tür; wer noch Bilder sortiert oder den Tag besprechen möchte, geht in den Salon oder auf die Außenbereiche.
Deluxe-Doppelkabine
Deluxe-Einzelkabine (B4)
Deluxe-Zweibettkabinen Doppel
Standard-Vierbettkabine (B8)
Kabinen (A1 & B6)
Einzelkabine (A3)
Kabine (A2)
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die verzeichnete Reise führt von Anilao nach Cebu und dauert 11 Tage und 10 Nächte. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind im Reiseumfang enthalten; die konkreten Abholorte und die Mitteilung der Transferdetails werden vor der Reise organisiert. Für die Anreise ist ein zusätzlicher Tag Puffer sinnvoll, damit Flugverspätungen nicht unmittelbar den Einstieg gefährden. Die Rückkehr erfolgt in Cebu.
Decksplan
- Baujahr
- 1979
- Jahr der Renovierung
- rebuilt 2013
- Länge
- 52 m
- Breite
- 8,6 m
- Maximale Passagierzahl
- 24
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Motoren
- Hauptantrieb 2698 PS / Hilfsantriebsmotor
- Reisegeschwindigkeit
- 8 Knoten
- Beiboote
- 2 × 11,5 m speziell gebaute GFK-Boote (mit zwei 150-PS- oder 200-PS-4-Takt-Außenbordmotoren)
- Webseite
- solitude.world ↗
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