Tauchsafaris · Philippinen
Stella Maris Explorer – Tubbataha mit Charakter
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Ein renovierter Tauchkreuzer mit klimatisierten Innenräumen und zehn Kabinen mit eigenem Bad.
- Bis zu vier Tauchgänge pro Tag an den Riffen von Tubbataha; Nitrox ist für zertifizierte Taucher inklusive.
- Zwei Beiboote bringen kleine Tauchgruppen direkt zu den Einstiegsstellen und holen sie dort wieder ab.
- Das Schiff verbindet zweckmäßige Tauchlogistik mit Sonnendeck, Bar und Jacuzzi.
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Die Einladung
Die Stella Maris Explorer passt zu Tauchern, die Tubbataha nicht aus einem Hotel heraus erreichen wollen, sondern eine Woche lang ganz bei den Riffen bleiben möchten. Der regelmäßige Törn startet und endet in Puerto Princesa und konzentriert sich auf den Tubbataha-Nationalpark. Die achttägige Transition-Route verbindet Anilao mit Puerto Princesa und führt zusätzlich zu Apo Reef und Verde Island. An Bord geht es nicht um Kreuzfahrtprogramm, sondern um viele gut organisierte Tauchgänge, kurze Wege ins Wasser und eine Crew, die den Ablauf im Griff hat. Wer nach einem kleinen, privaten Boot mit wenigen Gästen sucht, findet hier etwas anderes: einen ausgewachsenen Tauchkreuzer mit Platz für gemeinsame Mahlzeiten, Rückzug nach dem Tauchgang und einer offenen oberen Deckfläche. Der Charakter liegt genau dazwischen. Nicht luxuriöse Abgeschiedenheit, sondern ein Schiff, auf dem das Tauchen den Tag bestimmt.
An Bord gehen
Die Stella Maris Explorer wurde 1980 gebaut und 2018 renoviert. Das erklärt ihren Charakter besser als jede Hochglanzbeschreibung: Sie ist kein Neubau, sondern ein lange eingesetztes Arbeitsschiff, dessen Innenräume für heutige Tauchreisen aufgefrischt wurden. Beim Einsteigen führt der Weg aus dem Hafen in klimatisierte, mit Teppich ausgelegte Bereiche und weiter zu den offenen Decks. Die Aufteilung ist auf eine volle Tauchwoche ausgelegt, nicht auf kurze Aufenthalte zwischen Landausflügen. Ein einzelner Motor gehört dabei ebenso zum Bild wie die praktische Organisation an Bord. Die Bewertungen zeigen die richtige Erwartung: Das Schiff erreicht 8,2 Punkte, die Crew 9,3. Wer makellose Yachtästhetik sucht, sollte genauer hinsehen. Wer ein bewährtes Tauchschiff mit renovierten Räumen, eigener Tauchplattform und zwei Beibooten sucht, bekommt dafür eine klare, funktionale Basis.
Die Stimmung an Bord
Die Stella Maris Explorer lebt stärker von ihrer Besatzung als von äußerem Glanz. Die Crew wird mit 9,3 bewertet, die Verpflegung mit 9,6; das Schiff selbst liegt mit 8,2 darunter. Das ist eine ehrliche Einordnung: Wer ein perfekt stilles oder völlig neues Schiff erwartet, könnte sich an Alter und Betriebsgeräuschen stoßen. Wer erlebt hat, wie viel eine aufmerksame Crew bei vier Tauchgängen am Tag auffängt, versteht den Gegenwert. Die Gruppe wird klein genug, dass man sich nach kurzer Zeit kennt, bleibt bei maximal 20 Gästen aber groß genug für unterschiedliche Rhythmen. Abends geht es eher um das Nachbesprechen des Tauchgangs als um laute Unterhaltung. Die Crew organisiert, hilft beim Umziehen und hält den Ablauf zusammen, ohne sich zwischen Taucher und Meer zu stellen.
Die Tauchplätze
Auf dem regelmäßigen siebentägigen Tubbataha-Törn bleibt die Stella Maris Explorer im Nationalpark; die achttägige Transition-Route führt von Anilao nach Puerto Princesa und verbindet Apo Reef und Verde Island mit Tubbataha. Tubbataha Reefs reicht bis -40 m und bietet steile Wände, an denen Haie, Rochen und andere pelagische Tiere vorbeiziehen können. Verde Island fällt bis -38 m ab und steht für ein besonders artenreiches Riff mit Thunfischen, Fledermausfischen, Makrelen und großen Gorgonien. Buceo Point ist mit -20 m flacher und direkt vom Ufer erreichbar; dort liegt der Reiz im Makroleben mit Anglerfischen, Nacktschnecken, Seepferdchen und Geisterfischen. Bei Sangat liegen House Reef bis -28 m, Coral Gardens bis -25 m und der japanische U-Boot-Jäger Sangat Sub-Chaser bis -18 m. Das Wrack bildet ein künstliches Riff.
Was man unter Wasser trifft
Auf mehreren Plätzen dieser Route gehören Muränen und Schnapper zum vertrauten Bild. Dazwischen liegt der eigentliche Grund, die einzelnen Riffe nicht einfach gleichzusetzen: Tubbataha Reefs kann Barrakudas, Mantarochen und Graue Riffhaie an die Steilwände bringen; auch ein Zwergseepferdchen ist dort möglich. Verde Island steht für Schwärme, Anthias und Anemonen, während bei Buceo Point die Suche nach Seepferdchen, Garnelen und Krabben im Vordergrund steht. Sangat House Reef bringt mit Riffbarschen und Lippfischen andere Schwerpunkte in die Woche. Die Strömungen und die isolierte Lage von Tubbataha ziehen pelagische Besucher an, machen Begegnungen aber nicht planbar. Die beste Reisezeit liegt zwischen Mitte März und Mitte Juni, wenn die See meist ruhiger und das Wasser klarer ist. Der Tauchgang muss trotzdem verdient werden.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchorganisation wird von erfahrenen Guides getragen. Zum Team gehören ein Tauchlehrer und Rettungsmedizin-Techniker sowie ein Divemaster mit mehr als 10.000 Tauchgängen; an Bord wird Englisch gesprochen. Das Verhältnis von Crew zu Passagieren liegt nahe bei 1:1, was sich besonders beim Ein- und Ausstieg über die Beiboote bemerkbar macht. Vor der Abfahrt gibt es ein Briefing zu Tauchplan, Gruppen, Bootszuweisung und Sicherheitsabläufen. Tubbataha ist für Open-Water-Taucher zugänglich, eine weiterführende Ausbildung ist wegen der Steilwände und möglicher Strömung ein Vorteil. Pro Tag sind bis zu vier Tauchgänge vorgesehen; Nachttauchgänge gehören auf den Tubbataha-Törns nicht zum Programm. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk, GPS, Radar, Sonar, EPIRB und Feuerlöschsysteme gehören zur Sicherheitsausstattung. Die Entscheidungen zu Wetter und Sicherheit liegen beim Kapitän.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist für wiederholte Tauchgänge gebaut: Es gibt eine feste Tauchplattform, Spülbecken, Außenduschen und zwei Beiboote für die Transfers zu den Tauchplätzen. Die Ausrüstung an Bord umfasst Aluminiumflaschen, Regler, Jackets, Blei und Tauchlampen; DIN-Adapter sind vorhanden. Drei Bauer-K15-Kompressoren und ein Membran-System versorgen die Füllstation. Nitrox wird kostenlos angeboten, der Nitrox-Tank ist mit 32 Prozent angegeben. Auch Sidemount und Rebreather-Tauchen sind vorgesehen. Leihausrüstung kann organisiert werden, muss aber vorab reserviert werden. Ein spezieller Kameratisch oder ein eigenes Fotospülbecken wird nicht genannt. Für den normalen Ablauf ist die Logistik klar: Ausrüstung auf der Plattform vorbereiten, mit dem Beiboot zur Stelle fahren, in kleinen Gruppen ins Wasser und nach dem Auftauchen wieder direkt aufgenommen werden.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf das offene Sonnendeck, den klimatisierten Salon und den Außenbereich für Mahlzeiten. Oben gibt es Bar und Jacuzzi; wer nach dem Tauchgang lieber Abstand hält, findet im Innenraum eine Bibliothek mit Büchern, Zeitschriften und DVDs. Das Schiff bietet damit mehrere einfache Möglichkeiten für die Oberflächenpause: trocknen, essen, lesen, reden oder nur auf das Wasser schauen. Während der Fahrt muss niemand ein Programm abarbeiten. Der Platz ist groß genug, dass nicht alle gleichzeitig im selben Gespräch sitzen müssen, aber überschaubar genug, dass man die anderen wiedertrifft. Genau das ist bei einer Tauchwoche wertvoll. Die Pause bleibt Pause, statt zur nächsten organisierten Aktivität zu werden.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit Briefing und Vorbereitung auf der Tauchplattform. Danach folgen die Tauchgänge in der Reihenfolge, die Wetter, Strömung und Tauchplatz erlauben; auf den Tubbataha-Törns sind bis zu vier Tauchgänge am Tag vorgesehen. Zwischen den Sprüngen ins Wasser liegen Buffet, Trinkpause, Dusche und die kurze Rückkehr an den eigenen Platz im Salon oder auf dem Sonnendeck. Wenn das Schiff den nächsten Abschnitt anfährt, wird aus dem Tauchdeck für eine Weile ein Fahrdeck: Ausrüstung sichern, essen, lesen, schlafen oder den letzten Tauchgang besprechen. Nach dem letzten Tagesgang bleibt Zeit für den Jacuzzi, die Bar oder die Bibliothek. Ein Nachttauchgang ist auf der Tubbataha-Route nicht vorgesehen. Der Rhythmus ist deshalb klar: Briefing, Wasser, Essen, Oberfläche, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Bordküche serviert Vollpension als Buffet, mit westlicher und lokaler Küche. Dazu kommen asiatische Fusion-Gerichte, frisches Trinkwasser, Tee, Kaffee und Snacks über den Tag. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen; Bier und Wein sind an Bord erhältlich. Das ist bei vier Tauchgängen täglich mehr als eine Nebensache. Zwischen den Sprüngen ins Wasser braucht es Essen, das schnell erreichbar ist, satt macht und nicht jedes Mal eine lange Pause verlangt. Gegessen wird drinnen oder draußen, je nach Wetter und Ablauf. Die Verpflegung wird mit 9,6 besonders hoch bewertet. Das spricht weniger für große Inszenierung als für eine Küche, die verstanden hat, dass ein voller Tauchtag am Tisch beginnt und dort auch wieder endet.
Die Nächte auf See
Die Kabinen sind klimatisiert und verfügen über ein eigenes Bad mit warmem und kaltem Wasser. Matratzen und Kissen aus Memory Foam nehmen den langen Tauchtagen etwas Härte, ohne aus der Kabine ein Hotelzimmer zu machen. Es gibt Deluxe-, Standard-, Economy- und Premium-Economy-Kabinen; die Fenster sind einfache Standardfenster. Nach dem letzten Tauchgang bleibt der Salon ein klimatisierter Rückzugsort, während draußen noch Stimmen, nasse Handtücher und der Geruch von Meer in der Luft liegen. Wer nachts Ruhe sucht, sollte sich bewusst machen, dass ein Schiff mit einem Motor nicht dieselbe Stille bietet wie ein Resort an Land. Dafür beginnt der Morgen direkt über dem Wasser, und zwischen zwei Törns muss niemand erst wieder an Land kommen.
Deluxe-Kabinen
Standard-Kabinen
Economy-Kabinen
Premium-Economy-Kabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die regulären Tubbataha-Törns starten und enden in Puerto Princesa; die Transition-Route fährt von Anilao nach Puerto Princesa. Transfers vom Flughafen oder Hotel in Puerto Princesa zum Schiff und zurück sind inklusive. Bei der Ankunft wartet das Expedition-Fleet-Team am Flughafen in einem entsprechenden T-Shirt und bringt die Gäste zum Schiff. Für die Anreise ist ein zusätzlicher Tag vorher sinnvoll, damit ein verspäteter Flug nicht den Einschiffungsabend gefährdet.
Decksplan
- Baujahr
- 1980
- Jahr der Renovierung
- 2018
- Länge
- 33 m
- Breite
- 6,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Motoren
- Single
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Beiboote
- 2
- Webseite
- expeditionfleet.com ↗
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