Tauchsafaris · Ägypten
Hammerhead II – moderne Basis für große Rote-Meer-Routen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Hammerhead II verbindet moderne Innenräume mit großzügigen Außenflächen und einem Tauchbetrieb für anspruchsvolle Routen.
- Sie fährt zu Elphinstone, Daedalus, den Brothers, Thistlegorm und weiteren bekannten Riffen und Wracks des Roten Meeres.
- Das Tauchdeck ist für Nitrox, technisches Tauchen, Sidemount und Rebreather ausgelegt.
- Jacuzzi, Panoramafenster, klimatisierte Kabinen und ein schattiger Bereich an Deck machen die Oberflächenpausen angenehm.
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Die Einladung
Die Hammerhead II ist für Taucher interessant, die nicht nur ein Hausriff und ein bequemes Bett suchen, sondern eine breite Auswahl ägyptischer Safari-Routen. Je nach Abfahrt geht es zu den Offshore-Riffen des Südens, zu den Wracks im Norden oder auf eine längere Verbindung zwischen Brothers, Daedalus und Elphinstone. Das Schiff ist modern, die Außenflächen sind großzügig, und die Ausstattung richtet sich klar auf den Tauchbetrieb. Wer nach dem Sprung ins Wasser noch Zeit für ein ordentliches Briefing, gutes Essen und eine ruhige Kabine schätzt, findet hier eine praktische Mischung aus Expeditionsschiff und komfortabler Basis. Der Reiz liegt weniger in einem einzelnen Detail als darin, dass die Hammerhead II anspruchsvolle Plätze ansteuert, ohne den Aufenthalt an Bord unnötig karg zu machen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Hammerhead II wie ein Schiff, das seine Aufgabe kennt: außen viel Arbeitsfläche für Taucher, innen klare Linien, große Fenster und ein gepflegter, moderner Eindruck. Vom Kai aus fällt eher die breite, funktionale Form auf als irgendeine nostalgische Patina. Hier muss niemand erst herausfinden, wo Flaschen, Taschen und nasse Ausrüstung hingehören. Der Weg vom Einstieg zur Kabine, zum Salon und weiter aufs Sonnendeck ist übersichtlich. Das hilft besonders am ersten Tag, wenn noch jeder mit Gepäck, Regler und Transfers beschäftigt ist. Die Gestaltung ist elegant, aber nicht empfindlich. Man darf an Bord tauchen, nicht nur wohnen.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt von einer Mischung aus internationaler Crew und einer Tauchgruppe, die sich nach wenigen Tagen nicht mehr erklären muss. Die Crew spricht Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Russisch; das nimmt vielen Gesprächen an Deck die übliche Reibung. Die Passagierbewertungen zeichnen ein klares Bild: Die Crew erreicht 9,3, das Tauchen 9,0 und das Schiff 8,7. Das Schiff steht damit nicht für nostalgischen Charme, sondern für gute Abläufe, Essen und Menschen, die den Unterschied im Alltag machen. Nach dem Tauchgang wird gegessen, gespült, erzählt und irgendwann der nächste Sprung vorbereitet. Abends bleibt es eher bei Gesprächen und dem Blick über die See als bei einem aufgesetzten Unterhaltungsprogramm.
Die Tauchplätze
Die Hammerhead II fährt mehrere der großen Namen des Roten Meeres an. Auf der Golden-Triangle-Route verbinden sich Brothers Islands, Daedalus und Elphinstone in sieben Nächten mit sechzehn Tauchgängen über sechs Tauchtage. Elphinstone reicht bis -60 m und ist für steile Wände, große Pelagier und Begegnungen mit Weißspitzen-Hochseehaien bekannt. Die Brothers Islands führen bis -85 m an exponierte Wände mit Korallen, Gorgonien und Haien. Im Norden stehen auf verschiedenen Reisen Thistlegorm bis -32 m, Abu Nuhas und Ras Mohammed auf dem Programm; Thistlegorm ist ein bewachsenes Wrack mit Fahrzeugen und Schwarmfisch. Im Süden ergänzen Zabargad, Rocky, St. John’s und Marsa Alam die Route. Weitere Abfahrten dauern vier, fünf oder acht Tage, darunter Sharks & Dolphins, Wrecks & Reefs und Sharks Obsession.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man an vielen Plätzen Muränen, Riffhaien, Napoleon-Lippfischen, Thunfischen, Meeresschildkröten, Barrakudas und Makrelen. Dazu kommen Zackenbarsche, Skorpionfische, Rotfeuerfische, Anthias, Weichkorallen und gelegentlich Delfine, Dugongs oder Mantas. Der Unterschied zwischen den Plätzen liegt in den Tieren, die nicht überall auftauchen: In Marsa Mubarak kann eine Grüne Meeresschildkröte zwischen den Seegraswiesen liegen, mit etwas Glück auch ein Dugong. Elphinstone ist der Platz für Schwarzspitzen- und Tigerhaie; die Strömung und das offene Blau ziehen dort große Tiere an. Brothers Islands bringen Weißspitzen-Riffhaie und Anemonenfelder. Thistlegorm ist der Ort für Fledermausfische und Krokodilfische. Im House Reef kann ein Seepferdchen den Blick auf den Boden belohnen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides und Tauchlehrer arbeiten mit internationalen Gruppen; an Bord werden Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Russisch gesprochen. Die Anforderungen hängen von der Route ab. Für Fury Shoal genügt Open Water mit mindestens zehn geloggten Tauchgängen, während die Offshore- und anspruchsvolleren Routen meist Advanced beziehungsweise Level zwei und mindestens fünfzig geloggte Tauchgänge verlangen. Die Briefings führen in den Platz, den Ablauf und die Bedingungen ein, bevor die Gruppen über die Beiboote verteilt werden. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Feueralarme, Rettungsmittel und ausgebildete Ersthelfer sind vorhanden. Kurse und Brevets können je nach Reise an Bord stattfinden. Eine feste Zahl von Guides oder eine bestimmte Gruppengröße ist nicht angegeben; entscheidend ist die routeabhängige Organisation.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf einen intensiven Betrieb ausgelegt und bleibt dabei unter einem schattigen Bereich gut nutzbar. Für die ausgeschriebenen Ägyptenreisen stehen zwölf Liter fassende Aluminiumflaschen mit DIN- beziehungsweise INT-Anschluss und Gewichte bereit. Nitrox ist verfügbar; technisches Tauchen, Sidemount und Rebreather werden ebenfalls unterstützt. Adapter für DIN-Anschlüsse, Spülbecken, Ladestationen und Bereiche für die Ausrüstung gehören zum praktischen Teil des Decks. Mietausrüstung ist möglich, konkrete Marken werden nicht genannt. Ins Wasser geht es über die Tauchplattform und Beiboote, die die Taucher zu den Plätzen bringen und dort wieder aufnehmen. Nach dem Auftauchen zählt genau das: nicht lange an der Oberfläche treiben, sondern sicher zurück zum Schiff kommen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf die Außenflächen. Das Sonnendeck bietet Platz für Sonne, während der schattige Bereich am Tauchdeck näher an der Ausrüstung und am nächsten Briefing bleibt. Wer nicht ins Wasser geht, kann im klimatisierten Salon sitzen, durch die Panoramafenster auf die See schauen oder sich im Jacuzzi erholen. Die Hammerhead II hat dafür mehr als nur eine Sitzgruppe, sodass sich die Pause nicht zwangsläufig als gemeinsames Warten anfühlt. Während der Fahrt verändert sich der Blick, ohne dass man etwas unternehmen muss. An einem Nachmittag ohne Tauchgang wird daraus Raum für ein Buch, ein Nickerchen oder ein langes Gespräch, das an Land kaum begonnen hätte.
Ein Tag an Bord
Ein Tag beginnt mit dem ersten Briefing, bevor die Oberfläche richtig warm geworden ist. Danach folgen die Tauchgänge, die Mahlzeiten und die kurzen Pausen, in denen Flaschen gewechselt, Kameras gespült und die nächsten Plätze besprochen werden. Auf den klassischen Sieben-Nächte-Routen sind sechzehn Tauchgänge über sechs Tauchtage vorgesehen; zusätzliche Tages- und Nachttauchgänge können je nach Reise dazukommen. Mindestens ein bis zwei Nachttauchgänge gehören bei vielen Fahrten zum Programm. Zwischen den Sprüngen sitzt man im Schatten, steigt ins Sonnendeck oder legt sich im Salon kurz hin. Während das Schiff den nächsten Platz anfährt, wird aus dem Tauchdeck ein Beobachtungsposten. Dann beginnt der Ablauf wieder mit einem Briefing.
Was man an Bord isst
Die Küche arbeitet mit Buffetservice, Snacks über den Tag und einer Mischung aus lokaler Küche und vertrauten Gerichten. Vegetarische Optionen sind vorgesehen, alkoholfreie Getränke, Wasser, Tee und Kaffee begleiten die Reise. Auf einem Tauchsafarischiff ist der Esstisch kein Restaurantbesuch, sondern die kurze gemeinsame Pause zwischen zwei Briefings und dem nächsten Sprung ins Wasser. Das Essen muss deshalb erreichbar sein, ohne den Ablauf aufzuhalten, und kräftig genug, um nach dem Tauchgang wieder auf die Beine zu kommen. Die Bewertungen für die Verpflegung liegen bei 9,4. Das passt zu einer Küche, die nicht mit Show arbeitet, sondern den langen Tag an Deck zuverlässig trägt.
Die Nächte auf See
Nach dem letzten Tauchgang zieht sich das Schiff in die Kabine zurück, ohne dass daraus ein enger Rückzugsort werden muss. Die Kabinen liegen im Unter- oder Oberdeck und gehören zu den Kategorien Lower Deck Standard, Upper Deck Standard und Upper Deck Master. Panoramafenster bringen Licht und Meerblick in die Räume; Klimaanlage und private Badezimmer gehören zur Ausstattung. Wer nach einem langen Tauchtag duscht, die nasse Kleidung ablegt und die Tür schließt, bekommt den wichtigen Teil einer Safari: Ruhe. Im Salon bleibt es klimatisiert, draußen wartet der Wechsel aus Sonne und Schatten. Die Nächte sind damit nicht spektakulär, sondern brauchbar. Genau das zählt, wenn am nächsten Morgen wieder Flossen neben der Koje liegen.
Standard, Unterdeck
Master, Oberdeck
Standard, Oberdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Abfahrten führen je nach Route ab Hurghada, Port Ghalib oder Marsa Alam und enden dort oder an einem anderen angegebenen Hafen. Transfers zwischen Flughafen, Hotel und Schiff werden je nach Reise angeboten; ob sie eingeschlossen sind, hängt von der gebuchten Safari ab. Die genauen Transferinformationen erhält man mit den Reiseunterlagen. Wer keinen Tauchgang wegen verspäteter Anreise riskieren möchte, reist besser einen Tag vorher an.
Decksplan
- Baujahr
- 2019
- Länge
- 43 m
- Breite
- Outer 9,3 m = 9,3 m / Inside 8,8 m = 8,8 m
- Maximale Passagierzahl
- 32
- Anzahl Kabinen
- 16
- Anzahl Badezimmer
- 20
- Motoren
- 2 × 1350 PS CUMMINS Diesel
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Webseite
- seafari-diving.com ↗
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