Tauchsafaris · Ägypten
Seawolf Steel – Stahl, Strömung und große Riffe
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Seawolf Steel ist ein 2022 gebautes Stahlschiff, das 2025 renoviert wurde und auf viele Tauchgänge pro Tag ausgelegt ist.
- Zwei Zodiacs mit 40-PS-Außenbordmotoren bringen Taucher direkt zu den Riffen und holen sie auch bei Strömung wieder ab.
- Nitrox ist für zertifizierte Taucher ohne Aufpreis verfügbar.
- ENOS-Ortung, Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ständig bereite Zodiacs gehören zum Sicherheitskonzept.
Die Einladung
Die Seawolf Steel ist für Taucher gebaut, die nicht zwischen den Tauchgängen auf Komfort verzichten wollen, aber auch kein schwimmendes Hotel suchen. Ihr Charakter liegt in der Verbindung aus viel Platz, klarer Organisation und Routen zu den anspruchsvollen Riffen des Roten Meeres. Wer morgens an einer Steilwand ins Blau springt, nach dem Tauchgang direkt vom Zodiac abgeholt wird und später im klimatisierten Salon sitzen kann, bekommt hier beides: Nähe zum Wasser und einen Rückzugsort danach. Die Auswahl reicht von Nordrouten mit Wracks und der Straße von Tiran bis zu Brothers, Elphinstone, Zabargad und Rocky Island im Süden. Das passt zu Tauchern ab 50 Tauchgängen und AOWD oder gleichwertiger Ausbildung, die Strömung, Tiefe und große Fische suchen, ohne dass der Bordalltag unnötig kompliziert wird.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Seawolf Steel eher wie ein funktionierendes Arbeitsboot für Taucher als wie ein dekoratives Kreuzfahrtschiff. Der Stahlrumpf, die breiten Außenflächen und die klare Aufteilung geben dem Schiff Ruhe und Ordnung. Die Wege zwischen Kabine, Salon und Tauchdeck sind kurz genug, dass niemand nach dem Briefing mit voller Ausrüstung lange suchen muss. Im Inneren gibt es einen klimatisierten Salon mit Meerblick und einen separaten Essbereich; draußen liegen Sonnendeck, Liegen, Bar und ein offener Aufenthaltsbereich. Die Renovierung im Jahr 2025 hält den Eindruck frisch, ohne den praktischen Charakter zu nehmen. Während der Fahrt hört man die Maschinen, aber der eigentliche Mittelpunkt bleibt das Tauchdeck. Dort beginnt und endet jeder Sprung ins Rote Meer.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht die Gruppe nicht bei einem Begrüßungscocktail, sondern auf dem Tauchdeck: beim gemeinsamen Anrödeln, im Zodiac und beim Warten auf die Rückkehr der letzten Taucher. Die Crew arbeitet aufmerksam und unterstützend, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Das merkt man besonders an einem vollen Tauchtag, wenn Flaschen bewegt, Zodiacs bereitgehalten und Mahlzeiten zwischen den Sprüngen serviert werden müssen. Nach einigen Tagen kennt man die Gewohnheiten der anderen: Wer zuerst ins Wasser will, wer am liebsten langsam über den Korallengärten bleibt und wer beim Abendessen die Sichtung des Tages rekonstruiert. Englisch und Deutsch werden an Bord gesprochen. Abends bleibt es eher unkompliziert: Essen, Logbuch, Gespräche und der Blick auf das dunkle Wasser.
Die Tauchplätze
Die Route kann im Norden ansetzen: Bei North & Strait of Tiran führen acht Tage und sieben Nächte ab Hurghada zu Riffen wie Straits of Gubal, mit Wrackresten, Riffkanten und Strömung bis in 50 m Tiefe. Shaab Abu Nuhas und die Riffe von Fanadir verbinden Korallengärten mit Schwärmen, Muränen und Rochen; Carless Reef fällt bis 40 m ab, Umm Gamar bis 30 m. Gotha Abu Galawa reicht bis 35 m, Sachwa Abu Galawa bis 30 m, während Gotha Abu Nugar South und North flache Korallengärten bis 9 m bieten. Im Süden warten bei Marine Parks North Brothers Islands bis 85 m und Elphinstone bis 60 m: steile Wände, Gorgonien und mögliche Begegnungen mit Hammerhaien oder Weißspitzen-Hochseehaien. Marine Parks South führt von Port Ghalib nach Hurghada über Daedalus, Zabargad und Rocky Island. Deep South / St. Johns startet und endet in Port Ghalib, ebenfalls über acht Tage und sieben Nächte. Welche Plätze tatsächlich angefahren werden, hängt von Wetter und Strömung ab.

Strait of Tiran →
Max. Tiefe · 40 m

Straits of Gubal →
Max. Tiefe · 50 m

Shaab Abu Nuhas →
Max. Tiefe · 30 m

Carless Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Umm Gamar →
Max. Tiefe · 30 m

Gotha Abu Galawa →
Max. Tiefe · 35 m

Sachwa Abu Galawa →
Max. Tiefe · 30 m

Gotha Abu Nugar South →
Max. Tiefe · 9 m

Brothers Islands →
Max. Tiefe · 85 m

Elphinstone →
Max. Tiefe · 60 m

Daedalus →
Max. Tiefe · 40 m

Rocky Island →
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man vielen Tieren nicht nur an einem einzigen Riff: Muränen, Riffbarsche, Thunfische, Barrakudas, Carangiden, Weichkorallen, Skorpionfische und Rotfeuerfische gehören zum wiederkehrenden Bild. Auch Delfine, Mantarochen, Hammerhaie, Napoleon-Lippfische und Meeresschildkröten können auftauchen, besonders dort, wo Strömung an Außenriffen Nahrung heranführt. Der Grund, weit zu fahren, sind die Begegnungen, die nicht überall möglich sind. Bei Elphinstone sucht man neben dem Riff den Weißspitzen-Hochseehai, den Schwarzspitzenhai und die große Carangue. Die Brothers Islands stehen für Anemonen und pelagische Räuber. Umm Gamar ist der Platz für Gaterin, Fledermausfisch, Kaiserfisch und Krokodilfisch. Shaab Abu Nuhas verspricht Schmetterlings- und Papageifische. Zabargad ist der Ort, an dem ein Dugong vorkommen kann. Nichts davon ist bestellt; Strömung, Sicht und Geduld entscheiden.
Die, die euch ins Wasser bringen
Ein Tauchguide ist im Reiseumfang enthalten; die Guides begleiten die Gruppen vom Briefing bis zur Rückkehr an Bord. Englisch und Deutsch werden gesprochen. Die Organisation ist auf drei bis vier Tauchgänge täglich ausgelegt, einschließlich eines möglichen Nachttauchgangs, am letzten Tag sind zwei Tauchgänge vorgesehen. Für die Teilnahme werden mindestens 50 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Zertifizierung verlangt. Das ist wichtig, weil die Route Strömungen, Außenriffe und anspruchsvolle Steilwände einschließt. Die Briefings legen Einstieg, Richtung, Treffpunkt und Rückholung durch das Zodiac fest. Zur Sicherheitsausrüstung gehören Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Rettungsinseln und ENOS-Ortung für die Taucher. Kurse sind an Bord möglich, aber nicht Bestandteil des normalen Tauchpakets.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf mehrere Tauchgänge pro Tag eingerichtet. An Bord stehen 12-Liter-Aluminiumflaschen bereit; 15-Liter-Flaschen können angefragt werden. Zwei Bauer-K15-Kompressoren füllen mit 360 Litern pro Minute, eine Nitrox-Membrananlage mischt Nitrox, das zertifizierten Tauchern ohne Aufpreis zur Verfügung steht. DIN-Adapter sind vorhanden. Leihausrüstung gibt es gegen Aufpreis, konkrete Marken werden nicht genannt. Für Kameras gibt es einen eigenen Arbeitsplatz, Ladestationen, persönliche Ablage, spezielle Kameralagerung und getrennte Spülbecken. Warme Duschen erleichtern den Wechsel nach dem Tauchgang. Zwei Zodiacs mit 40-PS-Außenbordmotoren übernehmen Drop-off und Pick-up. Sie bleiben während der Tauchgänge einsatzbereit und können Taucher dort aufnehmen, wo sie auftauchen, statt sie zum Schiff zurückschwimmen zu lassen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt sich das Leben über die Außenflächen. Wer Sonne möchte, nimmt eine Liege auf dem Sonnendeck; wer Schatten oder Klimaanlage braucht, wechselt in den Salon oder den offenen Aufenthaltsbereich. Nach dem Aufstieg vom Zodiac bleiben oft nur Dusche, Getränk, Logbuch und ein kurzer Blick auf die nächste Riffkante, bevor das nächste Briefing beginnt. Während der Fahrt kann man im Salon mit Meerblick sitzen, Musik hören oder einfach auf das Wasser schauen. Die Pausen sind nicht als Animation gedacht. Sie geben dem Körper Zeit, wieder ruhig zu werden, der Kamera Zeit zum Trocknen und dem Kopf Raum für den Tauchgang, der gerade noch unter den Flossen lag.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit einem leichten Frühstück und dem Briefing. Danach geht es über das Tauchdeck ins Zodiac oder direkt zum nächsten Einstieg. Nach der Rückkehr werden Flaschen gewechselt, Kameras gespült und Frühstück, später Mittagessen oder Snacks bereitgestellt. Zwischen den Tauchgängen liegt man auf dem Sonnendeck, sitzt im Schatten oder verfolgt die Fahrt zum nächsten Riff. An manchen Tagen folgt nach den ersten Sprüngen eine längere Überfahrt; an anderen bleibt das Schiff in der Nähe eines Riffs und die Pause ist kurz. Der dritte oder vierte Tauchgang kann ein Nachttauchgang sein, wenn Route und Bedingungen es erlauben. Dann wird das Riff mit Lichtkegeln, jagenden Muränen und nachtaktiven Kleintieren neu gelesen. Am letzten Tag sind zwei Tauchgänge vorgesehen, bevor die Reise ausläuft.
Was man an Bord isst
Gegessen wird im Innenbereich am Buffet, und die Küche richtet sich nach dem Tauchplan statt nach starren Restaurantzeiten. Vor dem ersten Tauchgang steht ein leichtes Frühstück bereit; danach folgen Frühstück, Mittagessen und Abendessen, mit Snacks dazwischen. Auf dem Teller landen internationale Gerichte und ägyptische Küche, einfach, sättigend und passend zu einem Tag, an dem der Körper mehrfach ins Wasser geht. Frisches Obst, Kuchen, Kekse und andere Snacks sind zwischen den Tauchgängen erreichbar. Wasser, Tee, Kaffee und abgefüllte alkoholfreie Getränke stehen jederzeit bereit. Die Mahlzeiten sind auf dieser Reise mehr als eine Pause: Sie sind der Moment, in dem die Tauchgruppen wieder zusammenkommen, Erlebnisse vergleichen und sich für den nächsten Sprung stärken.
Die Nächte auf See
Nach dem letzten Tauchgang wird aus dem Arbeitsdeck ein stillerer Teil des Schiffs. Die Kabinen liegen auf mehreren Ebenen und bieten je nach Kategorie Zweibett- oder umwandelbare Doppelbetten, die Suiten ein Doppelbett. Jede Kabine hat ein eigenes Bad, eine Minibar und individuell regelbare Klimaanlage. Das ist kein nebensächlicher Luxus: Nach vier Tauchgängen zählt eine trockene Koje, in der man die Temperatur selbst bestimmt, mehr als eine große Dekoration. Wer noch draußen bleiben möchte, geht mit einem Getränk aufs Sonnendeck oder in den offenen Salon. Wer Ruhe braucht, zieht sich zurück. Später werden die Gänge leiser, während draußen das Schiff weiterläuft und die nächste Ausfahrt vorbereitet wird.
Zweibettkabine
Suite
Zweibettkabine Doppel
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Fahrten starten je nach Route in Hurghada oder Port Ghalib und enden in Hurghada, Port Ghalib oder – bei der Marine Parks South-Route – in Hurghada. Transfers gehören zu den aufgeführten Leistungen beziehungsweise Zuschlägen und sollten vor der Reise mit dem Veranstalter abgestimmt werden; ein privater Transfer ist nicht automatisch enthalten. Wer aus dem Ausland anreist, sollte einen Tag vorher eintreffen, damit Flugverspätungen nicht den Einstieg gefährden.
- Baujahr
- 2022
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 48 m
- Breite
- 9,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 30
- Anzahl Kabinen
- 15
- Motoren
- 2 × Mitsubishi 800 PS + 1Cumns 1300 PS
- Beiboote
- 2 zodiacs mit 40 PS Außenbordmotoren
- Webseite
- seawolf-safari.de ↗
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