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Tauchsafaris · Ägypten

Galaxy 720 – Holz, Weite und große Riffe im Roten Meer

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Die Galaxy 720 verbindet Brothers, Daedalus und Elphinstone auf einer siebentägigen Tauchsafari ab und bis Hurghada.
  • Das Tauchdeck arbeitet mit zwei Beibooten, 12-Liter-Flaschen und einer Nitrox-Membrananlage bis 32 Prozent.
  • Die Route richtet sich an erfahrene Taucher mit mindestens 50 Tauchgängen und AOWD oder gleichwertiger Ausbildung.
  • An Bord gibt es helle Kabinen mit eigenem Bad, einen klimatisierten Salon, ein Sonnendeck und englischsprachige Guides.

Die Einladung

Die Galaxy 720 ist für Taucher interessant, die im Roten Meer nicht bei einem einzelnen Hausriff bleiben wollen. Ihre ausgeschriebenen Fahrten führen zu den Brothers, nach Daedalus und weiter nach Elphinstone: drei Namen für Steilwände, Strömung und Begegnungen im Blau. Dazu kommt ein Schiff, das nicht versucht, seine Herkunft zu verleugnen. Der hölzerne Rumpf, das großzügige Tauchdeck und die zwei schnellen Beiboote sind auf lange Tage unter Wasser ausgerichtet, nicht auf eine kurze Ausfahrt mit gelegentlichem Schnorcheln. Wer morgens als Erster ins Wasser und nach dem letzten Tauchgang noch auf dem Oberdeck sitzen möchte, findet hier den passenden Rahmen. Gesucht wird kein stilles Boutiquehotel, sondern eine Tauchsafari mit viel Revier und einer klaren Priorität: möglichst gute Einstiege an den Riffen, kurze Wege vom Schiff zum Tauchplatz und genug Platz, um nach dem Auftauchen nicht im Weg zu stehen.

An Bord gehen

Beim Ankommen wirkt die Galaxy 720 eher wie ein richtiges Safarischiff als wie ein schwimmendes Apartment. Das Holz gibt dem Schiff Wärme, während die großen Innenbereiche und die breiten Aufenthaltsflächen den Eindruck von Raum schaffen. Seit der Renovierung im Jahr 2015 verbindet sie den Charakter eines älteren Rumpfs mit einer Ausstattung, die auf längere Aufenthalte ausgelegt ist. Vom Kai aus ist schnell zu verstehen, wie der Bordalltag funktioniert: Ausrüstung und nasse Wege bleiben dort, wo sie hingehören, während Salon und Kabinen trockene Bereiche sind. Im Salon gibt es Meerblick, Sitzplätze, Bar und Unterhaltung; weiter oben liegen Lounge, Schattenplätze und Sonnenliegen. Das Schiff ist groß genug, dass sich die Gruppe verteilen kann, aber nicht so anonym, dass man sich nach zwei Tagen noch fremd bleibt. Internet gibt es nicht. Wer an Bord geht, lässt also nicht nur das Festland, sondern auch einen Teil des üblichen Dauerempfangs zurück.

Die Stimmung an Bord

Die Stimmung an Bord entsteht eher aus dem gemeinsamen Tauchbetrieb als aus aufgesetzter Unterhaltung. Nach dem Briefing sitzen Anfänger und erfahrene Taucher am selben Tisch, vergleichen Strömung, Sicht und das, was im Blau vorbeigekommen ist. Die englischsprachige Crew führt durch diesen Ablauf, ohne dass daraus ein formelles Kreuzfahrtprogramm wird. Der Serviceanspruch kommt aus einem familiengeführten Betrieb, dessen Gründer Hisham Issa und seine Tochter Maha das Schiff gemeinsam aufgebaut haben. Das merkt man vor allem an der Verbindung von Tauchbetrieb und Gastlichkeit: Die Crew kümmert sich nicht nur um den Einstieg, sondern auch darum, dass Salon, Restaurant und Deck funktionieren. Abends bleibt Platz für Gespräche an der Bar oder auf dem Oberdeck. Gruppen und Vollcharter sind möglich; wer eine eigene Gruppe mitbringt, bekommt deshalb ein Schiff, das sich nicht erst an den gemeinsamen Rhythmus gewöhnen muss.

Die Tauchplätze

Die ausgeschriebene Route Brothers–DaedalusElphinstone dauert acht Tage und sieben Nächte, startet und endet in Hurghada und setzt auf die großen Riffe des Roten Meeres. An den Brothers liegen steile Wände, Korallen und die Wracks der Numidia und Aida; die Numidia reicht bis maximal -80 m. Elphinstone ist ein Offshore-Riff mit Wänden und Begegnungen im Blau, maximal -60 m. Dort können Hochsee-Weißspitzenhaie, Hammerhaie, graue Riffhaie, Seidenhaie, Walhaie und Mantas vorbeiziehen. Die weiteren aufgeführten Plätze zeigen, wie breit das Revier ist: Carless Reef fällt bis maximal -40 m ab und ist für Muränen im Blauwasser bekannt. Umm Gamar und Shaab Ruhr Umm Gamar verbinden Riff, Grotte und Wrackreste; Shaab Ruhr Umm Gamar reicht bis maximal -40 m und bietet drei Wracks. Shaab Abu Nuhas bringt Korallengärten und Schwärme, Fanadir North und South Wände, giftige Fische und Adlerrochen. Bei Gotha Abu Galawa, Sachwa Abu Galawa und Gotha Abu Nugar North liegen Korallengärten, Sandflächen und Möglichkeiten für Nachttauchgänge. Die endgültige Auswahl hängt von Wetter und Entscheidung der Crew ab.

Was man unter Wasser trifft

Auf dieser Route begegnet man vor allem dem typischen Großfisch- und Riffbild des Roten Meeres: Muränen, Carangiden, Riffhaien, Thunfischen und Napoleon-Lippfischen. Dazu kommen Rotfeuerfische, Steinfische, Skorpionfische, Drücker- und Schwarmfische, Weichkorallen und Gorgonien. Im Blau lohnt sich der Blick besonders an Riffen mit Strömung, denn dort können Thunfische, große Carangiden oder Haie vorbeiziehen. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen in den Details. An Elphinstone kann man nach Schwarzspitzen-Riffhaien, Tigerhaien und Riesen-Carangiden Ausschau halten. Die Brothers bringen neben Pelagischem auch Seeanemonen und die Möglichkeit auf Adlerrochen. Shaab Abu Nuhas ist der Platz für Glasfische, Schmetterlingsfische und Papageifische. Shaab Ruhr Umm Gamar ist in dieser Route der Ort für Zackenbarsche und große Zackenbarsche. El Fanadir bietet die Chance auf einen Anglerfisch, Fanadir North auf einen Trompetenfisch. Keine dieser Begegnungen lässt sich bestellen. Genau deshalb bleibt der Blick ins Blau ein Teil jedes Briefings.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Guides sprechen Englisch und organisieren die Tauchgänge für eine Safari, die mindestens 50 geloggte Tauchgänge sowie AOWD oder eine gleichwertige Qualifikation verlangt. Das ist bei Brothers, Daedalus und Elphinstone keine Nebensache: Wände, Strömung und tiefes Blau verlangen, dass jeder Taucher seine Tarierung, seinen Computer und den Rückweg im Griff hat. Die Tauchgruppen werden vor dem Einstieg gebrieft und mit den Beibooten an den jeweiligen Punkt gebracht. Kurse, Specialty-Ausbildungen und ein privater Guide können an Bord organisiert werden, sind aber keine automatische Leistung der Reise. Für Notfälle gibt es eine 50-Liter-Sauerstoffflasche, einen Erste-Hilfe-Kasten und das ENOS-Satelliten-Ortungs- und Rettungssystem. Ein Defibrillator wird nicht genannt. Auch deshalb bleibt die persönliche Vorbereitung wichtig: Oberflächenboje, Computer und die eigene Notfallausrüstung gehören in die Tasche, bevor das Schiff den Hafen verlässt.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Das Tauchdeck ist der Mittelpunkt der Galaxy 720. Zwei motorisierte Beiboote mit 40-PS-Yamaha-Motoren bringen die Taucher zu den Riffen und holen sie nach dem Auftauchen wieder dort ab, wo sie an der Oberfläche stehen. An Bord stehen 12-Liter-Flaschen bereit; zusätzlich gibt es 15-Liter-Flaschen gegen Aufpreis. Die Füllung übernehmen zwei Kompressoren, und die Nitrox-Membrananlage kann Mischungen bis 32 Prozent erzeugen. Nitrox von 27 bis 30 Prozent ist im Leistungsumfang genannt; Nitrox sollte vor der Reise vorbestellt werden. Eine warme Dusche und Toiletten liegen direkt am Tauchbereich, außerdem gibt es Spülmöglichkeiten und Ladepunkte für Akkus. Eine vollständige Leihausrüstung gehört nicht zur normalen Ausstattung und muss vorab organisiert werden. Das Schiff ist nicht für technisches Tauchen ausgelegt. Wer mit eigener Ausrüstung reist, findet hier den sinnvolleren Ablauf: anrödeln, ins Beiboot, am Riff absetzen lassen und nach dem Tauchgang wieder an Bord zurückkehren.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf mehrere Ebenen. Im klimatisierten Salon gibt es tiefe Sessel, Meerblick, Fernseher und eine Ecke für Kaffee und Snacks. Wer Luft und Sonne braucht, geht in die Lounge auf dem Oberdeck oder auf das Sonnendeck mit Liegen und Schattenbereich. Dort kann man die Ausrüstung trocknen lassen, lesen oder einfach beobachten, wie das Beiboot die nächste Gruppe zurückbringt. Das Oberdeck hat außerdem einen Grill- und Essbereich. Während der Fahrt wird aus dem Tauchdeck ein Beobachtungsplatz: Die Flaschen stehen bereit, die Gespräche werden leiser, und draußen verschiebt sich die Küstenlinie. An einem Nachmittag ohne geplanten Tauchgang muss niemand ein Programm erfüllen. Das Schiff bietet genug Orte, um allein zu sein, ohne sich von der Gruppe zurückziehen zu müssen.

Ein Tag an Bord

Ein Tag beginnt mit dem Wecken vor dem ersten Tauchgang, dem Briefing und dem Weg ins Beiboot. Nach der Rückkehr wird gespült, getrunken und gegessen, während die nächste Gruppe vorbereitet wird. Danach wiederholt sich der Ablauf in wechselnder Reihenfolge: Briefing, Einstieg, Rückkehr, Essen, Ruhe. Zwischen den Tauchgängen sitzen einige im Salon, andere liegen im Schatten oder beobachten vom Oberdeck aus das Riff, an dem das Schiff gerade liegt. Wenn die Galaxy 720 den Platz wechselt, wird das Tauchdeck ruhiger und die Fahrt selbst zum Teil des Tages. Je nach Route und Bedingungen können auch Nachttauchgänge stattfinden, besonders an Plätzen wie Gotha Abu Galawa oder Sachwa Abu Galawa. Der Tag folgt damit keinem starren Stundenplan. Er folgt dem Wasser, dem Wetter und den Tauchplätzen. Nach dem letzten Tauchgang bleibt Zeit für eine Dusche, etwas vom Buffet und Gespräche, bevor die Kabine wieder wichtiger wird als das Deck.

Was man an Bord isst

Gegessen wird als Buffet mit westlichen und lokalen Gerichten. Die Mahlzeiten liegen zwischen den Tauchgängen und müssen deshalb nicht zelebriert werden, um ihren Wert zu haben: Man kommt hungrig aus dem Wasser, nimmt sich etwas Warmes und sitzt bald wieder mit den anderen am Tisch. Snacks stehen über den Tag bereit, dazu gibt es Wasser, Softdrinks sowie Kaffee und andere heiße Getränke. Alkoholische Getränke und Spirituosen sind an Bord vorhanden, gehören aber nicht zur Grundversorgung. Der Speiseraum im vorderen Bereich schafft einen festen Treffpunkt, an dem aus einzelnen Tauchgruppen langsam eine Reisegruppe wird. Bei mehreren Tauchgängen am Tag zählt eine Küche vor allem durch Verlässlichkeit: Essen muss verfügbar sein, ohne dass jemand lange auf eine Bestellung wartet. Genau dafür ist das Buffet auf einem Safarischiff die passende Lösung.

Die Nächte auf See

Die Nächte verbringen die Gäste in Twin-Bed-Kabinen oder Suiten auf dem unteren und oberen Deck. Jede Kabine hat ein eigenes Bad und eine individuell regelbare Klimaanlage; die Suiten bieten mehr Raum, die Royal Suite zusätzlich einen separaten Duschbereich und einen Fernseher mit DVD-Player. Die Standardkabinen werden als hell und geräumig beschrieben, was nach einem langen Tauchtag wichtiger ist als dekorative Details. In der Koje hört man je nach Liegeplatz das Schiff und das Wasser, während die Klimaanlage die Wärme aus dem Raum nimmt. Bullaugen bringen frische Luft, wenn sie geöffnet werden können. Schuhe und Tauchausrüstung bleiben außerhalb von Salon und Kabinen, damit die Innenräume trocken bleiben. Wer draußen schlafen möchte, nutzt das Sonnendeck mit eigenem Schlafsack. Das ist schlicht, aber auf einer Tauchsafari oft genau der richtige Luxus: duschen, trocknen, schlafen und vor dem nächsten Briefing nicht erst durch ein Hotel laufen.

Zweibettkabine

Suite

Suite

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die Galaxy 720 startet und endet bei der ausgeschriebenen Brothers–Daedalus–Elphinstone-Route in Hurghada. Transfers vom Flughafen zum Schiff beziehungsweise zum Hafen können auf Anfrage organisiert werden und sind nicht automatisch enthalten. Die Transferdetails werden vor der Reise mitgeteilt. Wer ohne Zeitdruck an Bord gehen möchte, reist am besten einen Tag vorher an.

Baujahr
2009
Jahr der Renovierung
2015
Länge
42 m
Breite
9 m
Maximale Passagierzahl
26
Anzahl Kabinen
13
Motoren
MTU
Beiboote
2 × 5 m (40 PS Yamaha)
Eine Frage zu dieser Tauchsafari?

Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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