Tauchsafaris · Ägypten
Reef Voyager – moderne Basis für Sinai-Wracks und Riffe
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Das moderne Liveaboard fährt ab und zurück nach Sharm El Sheikh und nimmt maximal 22 Gäste mit.
- Das Tauchdeck ist großzügig angelegt und wird durch zwei Zodiacs für Ein- und Ausstiege ergänzt.
- Die Routen verbinden Tiran, Ras Mohamed, Thistlegorm und weitere Riffe und Wracks des nördlichen Roten Meeres.
- An Bord gibt es Unter- und Oberdeckkabinen sowie Master-Suiten, alle mit eigenem Bad und Klimaanlage.
- Nitrox, Nachttauchgänge, getrennte Kameraspülung und Plätze für technische Taucher gehören zum Angebot.
Die Einladung
Die Reef Voyager ist für Taucher gebaut, die in kurzer Zeit viel vom nördlichen Roten Meer sehen wollen: Riffwände bei Tiran, Strömung an den Außenriffen, Ras Mohamed und die Geschichte der Thistlegorm. Das Schiff verbindet diese Gegensätze, ohne aus der Safari ein schwimmendes Hotel zu machen. Der geräumige Tauchbereich ist der Mittelpunkt, die beiden Zodiacs bringen die Gruppen direkt an den Einstieg und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. Wer zwischen den Tauchgängen Platz, Schatten und eine klimatisierte Lounge schätzt, findet hier mehr Ruhe als auf einem eng geplanten Tagesboot. Die Auswahl reicht von einer acht Tage und sieben Nächte dauernden Sinai Classic bis zur kurzen Mini-Safari mit vier Tagen und drei Nächten. Gesucht wird kein nostalgischer Holzrumpf, sondern ein neues, funktional eingerichtetes Schiff für viele Tauchgänge und wechselnde Reviere.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Reef Voyager eher wie ein ordentlich geplantes Arbeitsgerät für Taucher als wie ein dekoratives Kreuzfahrtschiff. Der Zugang führt schnell zu den Bereichen, die zählen: Tauchdeck, Zodiacs, Salon und die offenen Decks darüber. Nichts muss kompliziert erklärt werden, weil die Wege kurz bleiben und die Funktionen klar getrennt sind. Auf dem Tauchdeck wird es vor dem Einstieg geschäftig, danach verteilt sich die Gruppe in den klimatisierten Innenraum, die offene Lounge oder nach oben in die Sonne. Die moderne Auslegung zeigt sich weniger in Schmuck als in der Infrastruktur: Ladeplätze, Kameraspülung, Schatten am Tauchbereich und zwei Beiboote nehmen einer Safari viele kleine Reibungen. Wer an Bord kommt, findet keinen alten Kahn mit zufälligen Lösungen vor. Es ist ein neues Schiff, dessen Wert vor allem dort sichtbar wird, wo Taucher ihre Ausrüstung vorbereiten, ins Wasser gehen und nach dem Tauchgang wieder ankommen.
Die Stimmung an Bord
Die Reef Voyager ist auf eine überschaubare Gruppe ausgelegt, in der man sich nach kurzer Zeit nicht mehr vorstellen muss. Die Passagiere erleben den Tag vor allem über das Tauchdeck und die gemeinsamen Mahlzeiten; danach verteilen sie sich auf Salon, Lounge und Sonnendeck. Das schafft Nähe, ohne dass jeder Abend zum Pflichtprogramm wird. Die Crew übernimmt die Abläufe, die an Bord sonst schnell nerven: Sie unterstützt bei der Organisation der Tauchgänge, hält die Bereiche funktionsfähig und sorgt dafür, dass Essen und Pausen nicht mit dem Tauchbetrieb kollidieren. Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch und Italienisch werden gesprochen. Abends geht es eher um die Geschichten unter Wasser als um große Unterhaltung. Wer gerade von einem Wrack kommt, findet Gesprächspartner. Wer Ruhe braucht, findet sie ebenfalls. Die Kombination aus großzügigem Tauchdeck und komfortablen Lounges prägt den Charakter stärker als jede geplante Animation.
Die Tauchplätze
Die Route reicht von flachen, geschützten Riffen bis zu anspruchsvollen Wänden und tiefen Wracks. Ras Bob bleibt mit fünf bis 15 Metern ein guter Platz für junge Riffbewohner; Far Garden und Near Garden fallen bis 25 Meter ab und verbinden sandige Plateaus mit Wänden. Gordon Reef reicht bis 30 Meter und bringt ein markantes Wrack, Schildkröten und Adlerrochen zusammen. Die Thistlegorm liegt bis 32 Meter tief und bewahrt ihre Ladung aus dem Zweiten Weltkrieg als künstliches Riff. Rosalie Moller und die Straße von Gubal reichen bis 50 Meter; dort geht es um Wrackgeschichte, Strömung und Großfische. Ras Nasrani reicht bis 60 Meter, Thomas Reef bis 90 Meter. Rocky Island, Abu Nuhas, Tower und die Tiran-Riffe ergänzen das Bild mit Steilwänden, Drifts und pelagischen Begegnungen. Die Sinai Classic dauert acht Tage und sieben Nächte; Mini-Safaris fahren je nach Variante vier Tage und drei Nächte oder fünf Tage und vier Nächte von Sharm El Sheikh nach Sharm El Sheikh.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man an vielen Plätzen Muränen, Feuerfischen, Zackenbarschen, Makrelen, Barrakudas, Glasfischen und Weichkorallen. Auch Schildkröten, Napoleon-Lippfische, Mantarochen und Riffhaie gehören zum möglichen Bild, besonders dort, wo Strömung Wasser und Beute an die Riffe bringt. Rocky Island ist für Haie, starke Strömung und pelagische Tiere interessant; an Tower können im Sommer Jäger aus dem Blau auftauchen. Für einzelne Beobachtungen lohnt der genaue Platz: Delfine und Fledermausfische sind nur bei Thistlegorm verzeichnet. Der graue Riffhai und Kaiserfische wurden nur bei Near Garden genannt, der ozeanische Weißspitzenhai nur bei Ras Nasrani. Woodhouse Reef ist der besondere Ort für die grüne Meeresschildkröte und Seeanemonen. Bei Gordon Reef können Gartenaale, Steinfische und Trompetenfische das Riff genauer Hinsehen belohnen. Rosalie Moller bringt als einziger gelisteter Platz die Carangue à gros yeux mit.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew arbeitet international und spricht Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch und Italienisch. An Bord gibt es Tauchguides und Aktivitätsspezialisten, die Tauchgänge planen und den täglichen Ablauf koordinieren. Die Organisation ist auf Zodiacs und ein eigenes Tauchdeck abgestimmt: Die Ausrüstung bleibt dort vorbereitet, die Taucher werden zu den Riffen gebracht und nach dem Auftauchen wieder aufgenommen. Vor dem Einstieg braucht es klare Absprachen zu Strömung, Ausstieg und Rückkehr zum Boot, besonders an den Außenriffen von Tiran und bei pelagischen Tauchplätzen. Zur Sicherheitsausstattung gehören Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funkanlagen, GPS, Sonar, Ortungssysteme, Rettungsboote, Schwimmwesten und eine ausgebildete Crew. Feueralarm, Löschsysteme und eine Bilgenpumpe ergänzen die Ausrüstung. Angaben zu Gruppengrößen, Qualifikationen einzelner Guides und einer vorgeschriebenen Mindestzahl an Tauchgängen liegen nicht vor.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Für die Tauchlogistik stehen zwei Luftkompressoren und ein eigener Nitrox-Kompressor bereit. Nitrox ist verfügbar, ebenso DIN-Adapter; technische Taucher und Rebreather-Taucher sind willkommen. Sidemount ist mit einer Flasche möglich. Das Material wird auf dem Tauchdeck vorbereitet, dort gibt es Schatten, Flaschenspülbecken und eine Plattform für den Einstieg. Zwei aufblasbare Zodiacs mit jeweils sechs Metern Länge, Yamaha-Motoren mit 40 PS und Platz für zehn Personen bringen die Taucher zum Riff und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Das ist bei Strömungstauchgängen wichtiger als ein schöner Salon: Die Boote können die Gruppe dort aufnehmen, wo sie tatsächlich aus dem Wasser kommt. Leihausrüstung und Nitrox können genutzt werden; Nitrox kostet extra. Für Kameras gibt es eine getrennte Spülstation und Ladestationen. Flaschengröße und -material sind hier nicht angegeben.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen kann man sich in den klimatisierten Salon zurückziehen, in der offenen Lounge sitzen oder auf dem Sonnendeck einen Platz in der Sonne suchen. Die schattigen Bereiche am Deck sind dabei besonders wertvoll: Dort lässt sich die Ausrüstung trocknen, ohne dass man selbst in der Hitze liegen muss. Wer fotografiert, hat einen eigenen Bereich zum Sortieren und Laden; für Kameras gibt es außerdem eine getrennte Spülmöglichkeit. Während das Schiff zum nächsten Riff fährt, wechseln sich kurze Gespräche, Essen und echte Ruhe ab. An einem Nachmittag ohne Tauchgang muss niemand ein Programm erfüllen. Man kann die Küste beobachten, sich mit einem Buch in den Salon setzen oder oben einfach Wind und Licht mitnehmen. Diese Auswahl macht die Fahrzeit brauchbar, statt sie als verlorene Zeit zwischen zwei Tauchplätzen zu behandeln.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Licht mit dem Weg zum Tauchdeck und dem Briefing. Danach folgt der erste Einstieg, später reihen sich weitere Tauchgänge, Essen, Nachbesprechungen und die Vorbereitung der nächsten Flaschen aneinander. Zwischen den Sprüngen wechseln die Taucher vom Schatten auf dem Tauchdeck in den klimatisierten Salon oder nach oben in die Sonne. Wenn das Schiff zum nächsten Platz fährt, wird aus dem Tauchdeck für eine Weile ein Beobachtungsposten: Ausrüstung wird geordnet, Kameras werden gespült und die Route nimmt Gestalt an. Nach den Tagestauchgängen bleibt Zeit für eine Mahlzeit und Erholung, bevor ein Nachttauchgang den Blick auf das Riff verändert. Die Night Dives sind Bestandteil des Tauchpakets. Danach wird es auf dem Schiff ruhiger, aber nicht sofort still: Beim Essen werden die Begegnungen des Tages erzählt, dann verschwinden die meisten in ihren Kabinen, weil der nächste Tauchgang wieder früh beginnt.
Was man an Bord isst
Die Bordküche serviert drei Mahlzeiten am Tag als Buffet und stellt zusätzlich zwei Snacks bereit. Auf dem Teller landen lokale und westliche Gerichte, sodass die Küche nicht jeden Tag gleich schmeckt und auch nach mehreren Tauchgängen etwas Vertrautes bereithält. Vegetarische, vegane und Halal-Wünsche können mit Vorankündigung berücksichtigt werden. Wasser, Kaffee, Tee und alkoholfreie Getränke gehören dazu; Bier, Wein und Cocktails sind an Bord erhältlich. Gegessen wird in einem hellen, klimatisierten Bereich mit Blick nach draußen. Das ist auf einer Safari mehr als eine Pause für den Magen: Zwischen zwei Tauchgängen braucht der Körper eine richtige Mahlzeit, und am Tisch werden die Sichtungen des Vormittags verglichen, bevor die nächste Flasche vorbereitet wird. Die Buffetform lässt Raum für Nachschlag oder einen kleinen Teller, wenn der nächste Sprung ins Wasser näher kommt als gedacht.
Die Nächte auf See
Die Nächte an Bord sind auf Erholung zwischen langen Tauchtagen ausgelegt. Unterdeck liegen kompakte Zweibettkabinen, einige Betten lassen sich zum Doppelbett verbinden. Oberdeckkabinen bieten mehr Raum und Meerblick durch Panoramafenster; die Master-Suiten haben Kingsize-Betten. Alle Kabinen verfügen über eigenes Bad und Klimaanlage, dazu kommen WLAN, USB-Anschlüsse, Handtücher und weitere einfache Dinge, die man nach mehreren Tauchgängen tatsächlich benutzt. Die Kabine ist kein Ort für viel Gepäck oder langes Verweilen. Sie ist der Platz, an dem der Neoprenanzug trocknet, die Batterien laden und der Körper vor dem nächsten Wecksignal zur Ruhe kommt. Wer abends noch nicht schlafen will, kann in den Salon oder auf ein Deck wechseln. So bleibt die Koje für das, wofür sie auf einer Tauchsafari da ist: schlafen, statt den nächsten Tauchgang müde zu beginnen.
Zweibettkabine, Unterdeck
Zweibettkabine, Oberdeck
Master-Suite, Oberdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Abfahrt und Rückkehr erfolgen in Sharm El Sheikh. Transfers vom Flughafen und vom Hotel sind inklusive. Die Abstimmung der Anreise sollte vorab mit dem Veranstalter erfolgen. Wer entspannt an Bord gehen will, reist am besten einen Tag vorher an.
Decksplan
- Baujahr
- 2023
- Länge
- 30 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 22
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 2
- Motoren
- 2 × 800 PS Scania
- Reisegeschwindigkeit
- 13 Knoten
- Beiboote
- 2 × 40 PS Yamaha
- Webseite
- reefoasisfleet.com ↗
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