Tauchsafaris · Ägypten
Sea Serpent Contessa – viel Platz für lange Tage unter Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Contessa verbindet ein großes, eigens fürs Tauchen gebautes Schiff mit einem geräumigen Achterdeck auf Wasserhöhe.
- Die Route führt je nach Abfahrt zu den Brothers, nach Daedalus und Elphinstone oder zu den nördlichen Riffen und Wracks.
- Nitrox mit einem Sauerstoffanteil von 28 bis 32 Prozent ist an Bord ohne Aufpreis verfügbar.
- An Bord werden täglich drei bis vier Tauchgänge organisiert, auf Marinepark-Routen ohne Nachttauchgänge.
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Die Einladung
Die Sea Serpent Contessa ist für Taucher interessant, die auf einer Safari nicht zwischen Komfort und einem brauchbaren Tauchbetrieb wählen wollen. Ihr Schwerpunkt liegt klar auf dem Achterdeck: Ausrüstung bleibt dort, wo sie gebraucht wird, die Beiboote bringen die Gruppen zum Riff und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Dazu kommen ein geräumiger Salon, schattige Flächen und ein Oberdeck, auf dem man zwischen den Tauchgängen wirklich Abstand zum Trubel bekommt. Die möglichen Routen reichen von den nördlichen Riffen und Wracks bis zu Brothers, Daedalus und Elphinstone. Wer Großfisch sucht, findet hier die passende Bühne. Wer mit Familie oder als Schnorchler mitreist, ist ebenfalls willkommen. Die Contessa ist kein kleines Expeditionsboot, sondern ein komfortables Tauchschiff mit einem Tagesablauf, der viele Tauchgänge ohne ständiges Anstehen möglich macht.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Contessa wie ein Schiff, das für lange Tage auf See und nicht für kurze Hafenaufenthalte gebaut wurde. Der Holzrumpf, die Teakdecks und die klar gegliederten Außenbereiche geben ihr den Charakter einer klassischen Rotmeer-Liveaboard, während die renovierten Innenräume deutlich moderner ausfallen. Vom Kai aus fällt vor allem die breite Tauchplattform auf; an Bord führt der Weg nicht durch enge Hotelflure, sondern immer wieder nach draußen, zum Wasser, zum Schatten oder nach oben auf das Sonnendeck. Man hört die Maschinen, wenn das Schiff Fahrt aufnimmt, und das Arbeitsgeräusch der Crew gehört zum Alltag. Dafür verteilt sich das Leben an Bord gut über mehrere Ebenen. Nach dem Einchecken folgt eine Sicherheitseinweisung mit Rundgang und Feuerübung. Danach beginnt die eigentliche Reise: Ausrüstung sortieren, Buddy finden, erstes Briefing abwarten.
Die Stimmung an Bord
Die Contessa wirkt nicht wie ein Schiff, auf dem sich alle nur zu den Mahlzeiten begegnen. Die gemeinsamen Briefings, die Abläufe auf dem Tauchdeck und die Beiboote bringen die Gruppe immer wieder zusammen. Nach wenigen Tagen kennt man die üblichen Handgriffe des anderen: wer zuerst seine Flasche nimmt, wer lange am Kameratisch bleibt und wer nach dem Tauchgang direkt in den Schatten geht. Die Crew arbeitet dabei sichtbar mit und nicht nur im Hintergrund. Passagiere beschreiben die Deckcrew als gut eingespielt, freundlich und unkompliziert; auch Transfers und der Empfang an Bord werden als sauber organisiert erlebt. Abends bleibt der Salon der Treffpunkt, manchmal läuft Unterhaltung, oft reicht das Gespräch über die Sichtungen des Tages. Die Contessa ist groß genug, dass man sich zurückziehen kann, aber nicht so anonym, dass eine Woche ohne gemeinsame Gruppe vergeht. Genau dort liegt ihre Stärke.
Die Tauchplätze
Die Contessa fährt auf aufgezeichneten achttägigen Routen mit sieben Übernachtungen ab Hurghada und zurück. Bei Brothers, Daedalus und Elphinstone liegen drei der großen Offshore-Ziele direkt hintereinander: Big Brother bietet steile Wände und die Wracks Numidia und Aida; der geprüfte Tiefenbereich reicht dort bis -40m. Daedalus ist ein isoliertes Riff mit Steilwänden, Hart- und Weichkorallen sowie Chancen auf Hammerhaie und andere Großfische, mit einer maximalen Tiefe von -40m. Elphinstone bringt offene See, Wände und die Aussicht auf pelagische Begegnungen bis -60m. Die North-&-Brothers-Route verbindet diese Offshore-Tage mit Riffen und Wracks des Nordens. North & Tiran führt zu den vier Riffen der Straße von Tiran, wo Strömung, Korallenwände und Großfisch den Tauchgang bestimmen. Fanadir North ist mit -30m tiefer und strukturierter als die flachen Korallengärten von Gotha Abu Nugar North bis -9m. Shaab Ruhr Umm Gamar reicht bis -40m und verbindet Riff mit drei Wracks. El Fanadir bietet Wand und Plateau bis -40m; Shaab Sabina bleibt mit -14m flach und eignet sich für Korallengärten. El Fanous East bis -18m und El Fanous West bis -15m bringen geschützte Riffe, Schildkröten und die Möglichkeit auf Delfine. Die konkrete Auswahl richtet sich nach der gebuchten Route, Wetter und Marinepark-Regeln.

Daedalus →
Max. Tiefe · 40 m

Elphinstone →
Max. Tiefe · 60 m

Big Brother →
Max. Tiefe · 40 m

Numidia →
Max. Tiefe · 80 m

Fanadir North →
Max. Tiefe · 30 m

Gotha Abu Nugar North →
Max. Tiefe · 9 m

Shaab Ruhr Umm Gamar →
Max. Tiefe · 40 m

El Fanadir →
Max. Tiefe · 40 m

Shaab Sabina →
Max. Tiefe · 14 m

El Fanous →
Max. Tiefe · 27 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man an vielen Riffen Schildkröten, Anthias, Muränen, Barrakudas, Thunfischen, Carangiden, Papageifischen, Skorpionfischen und verschiedenen Hart- und Weichkorallen. Graue Riffhaie und Hammerhaie gehören eher zu den Begegnungen an den exponierten Offshore-Plätzen, wo Strömung und tieferes Wasser pelagische Fische an die Riffkante bringen. An Brothers Islands kann neben den Haien auch eine Anemone auffallen; der Weißspitzen-Riffhai ist in diesem Material nur dort verzeichnet. Daedalus ist der Platz für Großfisch mit großen Augen, Mantas und Hammerhaien. Elphinstone kann Schwarzspitzen-Riffhaie, Gorgonien und Lippfische liefern. An Shaab Ruhr Umm Gamar ist der riesige Zackenbarsch die besondere Suche, während El Fanadir den Gaterin ergänzt. Shaab Sabina steht für kleine Riffbewohner und die dort verzeichnete Demoiselle. Shaab El Erg bringt mit etwas Glück Spinnerdelfine, Glasfische und den seltenen Willan-Nacktschneckenfund. Tiran wird wegen seiner Korallen und der Möglichkeit auf Großfisch angefahren; in der Straße von Tiran ist die Grüne Meeresschildkröte als besondere Art verzeichnet. Keine dieser Begegnungen lässt sich bestellen. Genau das macht die Offshore-Tage aus.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchguides arbeiten in einem mehrsprachigen Team; an Bord werden Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch, Portugiesisch, Polnisch und Italienisch gesprochen. Die Guides teilen die Gäste nach Erfahrung und Ziel des Tauchgangs ein und erklären vor jedem Tauchgang Route, Strömung, Einstieg und Rückkehr zum Beiboot. Die Organisation ist auf geführte Gruppen ausgelegt, ohne dass ein festes Verhältnis von Guide zu Tauchern angegeben wird. SSI-Ausbildungen und Spezialkurse wie Nitrox, Tieftauchen oder Wracktauchen können an Bord stattfinden. Für Marineparks gilt: Ein Guide kann einzelne Tauchgänge bei ungeeigneter Erfahrung oder Bedingungen untersagen, und die Route kann sich ändern. Die Sicherheitsausstattung umfasst Sauerstoff, Erste-Hilfe-Material, Funk, Radar, GPS und Rettungsmittel. Beim Einchecken werden die Notausrüstung und die Abläufe erklärt; eine Feuerübung gehört zur Einweisung. Die geforderte Taucherfahrung hängt von der Route ab, nicht vom Schiff allein.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist geräumig, schattig und auf den täglichen Wechsel vieler Taucher ausgelegt. Flaschen, Jackets und persönliche Ausrüstung bleiben übersichtlich an den vorgesehenen Plätzen; für Kameras gibt es ein separates Spülbecken und eine eigene Arbeitsstation. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox wird kostenlos angeboten und liegt laut Bordinformation im Bereich von 28 bis 32 Prozent; die entsprechende Zertifizierung muss mitgebracht werden, Nitrox-Kurse sind an Bord möglich. Auch technisches Tauchen, Rebreather und Sidemount mit einer Flasche werden unterstützt. Zwei Beiboote übernehmen die Fahrten zum Riff sowie die Abholung nach dem Auftauchen. Eine warme Dusche und Außenduschen stehen nach dem Tauchgang bereit. Mietausrüstung kann organisiert werden, sollte aber vor der Abfahrt bestellt werden; konkrete Marken oder eine vollständige Standardausrüstung sind nicht genannt. Zusätzliche Tauchgänge und besondere Ausrüstung werden nicht als selbstverständlich vorausgesetzt.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt sich das Leben auf die schattige Außenfläche, den Salon und das Sonnendeck. Wer die Ausrüstung abgelegt hat, findet eine Liege für ein kurzes Nickerchen, einen Platz zum Lesen oder eine Bank, von der aus das Riffwasser unter dem Heck verschwindet. Der Salon ist klimatisiert und bietet Raum für Gespräche, Fotos und die Auswertung des letzten Tauchgangs. Für Kameras gibt es einen eigenen Bereich mit separatem Spülbecken; das verhindert, dass empfindliches Gerät zwischen Flossen und Jackets liegt. Wenn das Schiff fährt, wird aus der Pause eine stille Beobachtung des Meeres oder ein Rückzug in den Schatten. Ein Nachmittag ohne Tauchgang gehört nicht zum festen Tagesprogramm, kann auf den Routen aber durch Fahrten oder wechselnde Bedingungen entstehen. Dann ist Platz zum Schlafen, für ein Buch oder für den Blick auf die nächste Insel.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing, sobald die Gruppe und die Bedingungen für den nächsten Tauchgang feststehen. Danach geht es ins Wasser, zurück zum Tauchdeck, aus dem Neopren und an den Frühstückstisch. Zwischen den Tauchgängen bleibt Zeit zum Trinken, Essen, Trocknen, Schlafen und für die kurze Nachbesprechung, bevor das nächste Beiboot ablegt. Üblicherweise stehen drei bis vier Tauchgänge am Tag auf dem Programm. Auf geeigneten Riffen kann ein weiterer Tauchgang nach dem Tageslicht dazukommen; in Marineparks sind Nachttauchgänge verboten. Während der Fahrten verändert sich der Rhythmus: Das Tauchdeck wird ruhiger, die Crew bereitet die nächste Station vor und die Taucher wechseln zwischen Salon, Schatten und Sonnendeck. Nach dem Abendessen endet der Tag nicht mit einer Ansage, sondern meist mit Gesprächen über Tiere, Strömung und die Frage, wer am nächsten Morgen zuerst ins Wasser will. Dann läuft das Schiff weiter.
Was man an Bord isst
Die Küche arbeitet mit europäischen und ägyptischen Gerichten, dazu kommen lokale Meeresfrüchte und je nach Menü weitere Speisen aus der Region. Gegessen wird als Buffet oder à la carte, bei passendem Wetter auch draußen. Frühstück, Mittag- und Abendessen liegen nicht als große Unterbrechungen im Tag, sondern zwischen den Tauchgängen; dazu stehen über den Tag Snacks, Obst, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke bereit. Vegetarische und vegane Wünsche werden berücksichtigt. Nach mehreren Tauchgängen ist das Essen an Bord mehr als Versorgung: Es ist der Moment, an dem die Gruppe wieder zusammenkommt, Sichtungen vergleicht und die nächste Abfahrt bespricht. Die Rückmeldungen zur Küche fallen besonders stark aus, was bei einer Safari mit täglicher Wiederholung wichtiger ist als ein einzelnes festliches Abendessen. Die Contessa setzt auf abwechslungsreiche Buffets, nicht auf ein starres Menü.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen je nach Kategorie auf dem Unter- oder Hauptdeck und sind als Twin- oder Doppelbettkabinen ausgelegt. Jede hat ein eigenes Bad und eine Klimaanlage. Nach einem langen Tauchtag ist weniger entscheidend, wie luxuriös ein Raum beschrieben wird, sondern ob man dort schlafen kann, ohne erst Kleidung und Ausrüstung übereinanderstapeln zu müssen. Die Contessa bietet dafür eine klare, moderne Einrichtung und tägliche Reinigung. Auf dem Unterdeck liegt man näher am Schiff und hört mehr vom laufenden Betrieb; auf dem Hauptdeck ist der Weg zum Salon und zum Essen kürzer. Wer nachts empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte die Kabinenlage vor der Buchung klären. Draußen bleibt das Meer präsent: Motorgeräusch, Wind und das Arbeiten des Rumpfs gehören zu einer Nacht auf See dazu. Dafür endet der Tag nicht an einer Hotelstraße, sondern unter einem offenen Himmel.
Standard-Zweibettkabinen, Unterdeck
Standard-Zweibettkabinen, Hauptdeck
Doppelkabinen, Hauptdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die aufgeführten Fahrten starten in Hurghada und kehren dorthin zurück; einzelne Fahrpläne können den Hafen nach der Bootsplanung ändern. Transfers vom Flughafen oder Hotel zum Schiff und zurück sind eingeschlossen. Am Flughafen wartet ein Vertreter mit dem Namen des Schiffs und hilft bei der Weiterfahrt. Die Anreise am Vortag ist sinnvoll, damit eine Flugverspätung nicht den Einstieg in die Safari gefährdet.
Decksplan
- Baujahr
- 2008
- Jahr der Renovierung
- 2014 2020
- Länge
- 36 m
- Breite
- 7,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 24
- Anzahl Kabinen
- 12
- Anzahl Badezimmer
- 13
- Motoren
- 2 × 1200 PS Man
- Reisegeschwindigkeit
- 11 Knoten
- Beiboote
- 2 × Yamaha 65 PS
- Webseite
- seaserpentfleet.com ↗
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