Tauchsafaris · Philippinen
Navis 1 – Katamaran für Wracks, Riffe und lange Tage im Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Navis 1 verbindet die japanischen Wracks von Coron mit Barracuda Lake, Apo Reef und abgelegenen Inseln.
- Auf den Safaris sind bis zu vier geführte Tauchgänge täglich sowie Nachttauchgänge vorgesehen.
- Klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, großer Fensterfront, heißer Dusche und eine eigene Kamerakammer machen das Leben an Bord taucherfreundlich.
- Die Coron Safari dauert 7 Tage und 6 Nächte, die Apo Reef Safari 5 Tage und 4 Nächte.
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Die Einladung
Wer auf der Navis 1 einsteigt, sucht keine einzelne Spezialität, sondern eine ungewöhnlich dichte Mischung: japanische Wracks in Coron, ein geothermischer Süßwassersee, Begegnungen mit Dugongs und danach die Riffwände von Apo Reef. Das Schiff ist dafür gebaut, weit auseinanderliegende Tauchgebiete in einer Reise zusammenzubringen. Die Navis 1 ist ein großer, stabiler Katamaran mit viel Platz nach dem Tauchgang, ohne den eigentlichen Grund der Reise aus den Augen zu verlieren. Bis zu vier geführte Tauchgänge am Tag und Nachttauchgänge gehören zum Ablauf. Wer lieber an einem einzigen Riff bleibt, findet passendere Safaris. Wer dagegen in derselben Woche durch Wrackgänge, Thermokline, Steilwände und Korallengärten wechseln möchte, bekommt hier genau diese Abwechslung.
An Bord gehen
Die Navis 1 wurde 2022 renoviert und wirkt dadurch weniger wie ein Schiff, das nur Taucher transportiert, sondern wie ein bewusst eingerichtetes Zuhause für mehrere Tage auf See. Beim Ankommen geht es direkt in die Kabine, danach auf das Tauchdeck und weiter nach oben auf das große Dach. Die Wege sind kurz genug, dass Flasche, Handtuch und Logbuch nicht zu einer täglichen Suchaktion werden. Im Inneren gibt es eine Lounge für Gespräche und Präsentationen, draußen einen Essbereich mit Blick auf die Küste. Der Katamaran liegt ruhiger im Wasser als viele schmale Safari-Schiffe. Das merkt man besonders beim Anlegen der Ausrüstung und in den Pausen zwischen den Tauchgängen. Die technische Seite bleibt sichtbar, aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund.
Die Stimmung an Bord
Die Navis 1 lebt nicht von formeller Distanz. Lokale und internationale Crewmitglieder sprechen Englisch, Französisch und Italienisch und bleiben während der Reise sichtbar: beim Briefing, beim Einstieg, beim Essen und beim Zurückkommen an Bord. Nach einigen Tagen kennt man die Tauchpartner, die bevorzugte Flasche und den Platz am Tisch. Abends geht es nicht immer leise zu. Auf den längeren Coron-Safaris gehören Live-Musik und eine Karaoke-Party zum Programm, während andere Gäste sich auf dem Dachdeck zurückziehen können. Diese Mischung passt zu einer Reise, die tagsüber konzentriert und körperlich fordernd ist. Die Crew wird besonders für ihren Umgang mit den Gästen bewertet, ebenso die Küche. Das Entscheidende ist, dass beides im Tagesablauf spürbar bleibt und nicht nur auf dem Papier steht.
Die Tauchplätze
Die Coron Safari dauert 7 Tage und 6 Nächte und führt von Coron über die Wracks und Riffe der Bucht nach Apo Reef zurück nach Coron; ungefähr 18 bis 20 Tauchgänge sind vorgesehen. Barracuda Lake liegt bei maximal -40 m und zeigt Schichten verschiedener Temperatur und Dichte. Die Wracks reichen von der flacheren Lusong Gunboat bei maximal -12 m über Olympia Maru bei maximal -30 m und Okikawa Maru bei maximal -26 m bis zur Irako bei maximal -45 m. Kogyo Maru liegt bei maximal -36 m, Akitsushima bei maximal -38 m und Kyokuzan Maru bei maximal -42 m. Twin Peaks bietet zwei markante Riffnadeln bis maximal -25 m, Cathedral Cave eine Höhle bis maximal -30 m. Apo Reef erreicht maximal -40 m und verbindet Korallengärten, Steilwände und pelagische Begegnungen. Die kürzere Apo Reef Safari dauert 5 Tage und 4 Nächte mit ungefähr 12 Tauchgängen.

Apo Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Barracuda Lake →
Max. Tiefe · 40 m

Lusong Gunboat →
Max. Tiefe · 12 m

Olympia Maru →
Max. Tiefe · 30 m

Okikawa Maru →
Max. Tiefe · 26 m

Irako →
Max. Tiefe · 45 m

Kogyo Maru →
Max. Tiefe · 36 m

Akitsushima →
Max. Tiefe · 38 m

Kyokuzan Maru →
Max. Tiefe · 42 m

Twin Peaks →
Max. Tiefe · 25 m

Cathedral Cave →
Max. Tiefe · 30 m
Was man unter Wasser trifft
Über die Route hinweg begegnen einem vor allem Nacktschnecken und Schnapper; beide sind an mehreren Plätzen dokumentiert und gehören zu den Tieren, nach denen man beim langsamen Absuchen des Riffs Ausschau hält. Apo Reef ist der Platz für die großen Begegnungen: Dort können Zackenbarsche, Mantarochen, Riffhaie, Meeresschildkröten, Tintenfische und Carangiden auftauchen. An den geschützten Riffwänden und in den Korallengärten bleibt der Blick weit, und genau dort lohnt es sich, nicht nur ins Blaue zu schauen. Twin Peaks ist für Meeresschildkröten verzeichnet. Am Verde Island Drop-Off können strömungsabhängige Anthias zwischen der Wand und den Riffbereichen stehen. Das Alma Jane Wreck zieht mit Weichkorallen, Füsilieren, Gaterinen und Fledermausfischen eine andere Szene an. Die Begegnungen sind Gründe für den Tauchplatz, keine Versprechen für jeden einzelnen Sprung.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgänge werden geführt und von einer Crew begleitet, die Englisch, Französisch und Italienisch spricht. Das Verhältnis von Crew zu Passagieren liegt nahe bei eins zu eins, was bei mehreren Tauchgruppen und zwei Beibooten kurze Wege ermöglicht. Vorausgesetzt werden eine anerkannte Tauchzertifizierung auf Advanced-Open-Water-Niveau oder gleichwertig und mindestens 20 geloggte Tauchgänge. Wer diese Qualifikation noch nicht hat, kann an Bord den PADI Advanced Open Water Kurs belegen; außerdem werden PADI Enriched Air und PADI Wreck Diving angeboten. Die Briefings führen in den jeweiligen Platz und den Ablauf des Tauchgangs ein, bevor die Gruppen ins Wasser gehen. Für Notfälle sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, geschulte Crew, Funk, Satellitenkommunikation, Ortungsbake und Rettungsmittel an Bord.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und auf regelmäßige Tauchgänge ausgelegt: Es gibt eine Plattform, Spülbecken, getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras und eine eigene Kamerakammer. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox ist für zertifizierte Taucher verfügbar, ebenso Leihmaterial wie Tarierjacket, Atemregler, Neoprenanzug, Maske und Flossen; die Verfügbarkeit sollte vorab mit den benötigten Größen geklärt werden. Zwei Beiboote unterstützen den Tauchbetrieb neben der Plattform. Wie die Flaschen genau bestückt sind und welche Füllanlage verwendet wird, ist nicht angegeben. Das ist für die eigene Ausrüstung wichtig und sollte vor der Abfahrt geklärt werden. Nach dem Tauchgang gibt es Außenduschen, Handtücher und einen klar getrennten Bereich für die Kameras. Nachttauchgänge sind vorgesehen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt sich das Leben auf drei sehr unterschiedliche Orte. Das schattige Tauchdeck ist der Platz für die Rückkehr, den ersten Schluck Wasser und den Blick auf die Ausrüstung. Im offenen Essbereich wird gegessen, im Innenraum kann man sich hinsetzen, eine Präsentation ansehen oder die Bilder des letzten Tauchgangs sortieren. Dafür gibt es eine eigene Kamerakammer. Das große Dachdeck bietet mehr Abstand vom Trubel und einen weiten Blick über Palawan. Während der Fahrt bleibt Zeit zum Lesen, Schlafen oder für ein Gespräch, das nach dem Debriefing meistens von selbst weiterläuft. Wenn kein Tauchgang ansteht, kommen auch Kajaks, Stand-up-Paddle-Boards und Landausflüge ins Spiel.
Ein Tag an Bord
Ein Tag auf der Coron Safari beginnt mit dem ersten Briefing und führt dann von einem Tauchgang zum nächsten. Nach dem Auftauchen bleibt Zeit für Frühstück oder Snacks, Duschen, Logbuch und die kurze Fahrt zum nächsten Platz. An einem Tag stehen drei Tauchgänge auf dem Programm, an einem anderen vier; dazwischen wechselt das Schiff den Ort oder bleibt an einer Insel. Barracuda Lake, die Wracks von Coron, Riffe und ein Landgang auf Black Island geben den Tagen jeweils einen anderen Schwerpunkt. Später folgt, wenn es der Ablauf vorsieht, ein Nachttauchgang. Auf der Apo Reef Safari geht der erste Tag mit zwei Tauchgängen von Coron Richtung Riff, danach folgen Tage mit bis zu vier Tauchgängen. Am letzten Tauchtag endet der Tauchbetrieb mit dem letzten Sprung um 11:00 Uhr, bevor das Schiff nach Coron zurückkehrt.
Was man an Bord isst
Die Bordküche verbindet westliche und asiatische Gerichte und serviert sie als Buffet. Der Koch Mark bereitet die Mahlzeiten so zu, dass nach dem ersten Tauchgang nicht lange auf Essen gewartet werden muss; zwischen den Mahlzeiten stehen Snacks und Obst bereit. Wasser, Tee, Kaffee, Saft und alkoholfreie Getränke gehören zur Verpflegung, vegetarische Gerichte sind möglich. Streng vegane Ernährung kann nicht zugesagt werden. Gegessen wird im offenen Essbereich oder draußen, je nach Ablauf und Wetter. Bei vier Tauchgängen am Tag ist das Buffet praktisch: Man nimmt sich, was gerade passt, statt auf einen festen Gang zu warten. Abends darf es umfangreicher werden, aber die Küche bleibt Teil des Tauchbetriebs und nicht dessen Unterbrechung.
Die Nächte auf See
Die Nächte finden in klimatisierten Kabinen mit großer Fensterfront und eigenem Bad statt. Zur Wahl stehen Standard-Twin- und Standard-Double-Kabinen; Alleinreisende aus getrennten Buchungen teilen eine Kabine mit einer Person gleichen Geschlechts. Unter dem Bett bleibt Stauraum für das Gepäck, dazu kommen eine heiße Dusche und tägliche Reinigung. Das ist nach mehreren Tauchgängen wichtiger als eine lange Ausstattungsliste. Wer noch Energie hat, geht auf das große Dachdeck und sieht die Küste von Palawan unter sich vorbeiziehen. Wer Ruhe möchte, zieht sich in die klimatisierte Kabine oder die Innenlounge zurück. Die Nacht beginnt hier nicht mit Hotelbetrieb, sondern mit nassem Tauchzeug, trocknenden Handtüchern und dem leiser werdenden Schiff nach dem letzten Tauchgang.
Standard-Zweibettkabine
Standard-Doppelkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Navis 1 startet und endet im Hafen von Coron. Der Flughafen für Coron ist Busuanga Airport (USU); der Flughafentransfer ist nicht im Aufenthalt enthalten. Wer mit einem Transfer vom Flughafen oder Hotel anreist, sollte ihn vorab organisieren und einen Tag vor der Abfahrt in Coron sein. So bleibt Luft für Flugverspätungen und den Weg zum Hafen.
- Baujahr
- 2009
- Jahr der Renovierung
- 2022
- Länge
- 23 m
- Breite
- 13 m
- Maximale Passagierzahl
- 22
- Anzahl Kabinen
- 9
- Anzahl Badezimmer
- 12
- Motoren
- 2 × Weichai 350 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 7 Knoten
- Beiboote
- 2
- Webseite
- manta.ph ↗
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