Tauchsafaris · Philippinen
Sand Island Cat – Tubbataha mit ruhigem Katamaran
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Für Tubbataha gebauter Katamaran mit zwei leisen Außenbordmotoren und zwei Tauchbeibooten.
- Acht Tage und sieben Nächte ab Puerto Princesa mit 18 bis 21 Tauchgängen.
- 16 klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, darunter wandelbare Kabinen für Doppelbett oder Einzelkojen.
- Kostenloses Nitrox, vier elektrische Kompressoren und ein Tauchguide-Verhältnis von 4:1.
Die Einladung
Die Sand Island Cat ist für eine bestimmte Reise gebaut: hinaus zum Tubbataha-Riff, über Nacht über die Sulu-See, am Morgen direkt an Wänden, Riffdächern und Strömungskanten. Kein Schiff für eine beliebige Inselrunde, sondern ein schwimmendes Tauchlager mit zwei schlanken Rümpfen und zwei Beibooten, die euch vom Schiff zum Riff bringen. Wer Großfisch, klare Wände und lange Tage im Wasser sucht, findet hier den richtigen Schwerpunkt. Die Route dauert acht Tage und sieben Nächte ab Puerto Princesa und bringt 18 bis 21 Tauchgänge zusammen. Dabei bleibt genug Platz für eine Kabine mit eigenem Bad, einen klimatisierten Salon und das offene Deck über dem Wasser. Tubbataha ist nur schwer erreichbar. Genau deshalb fährt man mit einem Schiff wie diesem.
An Bord gehen
Beim Ankommen fällt zuerst auf, dass die Sand Island Cat kein umgebauter Holzrumpf ist, sondern ein neu gebauter Katamaran aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die beiden schmalen Rümpfe geben dem Schiff eine klare, zweckmäßige Form; die Außenbordmotoren laufen leise und sparen Platz im Inneren. An Bord bewegt man sich nicht durch ein verwinkeltes Schiff mit vielen Ebenen, sondern zwischen Salon, offenem Bereich, Sonnendeck und dem eigentlichen Arbeitsort am Heck. Dort stehen die Flaschen bereit, dort beginnt jeder Tauchgang. Die Gestaltung ist auf die lange Überfahrt und den Riffbetrieb ausgerichtet, nicht auf nautische Nostalgie. Das merkt man besonders nachts, wenn das Schiff ruhig in Richtung Tubbataha läuft und die Gäste schlafen, während die Crew die Überfahrt vorbereitet. Am Morgen liegt kein Hafen vor der Tür, sondern das Riff.
Die Stimmung an Bord
An Bord treffen maximal 32 Gäste auf ein Team, das den Tauchbetrieb und die Bewirtung gleichzeitig am Laufen hält. Die Guides arbeiten in kleinen Gruppen und kennen Tubbataha als Revier, nicht nur als Namen auf der Route. Für die Gäste bedeutet das: weniger Suche nach dem richtigen Einstieg, mehr Aufmerksamkeit für Strömung, Abstand und den Moment, in dem das Beiboot wieder an der Oberfläche wartet. Die Gruppe bleibt über eine Woche zusammen, beim ersten Kaffee ebenso wie beim Einsteigen ins Tender. Abends geht es nicht um ein Unterhaltungsprogramm, sondern meist um Essen, Bilder, den nächsten Tauchplatz und die Frage, was heute unter der Oberfläche zu sehen war. Die Sprache an Bord ist Englisch und Tagalog. Wer eine unaufgeregte, tauchorientierte Woche mit festen Abläufen sucht, wird sich hier schneller zurechtfinden als in einem schwimmenden Ferienhotel.
Die Tauchplätze
Die Tubbataha-Route verbindet flache Riffdächer mit Wänden, Strömungskanten und wenigen besonderen Orientierungspunkten. Staghorn Point reicht bis 30 Meter und führt durch dichte Hirschgeweihkorallenfelder, mit Chancen auf Mantas und Großfische. Terraces fällt bis 37 Meter ab; terrassierte Riffkonturen, Mantas, Riffhaie, riesige Gorgonien und Schwarzkorallen prägen den Platz. Jessie Beazley Reef geht bis 50 Meter an einem isolierten Korallensaum steil in die Tiefe, wo Barrakudas, Makrelen, Thunfische und gelegentlich Großhaie vorbeiziehen können. Seafan Alley reicht bis 37 Meter und ist von mannshohen Seefächern gesäumt. Washing Machine führt bis 25 Meter in dynamische Strömung. Shark Airport liegt bis 30 Meter an einer Putzerstation mit sandigen Bahnen für Riffhaie. Malayan Wreck endet bis 22 Meter an einem Wrack und einer strömungsreichen Steilwand. Wall Street reicht bis 30 Meter an einer senkrechten Wand. Amos Rock geht bis 40 Meter und verbindet starke Strömung mit großen Schwärmen. South Park bietet eine steile Wand mit pelagischen Fischen und Haien. Ko-Ok reicht bis 30 Meter, T-Wreck bis 40 Meter, Black Rock bis 40 Meter und Delsan Wreck bis 30 Meter. Die Reise startet und endet in Puerto Princesa und dauert acht Tage und sieben Nächte.

Staghorn Point →
Max. Tiefe · 30 m

Terraces →
Max. Tiefe · 37 m

Jessie Beazley Reef →
Max. Tiefe · 50 m

Seafan Alley →
Max. Tiefe · 37 m

Washing Machine →
Max. Tiefe · 25 m

Shark Airport →
Max. Tiefe · 30 m

Malayan Wreck →
Max. Tiefe · 22 m

Wall Street →
Max. Tiefe · 30 m

Amos Rock →
Max. Tiefe · 40 m

South Park →

Ko-Ok →
Max. Tiefe · 30 m

T-Wreck →
Max. Tiefe · 40 m

Black Rock →
Max. Tiefe · 40 m

Delsan Wreck →
Max. Tiefe · 30 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route sind Weißspitzen-Riffhaie, graue Riffhaie, Mantas und Meeresschildkröten die wiederkehrenden Begegnungen. Barrakudas, Napoleon-Lippfische, Walhaie, Hammerhaie, Tigerhaie und Hundezahn-Thunfische gehören ebenfalls zum möglichen Großfischbild, besonders dort, wo Strömung an Wänden und Riffkanten vorbeizieht. Die Plätze unterscheiden sich trotzdem deutlich. Terraces ist der Ort für Weichkorallen und Schwarzkorallen. In Washing Machine kann ein Schwarzspitzen-Riffhai durch die Strömung ziehen. Shark Airport ist eine Putzerstation und bietet neben Riffhaien auch Mähnen-Idole, Muränen und Fledermausfische. Seafan Alley verbindet große Gorgonien mit der Chance auf Zwergseepferdchen und Riffhaie. Ko-Ok ist der Platz für Frogfish und den Willan-Nacktschneckenfund. Wall Street kann einen Oktopus zeigen. Amos Rock steht für Makrelen. Was auftaucht, bleibt eine Begegnung, keine Zusage; das Riff entscheidet.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen werden im Verhältnis von einem Guide zu vier Tauchern geführt. Die Guides sprechen Englisch und Tagalog; ihre Ortskenntnis ist besonders für die Strömungsplätze und die steilen Wände von Tubbataha wichtig. Die Einstiegshürde ist niedrig: Gefordert werden mindestens Open Water Diver oder eine gleichwertige Brevetierung, eine Mindestzahl an Tauchgängen ist nicht angegeben. Auch ohne bisherige Tauchgänge wird das Schiff in den Anforderungen geführt, für die eigentliche Teilnahme bleibt die Zertifizierung maßgeblich. Kurse bis einschließlich Advanced Open Water können an Bord stattfinden. Die Briefings ordnen den Platz, die Gruppe und den Ablauf vor dem Einstieg; die Beiboote übernehmen danach den Transfer. Eine vollständige Sicherheitsausrüstung ist an Bord. Konkrete Angaben zu Sauerstoff, Defibrillator und Rückrufsystem liegen nicht vor, deshalb sollte man solche Details vor Abfahrt direkt klären.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist für einen vollständigen Tagesbetrieb ausgelegt: Flaschen stehen in Racks, BCDs haben eigene Ablageflächen, und auf beiden Rümpfen gibt es Spülmöglichkeiten. Vier elektrische Kompressoren, je zwei pro Rumpf, versorgen den Betrieb; eine Nitrox-Membrananlage ist vorhanden. Nitrox gehört zum Tauchpaket, DIN-Adapter liegen bereit. Angaben zu Flaschenvolumen, Material und Ventiltyp sind nicht genannt, daher sollte man diese Punkte vor dem Einsteigen klären. Leihausrüstung ist gegen Aufpreis erhältlich; Marken werden nicht angegeben. Für Fotografen gibt es einen eigenen Kameratisch, separate Spülbecken für Unterwasserkameras, Stauraum und Ladestationen. Nach dem Tauchgang wartet eine warme Dusche. Zwei 20-Fuß-Beiboote übernehmen die Transfers zu den Tauchplätzen und holen die Taucher nach dem Auftauchen wieder ab. Technisches Tauchen ist nicht vorgesehen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf den klimatisierten Salon, den offenen Salon und das Sonnendeck. Wer Schatten braucht, zieht sich nach drinnen zurück; wer nach dem Tauchgang trocknen und den Horizont sehen will, bleibt draußen. Die beiden Kayaks laden zu einer ruhigen Runde ein, sofern es der Reiseablauf zulässt. Während der Überfahrt nach Tubbataha wird aus dem Deck ein Beobachtungsplatz: keine Insel, kein Straßenlärm, nur Wasser und der Kurs zum Riff. An einem Nachmittag ohne Tauchgang kann man lesen, Bilder sichern, im Salon einen Film ansehen oder einfach liegen bleiben. Das Schiff bietet dafür mehrere Orte, ohne dass man sich in einem großen Resort verliert. Nach dem Einstieg kennt man den Weg vom Tauchdeck zur Dusche bald im Schlaf.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Licht. Zuerst steht das Briefing an, dann geht es mit dem Beiboot zum Riff oder direkt ins Wasser, bevor Frühstück und die erste längere Pause folgen. Über den Tag wechseln sich Tauchgänge, Essen, Oberflächenpausen und die kurzen Fahrten zu den nächsten Plätzen ab. Je nach Ablauf kommen mehrere Tauchgänge zusammen; für die gesamte Reise sind 18 bis 21 Tauchgänge vorgesehen. Zwischen den Einsätzen bleibt Zeit zum Trocknen, Ausruhen, Fotografieren oder für einen Platz im Schatten. Wenn das Schiff den Standort wechselt, wird aus dem Tauchdeck ein Fahrdeck und aus dem Riff ein Horizont. Nach dem letzten Tauchgang kommen Dusche, Essen und die Besprechung des nächsten Platzes. Die Überfahrt nach Tubbataha erfolgt über Nacht, sodass das Schiff bei der Ankunft am Morgen bereits am Zielgebiet liegt. Eine feste Uhrzeit für Wecken oder Tauchgänge ist nicht angegeben.
Was man an Bord isst
Auf den Tisch kommen westliche und lokale Gerichte, meist in Buffetform. Die Küche berücksichtigt angegebene Ernährungswünsche; warme und kalte alkoholfreie Getränke, Tee, Kaffee und Snacks stehen über den Tag bereit. Alkoholische Getränke und Spirituosen gehören ebenfalls zum Angebot, sind aber nicht Teil dessen, was jeder automatisch vorfindet. Der Esstisch muss bei einer Tauchsafari funktionieren: Man nimmt sich, was nach dem Auftauchen gut tut, ohne auf einen langen Restaurantablauf zu warten, und kann sich danach wieder dem nächsten Briefing oder der nächsten Pause widmen. Gerade bei 18 bis 21 Tauchgängen zählt diese unkomplizierte Form mehr als eine kunstvolle Speisekarte. Lokale Gerichte geben der Reise dabei einen philippinischen Bezug, während vertraute westliche Speisen den Tauchalltag leicht machen.
Die Nächte auf See
Die Nächte sind auf der Sand Island Cat vor allem ruhig und klimatisiert. Jede Gästekabine hat ein eigenes Bad, Stauraum und eine Tür; die Masterkabinen liegen vorn auf dem Hauptdeck, die Bridgedeck-Kabinen am Mittelgang, die übrigen Kabinen in den Rümpfen. Zehn Hull Cabins lassen sich als Doppelbett oder mit zwei Einzelkojen einrichten. Das ist praktisch für Paare, Tauchpartner und Alleinreisende, verlangt aber eine Entscheidung bei der Buchung. In den festen Queen-Kabinen liegt das Bett quer über die Rumpfbreite, während die Masterkabinen mit ihrer größeren Liegefläche mehr Raumgefühl bieten. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte die Kabinenlage vor der Buchung klären; die Antriebe sitzen außen an den Rümpfen, nicht als großer Maschinenraum mitten unter den Gästekabinen. Nach einem langen Tauchtag ist entscheidend, dass man die Tür schließt, duscht und die Klimaanlage laufen lässt.
Kabine Hull, wandelbar
Kabine Hull, Queen
Kabine Bridgedeck
Master-Kabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reise beginnt und endet in Puerto Princesa und dauert acht Tage und sieben Nächte. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind eingeschlossen; die genaue Organisation wird vor der Abfahrt mit den Gästen abgestimmt. Wer aus dem Ausland anreist, sollte einen Tag früher in Puerto Princesa eintreffen, damit eine verspätete Verbindung nicht den Einstieg gefährdet. Für die Rückreise ist dieselbe Reserve sinnvoll.
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Sand Island Cat ist für Tubbataha National Park ausgelegt und verfügt über ein vollständiges Abwassersammelsystem sowie ein Sewage Pollution Prevention Certificate. Ein AIS-Transponder unterstützt die sichere Navigation und die Kontrolle im Schutzgebiet. Die Konstruktion aus geschlossenzelligem Schaumkern mit positiver Auftriebskraft ist so ausgelegt, dass der Katamaran auch bei vollständig gefluteten Rümpfen schwimmfähig bleibt.
- Länge
- 41 m
- Breite
- 6,9 m
- Maximale Passagierzahl
- 32
- Anzahl Kabinen
- 16
- Motoren
- 2 × 115 PS Yamaha 4-Takt-Außenborder, sehr leise und effizient
- Beiboote
- 2 × 6,1 m aus GFK
- Webseite
- sandislandcat.com ↗
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