Tauchsafaris · Thailand
The Junk – eine Jonque mit Geschichte und echtem Tauchdeck
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Authentisches chinesisches Jonque-Schiff aus Holz, bekannt aus „007 – Der Mann mit dem goldenen Colt“.
- Die Route führt ab Thap Lamu zu den Similan und Surin Islands sowie nach Koh Bon, Koh Tachai und weiteren Tauchplätzen.
- Das Tauchdeck bietet Aluminiumflaschen, Nitrox, DIN-Adapter, getrennte Kameraspülung und zwei Beiboote.
- Die Crew wird besonders für ihre Sicherheit, ihre Tauchguides, das Essen und ihre persönliche Betreuung geschätzt.
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Die Einladung
The Junk ist kein Schiff für Taucher, die eine glatte Hotelkulisse suchen. Sie ist eine echte hölzerne Jonque mit Geschichte, sichtbaren Spuren ihres früheren Lebens und einem Tagesablauf, der klar auf das Tauchen ausgerichtet ist. Wer hier an Bord geht, sucht die Similan und Surin Islands nicht aus dem Fenster eines modernen Katamarans, sondern von einem Schiff aus, das selbst Teil der Reise ist. Dazu kommt eine Crew, deren Stärke nicht in großen Worten liegt: Sie organisiert die Tauchgänge ruhig, achtet auf Sicherheit und kümmert sich auch um die kleinen Dinge nach dem Auftauchen. The Junk passt zu dir, wenn du nach dem Tauchgang lieber einen heißen Drink und ein gutes Gespräch bekommst als eine Designlounge. Die Kabinen sind zweckmäßig, das Schiff hat Charakter. Genau dieser Tausch ist der Grund, warum viele Gäste wiederkommen.
An Bord gehen
Vom Kai aus fällt zuerst auf, dass The Junk nicht wie ein beliebiges Tauchboot aussieht. Die dunkle Holzkonstruktion, die traditionelle Linienführung und die sichtbare Patina erzählen von einem früheren Arbeitsleben auf südostasiatischen Gewässern. Sie wurde als chinesische Jonque gebaut und war später sogar Kulisse in „007 – Der Mann mit dem goldenen Colt“. An Bord bewegt man sich nicht durch sterile Gänge, sondern durch ein Schiff, dessen Holz arbeitet und dessen Räume miteinander verbunden sind. Der Motor gehört hörbar zum Erlebnis; wer absolute Ruhe während der Fahrt erwartet, sollte das wissen. Dafür entsteht schnell das Gefühl, wirklich unterwegs zu sein. Salon, Außendeck und Tauchbereich liegen nah beieinander. Nach kurzer Zeit kennt man die Wege, die Stimmen und die Handgriffe der Crew. The Junk wirkt nicht neu. Sie wirkt gebraucht, gepflegt und eigenständig.
Die Stimmung an Bord
The Junk lebt von einer Crew, die nicht nur ihre Aufgaben erledigt, sondern den Tag spürbar leichter macht. Die Tauchguides briefen klar, die Deckcrew hilft bei den schweren Teilen des Tauchens, und nach dem Auftauchen stehen Getränke oft schon bereit. Genau solche Handgriffe bleiben hängen: ein heißer Drink, ein Smoothie, ein Teller, der nicht lange leer bleibt. Die Gäste finden schnell über die Tauchgänge und den Esstisch zueinander. Auch allein Reisende werden nicht allein gelassen, ohne dass daraus Zwang entsteht. Abends werden Erlebnisse des Tages ausgetauscht, Geschichten weitererzählt und Begegnungen unter Wasser verglichen. Die Bewertungen spiegeln dieses Bild: Die Crew wird deutlich stärker wahrgenommen als das Schiff selbst, während Essen und Tauchen ebenfalls sehr hoch bewertet werden. Die Kabinen und manche Eigenheiten der alten Jonque sind einfach. Die Menschen an Bord machen daraus eine Reise, an die man sich erinnert.
Die Tauchplätze
Die Similan Islands verbinden große Granitblöcke, tiefblaues Wasser und eine maximale Tiefe von -40 m. An Elephant Head Rock führt der Tauchgang durch ein Labyrinth aus Granit bis -60 m; dort sucht man Riffhaie und Oktopusse zwischen den Felsformationen. West of Eden und North Point setzen auf Canyons, Kanäle und Granitblöcke, während Anita’s Reef farbige Korallengärten bis -35 m zeigt. Koh Bon ist für seine Putzerstation bekannt, an der Mantarochen vorbeikommen können. Koh Tachai fällt als Unterwassergebirge bis -40 m ab und bringt mit seinen Großfischen mehr Dynamik in die Route. Die Surin Islands bleiben mit intakten Riffen bis -25 m etwas geschützter und ruhiger. Das Boonsung Wreck liegt bis -18 m und ist ein ehemaliges Zinnbaggerschiff, das von dichtem Fischleben übernommen wurde. Die verzeichneten Fahrten starten und enden in Thap Lamu und dauern fünf Tage und vier Nächte oder sieben Tage und sechs Nächte.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen dir vor allem das Leben, das Strömung und Struktur an den Andaman-Riffen sammeln: Barrakudas, Riffhaie, Weißspitzen-Riffhaie, Walhaie, Meeresschildkröten, Napoleon-Lippfische, Mantarochen, Leopardenhaie und Thunfische können an mehreren Plätzen vorkommen. Dazu ziehen Nudibranchien, Muränen, Makrelen, Stachelmakrelen und Fusiliere durch die Riffe und Kanäle. Die großen Tiere bleiben Begegnungen, keine Zusage. Koh Bon ist der Platz für den Mantarochen an der Putzerstation, wenn einer vorbeikommt. Elephant Head Rock bringt Riffhaie, Oktopusse und den dort verzeichneten Drückerfisch zusammen. Koh Tachai ist die Route für Gorgonien, Karettschildkröten und den dort gemeldeten Plattwurm. Surin Islands sind der einzige verzeichnete Platz für den Buckelkopf-Papageifisch. Am Boonsung Wreck sucht man den Steinfisch und den Igelfisch zwischen dem Schwarmleben des Wracks. Genau diese Unterschiede machen die Route stärker als eine bloße Liste tropischer Arten.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch und arbeitet mit kleinen Tauchgruppen: Vorgesehen sind vier bis fünf Taucher pro Tauchleiter. Vor jedem Tauchgang geht das Briefing auf Platz, Tiefe, Strömung, Trennung und Notfallabläufe ein. Das schafft einen gemeinsamen Plan, ohne erfahrene Taucher unnötig einzuschränken. Für Thailand reicht Open Water mit mindestens zehn eingetragenen Tauchgängen; je nach Bedingungen kann die Crew einzelne Tauchgänge auslassen lassen, wenn die Erfahrung für die Situation nicht genügt. An Bord können der Advanced Open Water Diver und der Nitrox-Kurs absolviert werden. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein automatisierter externer Defibrillator stehen für den Tauchbetrieb bereit. Die Sicherheitsorganisation beginnt mit einer Einweisung und einer Rettungswestenübung, dazu kommen regelmäßige Übungen der Crew. Die Berichte über The Junk heben besonders die gründlichen Briefings, die ruhige Organisation und den konsequenten Sicherheitsfokus hervor.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und auf einen klaren Ablauf ausgelegt. Für den normalen Tauchbetrieb stehen zwölf Liter Aluminiumflaschen mit Gewichten und Bleigurt bereit; größere fünfzehn Liter Aluminiumflaschen können gemietet werden. Nitrox ist verfügbar und wird an Bord vorbereitet; die entsprechende Ausbildung kann ebenfalls während der Reise erfolgen. DIN-Adapter sind vorhanden. Eine persönliche Ablage und eine Aufbewahrungsbox halten das Set am Platz, während getrennte Spülbecken für Kameras verhindern, dass empfindliche Technik im allgemeinen Ausrüstungsbereich landet. Leihmaterial ist an Bord erhältlich, darunter komplette Sets sowie einzelne Atemregler, Jackets, Flossen, Masken, Neoprenanzüge, Lampen und Tauchcomputer. Zwei Beiboote übernehmen den Transfer zu den Plätzen und holen Taucher dort ab, wo sie auftauchen. Das ist bei Strömung mehr als Komfort: Man muss nicht gegen das Meer zum Einstiegspunkt zurückfinden. Eine Signalboje gehört zur persönlichen Tauchausrüstung; Deck- und Tauchhandtücher werden bereitgestellt.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf das schattige Tauchdeck, den Salon und das Sonnendeck mit Liegen. Manche bleiben bei ihrem Platz am Deck, trinken etwas und lassen die Ausrüstung in Ruhe; andere suchen den Salon mit Büchern, Filmen oder Spielen auf. Die überdachten Außen- und Innenbereiche machen es möglich, auch bei wechselndem Wetter draußen zu essen oder sich zurückzuziehen. Während der Fahrt wird aus dem Tauchboot wieder ein Reiseschiff: Man schaut auf die Inseln, liest, schläft oder wartet einfach auf das nächste Briefing. An tauchfreien Nachmittagen können Ausflüge zu den Inseln, Kajaks oder die Aussicht über die Bucht den Rhythmus verändern. Der Platz ist nicht auf maximale Privatsphäre ausgelegt. Dafür liegen die wichtigen Orte nah beieinander, und niemand verschwindet lange aus dem Bordleben.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit einem einfachen Frühstück und dem Briefing. Danach folgt der Einstieg über das Beiboot oder vom Tauchdeck, je nach Platz und Ablauf. Nach dem Tauchgang stehen Getränke bereit; später kommt das große Frühstück, das mehr als nur eine Mahlzeit ist, weil es die ersten Erlebnisse des Tages zusammenführt. Zwischen den weiteren Tauchgängen wechseln sich Schatten, Sonne, Essen, Schlaf und kurze Fahrten ab. Das Mittagessen wird nach dem nächsten Tauchgang serviert und bleibt bewusst leichter. Gegen 18:00 Uhr kommt das Abendessen, bevor die Dunkelheit weit genug fortgeschritten ist, um zum Nachttauchgang aufzubrechen. Danach gibt es etwas Süßes und Zeit für Gespräche im Salon oder draußen. Die genaue Zahl der Tauchgänge hängt von Route, Platz und Bedingungen ab. Sicher ist die Reihenfolge: Wasser, Essen, Ruhe, wieder Wasser. Dazwischen fährt The Junk weiter.
Was man an Bord isst
Die Bordküche verbindet thailändische Gerichte mit vertrauten westlichen Mahlzeiten. Vor dem ersten Tauchgang reicht für manche Kaffee, Toast und etwas Marmelade; danach folgt ein großes Frühstück mit Brot, Eiern, Speck, Schinken, Bohnen, Obst, Joghurt und je nach Tag Pfannkuchen oder Croissants. Reisbrei steht als asiatische Alternative bereit. Nach dem nächsten Tauchgang kommt ein leichteres Mittagessen mit Reis, Nudeln, Gemüse, Salaten und wechselnden Gerichten mit Fisch, Fleisch oder vegetarischen Zutaten. Das Abendessen findet gewöhnlich gegen 18:00 Uhr vor dem Nachttauchgang statt und bringt mehrere asiatische Speisen auf den Tisch, ergänzt durch westliche Gerichte. Dazwischen gibt es Obst und Kekse; nach dem Nachttauchgang wartet etwas Süßes. Vegane und vegetarische Wünsche kann die Küche berücksichtigen. Bei mehreren Tauchgängen täglich ist das keine Nebensache: gutes Essen hält den Tag zusammen.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf The Junk sind schlicht, klimatisiert und näher am Schiff als an einem Hotelzimmer. Es gibt Twin- und Double-Kabinen, Dreierkabinen und Viererkabinen; alle haben ein eigenes Bad mit Warmwasserdusche. Die Bullaugen lassen erkennen, dass hier nicht auf maximale Glasflächen gebaut wurde. Das passt zum Charakter des Schiffs: Die Kabine ist Rückzugsort zwischen den Tauchgängen, nicht das eigentliche Ziel der Reise. Erfahrungsberichte beschreiben die Kabinen als einfach, berichten aber auch von gutem Schlaf. Der Salon und die Außenbereiche nehmen den größeren Teil des Bordlebens auf. Nach dem letzten Tauchgang zieht man sich zurück, hört die Fahrt und das Arbeiten des Schiffs und merkt, dass man auf einem alten Holzboot schläft. Wer Platz, Ruhe und moderne Ausstattung über Geschichte stellt, findet andere Schiffe. Wer genau diese Nähe zum Meer sucht, wird sich hier schnell einrichten.
Vierbettkabinen
Dreibettkabine
Doppelkabinen Zweibett
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Similan-und-Surin-Fahrten starten und enden in Thap Lamu. Eingeschlossene Transfers verbinden Phuket Airport, Hotels in Phuket oder Khao Lak und das Schiff; die genaue Abholzeit wird mindestens achtundvierzig Stunden vor der Einschiffung mitgeteilt. Eine Anreise nach Phuket am Vortag ist sinnvoll, damit eine verspätete Flugverbindung nicht direkt den Einstieg gefährdet. Für die Rückreise sollte ebenfalls genug Abstand zum Ende der Fahrt bleiben.
Decksplan
- Baujahr
- 1962
- Jahr der Renovierung
- 1997
- Länge
- 33 m
- Breite
- 8,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 18
- Anzahl Kabinen
- 6
- Anzahl Badezimmer
- 7
- Motoren
- 1 × Hino 380 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 8 Knoten
- Beiboote
- 1 × 40 PS 4,2 m 1 × 115 PS 5,8 m
- Webseite
- thejunk.com ↗
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