Tauchsafaris · Thailand
Bunmee 4 – das Tauchschiff für lange Tage unter Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Bunmee 4 wurde 2023 renoviert und verbindet den Charakter eines älteren Stahlschiffs mit erneuerten Bereichen.
- Das geräumige Tauchdeck am Heck ist auf schnelle Einstiege und unkompliziertes Wiederaufnehmen ausgelegt.
- Zwei Hochdruckkompressoren füllen Luft und Nitrox mit einer Leistung von 34 m³/h.
- An Bord werden lokale thailändische Gerichte, westliche Küche, vegetarische und vegane Optionen angeboten.
- Die Routen führen von Phuket oder Khao Lak zu den Similan-, Surin- und südlichen Inseln der Andamanensee.
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Die Einladung
Die Bunmee 4 ist für Taucher gebaut, die mehr wollen als ein Bett über dem Wasser: mehrere Tage an den besten Plätzen der thailändischen Andamanensee, ohne jeden Morgen wieder an Land zu müssen. Das Schiff ist kein stilles Boutique-Hotel und gibt sich auch nicht als eines aus. Sein Wert liegt im Tauchbetrieb, im Platz am Heck und in einer Crew, die den Ablauf kennt. Wer ein frisch poliertes Designschiff sucht, findet anderswo vielleicht das passendere Boot. Wer dagegen vor dem Frühstück ins Wasser will, nach dem Tauchgang sein Gerödel liegen lassen möchte und abends mit anderen Tauchern Aufnahmen vom Tag anschaut, findet hier einen klaren Schwerpunkt. Dazu kommen Routen, die kurze Reisen zu den Similan-Inseln ebenso ermöglichen wie mehrtägige Fahrten von den nördlichen Inseln bis Phuket.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Bunmee 4 wie ein Arbeitsschiff, das für seine zweite Hälfte sorgfältig hergerichtet wurde. Der Stahlrumpf und die klare Aufteilung erinnern daran, dass hier nicht zuerst an Hotellobbys gedacht wurde. Die Renovierung 2023 bringt den Komfort dorthin, wo er auf einer Tauchsafari zählt: in die Kabinen, in den Aufenthaltsbereich und auf das Tauchdeck. Man bewegt sich vom Hauptdeck direkt zum Heck, wo die Ausrüstung vorbereitet wird, und steigt weiter nach oben zum Ess- und Aufenthaltsbereich. Vorne gibt es einen Beobachtungsplatz, darüber ein teilweise beschattetes Sonnendeck. Die Maschinen liegen achtern und damit möglichst weit von den Kabinen entfernt. Das ist kein Nebendetail: Nach einem langen Tauchtag entscheidet genau diese Trennung darüber, ob die Nacht erholsam bleibt. Die Bewertungen zeigen das passende Bild: Das Schiff wird solide, die Crew deutlich stärker beurteilt.
Die Stimmung an Bord
Die Atmosphäre an Bord ist warm, ohne dass daraus ein aufgesetztes Animationsprogramm werden muss. Nach einigen Tauchgängen kennt man die Gesichter, die Kameras und die kleinen Gewohnheiten der anderen. Die Crew bleibt dabei sichtbar: Sie hilft beim Ablauf, hält das Tauchdeck in Gang und begegnet den Gästen persönlich, statt nur hinter einer Rezeption zu stehen. Die Rückmeldungen zeichnen ein einheitliches Bild von hilfsbereiten, aufmerksamen und engagierten Menschen; genau das gleicht die nüchternere Bewertung des Schiffs aus. Auch Nichttaucher und Schnorchler sind willkommen. Das erweitert die Gruppe, ohne den Tauchbetrieb in den Hintergrund zu drängen. Abends werden Fotos und Videos gezeigt, man sitzt noch bei Essen oder einem Getränk zusammen und spricht über den Tauchgang, bei dem jemand den Oktopus fast übersehen hätte. So entsteht die Erinnerung eher aus vielen kleinen Handgriffen als aus großen Versprechen.
Die Tauchplätze
Die kurze Similan-Richelieu-Reise dauert fünf Tage und vier Nächte; die Varianten zwischen Similan und Richelieu dauern sechs Tage und fünf Nächte. Die längere Andaman Safari verbindet Khao Lak und Phuket oder fährt in umgekehrter Richtung und dauert neun Tage und acht Nächte. Im Süden gibt es vier Tage und drei Nächte zwischen Phuket und Phuket. Auf der Route liegen unter anderem die Granitlandschaften der Similan Islands mit Tiefen bis -40 m, Elephant Head Rock mit seinem Labyrinth bis -60 m und North Point mit Kanälen bis -35 m. Anita’s Reef reicht bis -35 m, West of Eden bis -40 m. Koh Bon ist für seine Putzerstation und mögliche Mantarochen bekannt; Racha Noi verbindet flache Buchten mit tieferen Riffen. Das Boonsung Wreck liegt bei maximal -18 m und ist ein ehemaliger Zinnbagger, der heute von Schwärmen und Muränen bewohnt wird. Koh Doc Mai fällt an Steilwänden bis -32 m ab, Surin Islands bis -25 m. Koh Waeo bleibt mit maximal -12 m zugänglich, während South Tip bis -70 m reicht und starke Strömungen mitbringt.

Similan Islands →
Max. Tiefe · 40 m

Elephant Head Rock →
Max. Tiefe · 60 m

North Point →
Max. Tiefe · 35 m

West of Eden →
Max. Tiefe · 40 m

Koh Bon →

Racha Noi →

Boonsung Wreck →
Max. Tiefe · 18 m

Koh Doc Mai →
Max. Tiefe · 32 m

Surin Islands →
Max. Tiefe · 25 m

Koh Waeo →
Max. Tiefe · 12 m

South Tip →
Max. Tiefe · 70 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route gehören Barrakudas, Makrelen, Thunfische, Füsiliere und große Stachelmakrelen zum wiederkehrenden Schauspiel. Weißspitzen-Riffhaie, Leopardenhaie, Meeresschildkröten und Riffhaie werden an mehreren Plätzen beschrieben; auch Walhaie und Mantarochen können auftauchen, besonders dort, wo Strömung und Putzerstationen Großfische zusammenführen. Zwischen den großen Tieren lohnt der Blick in die Riffstruktur: Nacktschnecken, Muränen und farbige Korallen sind keine Lückenfüller, sondern der Grund, langsam zu tauchen. Wer gezielt fährt, findet besondere Arten an einzelnen Plätzen. Racha Noi ist der verzeichnete Ort für den grauen Riffhai und die Gartenaale. Am Boonsung Wreck können Steinfische und Igelfische zwischen dem Metall liegen. Koh Doc Mai ist der Platz für den Bambushai. Koh Tachai bringt Gorgonien und die Möglichkeit auf eine Karettschildkröte, Surin Islands den Buckel-Papageifisch. Am South Tip werden Anemonen, Riffbarsche und Einhornfische genannt.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides und Tauchlehrer arbeiten mit CMAS-, SSI- und PADI-Qualifikationen. Im Team werden Englisch, Französisch, Russisch und Italienisch gesprochen; für die Briefings ist Englisch die zentrale Sprache. Vor jedem Tauchgang gibt es eine ausführliche Einweisung zum Platz, damit die Gruppe nicht erst unter Wasser herausfinden muss, wo sie entlang soll. Die tatsächliche Gruppengröße wird nicht angegeben, ebenso wenig eine feste Mindestzahl an Tauchgängen. Das ist wichtig für die Planung: Wer ein bestimmtes Betreuungsverhältnis oder ein gefordertes Erfahrungsniveau braucht, sollte es vor der Buchung klären. An Bord können unter anderem Open Water, Advanced Open Water, Nitrox- und Tieftauchkurse durchgeführt werden. Für die Sicherheit stehen Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, ausgebildete Ersthelfer, Funk- und Satellitenkommunikation, GPS, Radar, Sonar, Ortungssysteme und Rettungsmittel bereit. Ein Defibrillator wird nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Am Heck liegt ein geräumiges, beschattetes Tauchdeck mit einfacher Ausrüstungsvorbereitung und einer Plattform, von der aus zwei Leitern zurück an Bord führen. Die Bunmee 4 verwendet 12-Liter-Aluminiumflaschen mit DIN-International-Anschluss und Schraubverschluss. Für Taucher mit hohem Gasverbrauch können 15-Liter-Flaschen gemietet werden. Zwei Hochdruckkompressoren füllen Luft und Nitrox mit 34 m³/h; an Bord wird Nitrox 32 hergestellt. DIN-Adapter, getrennte Spülbecken für Kameras, ein Fotobereich und ein separates Becken für die übrige Ausrüstung erleichtern den Ablauf, ohne dass die Kameras im selben Wasser wie Flossen und Füßlinge liegen. Leihausrüstung ist über das Tauchzentrum verfügbar, konkrete Marken werden nicht genannt. Eine halbstarre Beiboot-Einheit bleibt bei Drift-Tauchgängen zur Unterstützung und zum Aufnehmen der Taucher in Bereitschaft. Außenduschen und warme Duschen gibt es ebenfalls an Bord.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf drei einfache Orte. Am Heck bleibt man nahe an der Ausrüstung und kann den nächsten Einstieg vorbereiten; weiter oben liegen Essbereich, Aufenthaltsraum und der Platz am Bug, an dem die Inseln vorbeiziehen. Das teilweise beschattete Sonnendeck ist der richtige Ort für ein Buch, ein Nickerchen oder eine trocknende Maske in der Hand. Im Video- und Multimedia-Bereich lassen sich Aufnahmen des Tages auf dem großen Bildschirm ansehen. Die Bibliothek, Spiele und Musik füllen die Stunden, in denen das Schiff unterwegs ist. Wer lieber nichts plant, findet genug Platz, um einfach liegen zu bleiben. Ein Beiboot bringt Taucher bei Strömungstauchgängen zurück und kann, wenn es die Route erlaubt, auch für Landgänge und Strände genutzt werden. Mehr braucht eine Pause nach dem Tauchgang nicht.
Ein Tag an Bord
Ein Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem Gang aufs Tauchdeck, nicht mit einem langen Frühstück. Danach folgen Tauchgang, Essen, Oberflächenpause und der nächste Abstieg, während die Crew Flaschen, Ausrüstung und die Plattform für den nächsten Einstieg vorbereitet. Je nach Route und Platz wechseln sich Tauchzeiten und Fahrt ab; an manchen Tagen gibt es mehrere Tauchgänge, dazu sind Nachttauchgänge im Paket vorgesehen. Das Frühstück wird nach dem ersten Abschnitt des Tages à la carte serviert, Mittag- und Abendessen stehen als Buffet bereit. In den Pausen wandert man zwischen Sonnendeck, Aufenthaltsraum und dem vorderen Beobachtungsbereich hin und her. Während der Fahrt bleibt Zeit für Schlaf, Fotos und die Sicht auf die Inseln. Nach dem letzten Tauchgang wird gespült, sortiert und gegessen. Dann beginnt der Teil, an den man sich später oft genauso erinnert: die Aufnahmen auf der großen Leinwand und die Gespräche darüber, was im Riff wirklich passiert ist.
Was man an Bord isst
Das Frühstück wird à la carte bestellt, Mittag- und Abendessen kommen als Buffet. Auf dem Tisch landen thailändische Gerichte mit Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse und lokalen Früchten, daneben auch westliche Speisen. Vegetarische und vegane Varianten sind möglich; alkoholfreie Getränke, Wasser, Tee, Kaffee und Snacks stehen bereit, während Bier, Wein und Cocktails nicht einfach zur Vollpension dazugehören. Die Küche gehört zu den auffälligsten Stärken der Bunmee 4. Das merkt man bei einer Tauchsafari nicht nur am Geschmack. Nach mehreren Stunden im Wasser braucht niemand ein kompliziertes Menü, sondern verlässliches Essen, das ohne lange Wartezeit satt macht und trotzdem nach Thailand schmeckt. Das Buffet lässt den Tisch schnell wieder frei, wenn das nächste Briefing ansteht. Abends wird daraus der Treffpunkt für die Geschichten des Tages.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen überwiegend auf dem Hauptdeck und haben eine eigene Klimaanlage, sodass die feuchte Wärme der Andamanensee draußen bleibt. Die Marina-Kabinen verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette; die beiden Horizon-Kabinen liegen oben und teilen sich ein Bad auf dem Hauptdeck. Mehr als die Einrichtung zählt nachts die Anordnung des Schiffs: Die Motoren sitzen am Heck, der Generator weit dahinter, die Schlafräume liegen dazwischen. Dadurch bleibt der Maschinenlärm gedämpft, statt direkt unter der Koje zu arbeiten. Morgens ist die Kabine wieder gemacht und die Handtücher werden regelmäßig gewechselt. Wer oben schläft, hat den kurzen Weg zum Aufenthaltsbereich und zum Beobachtungsplatz; wer im Hauptdeck bleibt, ist näher am Tauchbetrieb. Nachts liegt über dem Sonnendeck kein Hoteldach, sondern der Himmel der Andamanensee.
Doppelkabine Zweibett Horizon
Zweibettkabine Marina
Doppelkabine Zweibett Marina
Doppelkabine Marina
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Bunmee 4 startet je nach Route in Khao Lak oder Phuket und kehrt dorthin zurück oder endet im jeweils anderen Hafen. Hotel-, Zentrums- und Bootstransfers sind für die vorgesehenen Gebiete eingeschlossen; außerhalb dieser Bereiche muss die Organisation vorher geklärt werden. Die Thailand-Routen gehen in der Regel abends nach dem Essen an Bord, sodass die Anreise am selben Tag möglich ist. Trotzdem ist ein Ankunftstag vorher die bessere Wahl: Er nimmt Flugverspätungen aus dem Tauchurlaub und lässt Zeit, ruhig zum Treffpunkt zu kommen.
Was das Schiff für den Ozean tut
An Bord wird eine Edelstahl-Wasserflasche zur Verfügung gestellt, um Einwegplastik zu vermeiden. Außerdem werden organisches Duschgel, Shampoo und Seife angeboten. Weitere konkrete Maßnahmen zu Energie, Abwasser, Ankern oder Naturschutz sind nicht beschrieben.
- Baujahr
- 1996
- Jahr der Renovierung
- 2023
- Länge
- 29 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Motoren
- 2 × 380 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 9-10 Knoten
- Beiboote
- 1
- Webseite
- andamanscuba.com ↗
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