Tauchsafaris · Ägypten
Omneia Spirit – durchdachtes Tauchen im Roten Meer
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Omneia Spirit verbindet moderne Räume mit Tauchplätzen von den Brothers bis St. John’s.
- Das Tauchdeck ist auf bis zu vier Tauchgänge pro Tag und auf Unterwasserfotografie ausgelegt.
- Kostenloses Nitrox, zwei Zodiacs und ENOS gehören zum Tauchbetrieb an Bord.
- Die 13 Kabinen liegen auf drei Decks; viele Hauptdeckkabinen haben Meerblick und kurze Wege zum Tauchdeck.
Die Einladung
Die Omneia Spirit ist für Taucher gebaut, die ihre Woche nicht zwischen Hotelkomfort und Tauchbetrieb aufteilen wollen. Beides liegt hier nah beieinander: Die Kabinen auf dem Hauptdeck führen schnell zum Tauchdeck, die unteren Kabinen liegen nicht direkt am Maschinenraum, und auf dem Sonnendeck gibt es Platz für Essen, Pause und lange Gespräche nach dem Tauchgang. Das Schiff fährt zentrale und südliche Routen im Roten Meer, darunter die Brothers, Daedalus und St. John’s. Entscheidend ist aber nicht die Liste der Ziele, sondern die Art, wie die Reise gedacht ist: bis zu vier Tauchgänge am Tag, Nitrox ohne Aufpreis, Zodiacs für abgelegene Riffe und ein Deck, an dem Fotografen ihre Ausrüstung nicht auf dem Boden zerlegen müssen. Wer eine Safari sucht, bei der das Tauchen den Tagesablauf bestimmt und die Wege an Bord trotzdem vernünftig bleiben, findet hier einen klaren Schwerpunkt.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Omneia Spirit eher wie ein ordentlich geplantes Tauchschiff als wie ein umgebauter Ausflugsdampfer. Sie wurde 2018 gebaut und 2026 renoviert; das merkt man vor allem an der klaren Aufteilung von Kabinen, Salon, Sonnendecks und Tauchbereich. Die Wege sind kurz, ohne dass alles in einem einzigen Raum zusammenfällt. Ein kleinerer Salon auf dem Hauptdeck ergänzt den großen Salon auf dem Oberdeck, während Restaurant und Sitzbereiche auch draußen genutzt werden können. Unter Deck liegen Küche und Salon zwischen den Kabinen und dem Maschinenbereich. Das ist kein nebensächliches Detail: Wer nach einem langen Tauchtag schlafen will, liegt dort nicht direkt neben dem Motor. Auf drei Sonnendecks findet sich Sonne ebenso wie Schatten. Der Charakter bleibt funktional, aber die Gestaltung ist sichtbar auf Menschen ausgerichtet, die eine ganze Woche an Bord leben.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt vom gemeinsamen Takt der Tauchgänge. Nach dem Briefing sitzen Menschen, die sich am ersten Tag noch nicht kennen, bald nebeneinander beim Essen, warten gemeinsam auf das Zodiac und vergleichen später nicht nur Sichtweiten, sondern auch Muränen, Haie und verpasste Begegnungen. Die Crew bleibt dabei nah am Tagesablauf: Sie unterstützt beim Tauchen, Essen und auf dem Deck, ohne aus jeder Kleinigkeit ein Ereignis zu machen. Abends zieht sich die Gruppe in den großen Salon, an die Bar oder auf das Sonnendeck zurück. Auf einer Reise mit mehreren Tauchgängen täglich entsteht Nähe nicht durch Animation, sondern durch Wiederholung: dieselben Gesichter vor dem Sprung, dieselben Gespräche danach, dieselbe Crew, die weiß, wer noch eine Flasche braucht und wer erst einmal in Ruhe ankommen will.
Die Tauchplätze
Je nach Safari führt die Omneia Spirit zu unterschiedlichen Bereichen des Roten Meeres. Die North-Route von Hurghada nach Hurghada dauert 11 Tage und 10 Nächte; weitere Fahrten dauern 8 Tage und 7 Nächte, darunter St. John’s, St. John’s–Rocky Island–Zabargad sowie Brothers–Daedalus–Elphinstone. Elphinstone fällt mit seinen Steilwänden und Großfischen auf; die maximale Tiefe liegt bei -60 m. Carless Reef reicht bis -40 m und ist bekannt für frei im Blauwasser patrouillierende Muränen. Umm Gamar verbindet Riff, Wrackreste und eine Grotte bis -30 m. In der Straße von Gubal liegen historische Wracks zwischen Riffen; dort geht es bis -50 m. Shaab Abu Nuhas bietet Korallengärten und Fischschwärme bis -30 m. Fanadir North und South, Gotha Abu Galawa, Sachwa Abu Galawa sowie Shaab Umm Gamar bieten Riffwände, Sandflächen, Weichkorallen, Nachttauchgänge und Begegnungen mit Adlerrochen oder pelagischen Jägern. Shaab Ruhr Umm Gamar führt zusätzlich zu drei Wracks und reicht bis -40 m. Gotha Abu Nugar North ist mit maximal -9 m besonders flach. Zabargad Island steht für ein abgelegenes Inselriff; Rocky Island und die übrigen südlichen Ziele werden von Strömung und pelagischen Begegnungen geprägt.

Rocky Island →

Daedalus →
Max. Tiefe · 40 m

Elphinstone →
Max. Tiefe · 60 m

Carless Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Umm Gamar →
Max. Tiefe · 30 m

Shaab Abu Nuhas →
Max. Tiefe · 30 m

Fanadir North →
Max. Tiefe · 30 m

Gotha Abu Galawa →
Max. Tiefe · 35 m

Sachwa Abu Galawa →
Max. Tiefe · 30 m

Shaab Umm Gamar →
Max. Tiefe · 40 m

Shaab Ruhr Umm Gamar →
Max. Tiefe · 40 m

Gotha Abu Nugar North →
Max. Tiefe · 9 m

Zabargad Island →
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man an vielen Riffen Muränen, Riffhaien und Stachelmakrelen; je nach Platz kommen Thunfische, Barrakudas, Napoleons, Schildkröten, Rochen, Zackenbarsche, Skorpionfische und Rotfeuerfische dazu. Das Schauspiel wechselt mit der Landschaft: Schwärme ziehen über Korallengärten, Großfische stehen im Blau, und an den Wänden bleibt der Blick immer wieder draußen hängen. Einige Begegnungen geben der Route ihren besonderen Grund. An Zabargad Island kann ein Dugong auftauchen. Shaab Ruhr Umm Gamar ist der einzige genannte Platz für den riesigen Zackenbarsch. Carless Reef bietet die Möglichkeit auf einen Weißspitzen-Riffhai, Fanadir North auf einen Steinfisch. Elphinstone bündelt mehrere große Wünsche: Schwarzspitzen-Riffhai, Walhai, Tigerhai und riesige Carangiden sind dort als besondere Arten verzeichnet. In der Straße von Gubal stehen historische Wracks, Hartkorallen und eine große Carangue im Mittelpunkt; Shaab Abu Nuhas bringt Schmetterlings- und Papageifische dazu. Keine dieser Begegnungen ist bestellt. Genau deshalb steigt man ab.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchguides arbeiten mit einem Verhältnis von höchstens zwölf Tauchern pro Guide. An Bord wird mindestens Advanced Open Water Diver oder eine gleichwertige Qualifikation verlangt, außerdem 50 absolvierte Tauchgänge. Das richtet sich an Taucher, die mit Strömung, negativer Einweisung und selbstständigem Verhalten im Wasser umgehen können. Nitrox-Kurse sind möglich, müssen aber vorher angemeldet werden. Zur Sicherheitsausstattung gehören Sauerstoff, Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Material, Rettungsinseln und das ENOS-Rückrufsystem. Die Crew spricht Arabisch, Englisch und Deutsch. Die Organisation ist auf wiederholbare Abläufe ausgelegt: Briefing, Ausrüsten, Zodiac oder Sprung vom Tauchdeck, Rückkehr und Vorbereitung auf den nächsten Tauchgang. Ein Defibrillator ist für die Omneia Spirit nicht ausgewiesen und wird deshalb nicht versprochen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Auf dem Tauchdeck stehen 12-Liter-Aluminiumflaschen und Blei bereit; 15-Liter-Flaschen können vorbestellt werden. Zwei Bauer-Kompressoren und eine Nitrox-Membrananlage versorgen den Tauchbetrieb, Nitrox ist eingeschlossen. Leihausrüstung, Scooter, Doppelgeräte und Trimix sind nicht selbstverständlich an Bord und müssen vorab organisiert werden. Für Unterwasserfotografen gibt es eine Luftdusche, Süßwasserbecken und einen großen Kameratisch zur Pflege der Ausrüstung. Zwei Zodiacs bringen jeweils bis zu acht Taucher zu Plätzen, die das Schiff nicht direkt anlaufen kann, und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Eine warme Dusche steht nach dem Tauchgang zur Verfügung. Das Deck ist damit nicht bloß die Einstiegsstelle, sondern der Arbeitsbereich der Reise: Flasche wechseln, Kamera spülen, Blei anlegen, zurück ins Wasser.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf die drei Sonnendecks, die Sitzsäcke, Liegen oder den offenen Salon. Es gibt Bereiche für Sonne und Schatten, dazu einen klimatisierten Innenraum, wenn Wind, Hitze oder nasse Ausrüstung eine Pause drinnen angenehmer machen. Fotografen können ihre Kameras am großen Tisch pflegen, im Süßwasser spülen und im angrenzenden Bereich laden oder sicher verstauen. Während der Überfahrten wird aus dem Tauchdeck kein Hindernisparcours, sondern ein Arbeitsplatz, an dem die Ausrüstung für den nächsten Sprung ins Wasser vorbereitet wird. Wer nichts zu reparieren hat, findet in der Bibliothek, an der Bar oder einfach mit Blick über das Meer seinen Platz. Mehr muss eine Pause nicht leisten.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und führt anschließend in den ersten Tauchgang, ohne dass sich der Ablauf an festen Uhrzeiten festhalten lässt. Zwischen den Tauchgängen werden Flaschen gewechselt, Kameras gespült, gegessen und die nächste Einweisung vorbereitet. Je nach Route und Bedingungen sind bis zu vier Tauchgänge am Tag möglich; am letzten Tag bleiben zwei. Während der Überfahrten wird das Deck zum Arbeitsplatz oder zur Liege unter freiem Himmel. Ein Nachttauchgang kann Teil des Programms sein, sofern der Tauchplatz und die örtlichen Regeln es zulassen; in den Marineparks sind Nachttauchgänge verboten. Später am Abend wird gegessen, Material für den nächsten Tag vorbereitet und im Salon oder draußen zusammengesessen. Der Rhythmus ist dicht, aber verständlich: Briefing, Wasser, Essen, Pause, wieder Wasser. Am letzten Morgen endet die Safari mit zwei Tauchgängen und der Rückkehr zum Hafen am Nachmittag vor der Abreise.
Was man an Bord isst
Gegessen wird als Vollpension, meist im Buffetstil und mit westlichen wie lokalen Gerichten. Wasser, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke stehen bereit; zwischen den Mahlzeiten gibt es außerdem Snacks und frisches Obst. Das passt zum Alltag eines Tauchschiffs besser als ein langes Menü: Man nimmt sich, was gerade gut tut, isst ohne Umstände und ist schnell wieder bei der Ausrüstung oder im Schatten. Die Mahlzeiten werden im Restaurant oder draußen serviert. Wer nach vier Tauchgängen am Tag am Tisch sitzt, braucht keine Inszenierung, sondern verlässliches Essen, ausreichend Flüssigkeit und eine Küche, die auch mit besonderen Ernährungswünschen umgehen kann. Genau darin liegt der Wert der Bordküche: Sie hält den Körper für den nächsten Abstieg bereit, ohne den Abend unnötig zu verlängern.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Omneia Spirit spielen sich in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad, Regendusche und Kühlschrank ab. Die Twin-Kabinen haben getrennte Betten, dazu kommen Suiten mit Doppelbett und eine Einzelkabine auf dem Hauptdeck. Die meisten Kabinen liegen hell auf dem Hauptdeck und bieten Meerblick; von dort ist das Tauchdeck nur wenige Schritte entfernt. Wer oben die Mastersuite wählt, bekommt einen weiten Panoramablick, wer unten schläft, liegt nicht unmittelbar am Maschinenraum. Das Schiff ist kein schwimmendes Hotel mit endlosen Fluren. Man ist schnell von der Koje draußen, hört das Leben an Bord und findet ebenso schnell wieder Ruhe. Nach dem letzten Tauchgang werden nasse Sachen verstaut, die Klimaanlage läuft, und die Kabine wird für ein paar Stunden zum wichtigsten Raum des Schiffs.
Zweibettkabine
Suite
Einzelkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die North-Route startet und endet in Hurghada; für die übrigen Fahrten richtet sich der Hafen nach der gebuchten Route. Ein Gruppentransfer vom nächstgelegenen Flughafen zum Schiff und zurück ist vorgesehen und wird im Rahmen des Transfers organisiert. Die Einschiffung beginnt am Anreisetag ab 16 Uhr, die Abfahrt erfolgt am folgenden Tag nach Freigabe durch den Hafenmeister. Für eine entspannte Anreise empfiehlt es sich, einen Tag vorher in Ägypten einzutreffen.
- Baujahr
- 2018
- Jahr der Renovierung
- 2026
- Länge
- 42,5 m
- Breite
- 9 m
- Maximale Passagierzahl
- 26
- Anzahl Kabinen
- 13
- Motoren
- 2 × MAN 1200 PS
- Beiboote
- 2 zodiacs (je 8 Taucher)
- Webseite
- omneia-fleet.com ↗
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