Tauchsafaris · Ägypten
Blue Storm – moderne Basis für lange Tage unter Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Blue Storm ist ein modernes Tauchsafarischiff für bis zu 24 Gäste mit eigener Nasszelle in jeder Kabine.
- Nitrox 32 ist für brevetierte Nitrox-Taucher ohne Aufpreis verfügbar.
- Das großzügige Tauchdeck, mehrere Beiboote und ein großer Aktionsradius passen zu Routen von Hurghada bis in den tiefen Süden.
- An Bord gibt es drei bis vier Tauchgänge pro Tag, auf Marine-Park-Routen weniger.
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Die Einladung
Die Blue Storm passt zu Tauchern, die ein modernes Schiff mit klarer Ausrichtung auf das Tauchen suchen. Sie ist kein kleines Boot für eine Handvoll Gäste, sondern eine geräumige Plattform für lange Routen zu den abgelegenen Riffen des Roten Meeres. Entscheidend ist dabei nicht der Salon, sondern der Weg vom Frühstück zum Tauchdeck, vom Tauchdeck ins Beiboot und zurück an die Flasche für den nächsten Tauchgang. Nitrox für brevetierte Taucher, mehrere Beiboote und ein großes Arbeitsdeck nehmen den praktischen Druck aus einer intensiven Woche. Wer Brothers, Daedalus, Elphinstone oder die Riffe im tiefen Süden ansteuern möchte, sucht vor allem verlässliche Abläufe, gute Briefings und Platz für das eigene Tauchgepäck. Genau dort liegt die Stärke dieses Schiffs.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Blue Storm wie das, was sie sein soll: ein modernes Arbeitsschiff für Taucher, nicht ein umgebautes Hotelschiff mit nachträglich aufgestellter Tauchplattform. Die Linien sind klar, die Wege an Bord kurz genug für den täglichen Ablauf und zugleich großzügig genug, dass sich Flaschen, Anzüge und Menschen nicht ständig gegenseitig im Weg stehen. Auf dem Kai beginnt die Reise mit dem Einchecken und dem Verstauen der Tauchausrüstung in der persönlichen Box. Später hört man die Motoren, das Arbeiten der Crew und auf dem Tauchdeck das vertraute Klacken von Ventilen und Karabinern. Der Eindruck ist funktional und ordentlich. Die Blue Storm will nicht mit Patina oder Expeditionsromantik beeindrucken. Sie setzt auf Platz, moderne Technik und einen Ablauf, der auch am vierten Tauchgang des Tages noch funktionieren muss.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord entsteht weniger aus einem festen Unterhaltungsprogramm als aus der gemeinsamen Tauchwoche. Nach dem ersten Abend kennt man die Gesichter, die früh ins Wasser wollen, die am liebsten fotografieren und die nach dem Tauchgang sofort im Schatten verschwinden. Die Crew hält den Ablauf zusammen, ohne sich in den Vordergrund zu stellen: Essen kommt, Flaschen stehen bereit, und vor dem nächsten Tauchgang ist klar, was passiert. Abends sitzen die Gruppen im Salon oder draußen und vergleichen Sichtungen, Strömung und die eine Muräne, die jemand beinahe übersehen hätte. Die Passagierbewertungen zeichnen ein klares Bild: Das Schiff und die Verpflegung werden besonders stark wahrgenommen, die Crew etwas zurückhaltender. Das ist kein Warnsignal, sondern bedeutet, dass die Blue Storm vor allem über Organisation, Platz und Tauchbetrieb überzeugt. Wer persönliche Nähe sucht, bekommt sie eher im gemeinsamen Alltag als in einer inszenierten Show.
Die Tauchplätze
Die Blue Storm fährt je nach Abfahrt von Hurghada oder Port Ghalib verschiedene Routen mit acht Tagen und sieben Nächten. Zur Auswahl stehen unter anderem St. Johns, Daedalus und Fury Shoal, Brothers–Daedalus–Elphinstone, Daedalus–Rocky–Zabargad sowie North & Brothers und North & Tiran. Elphinstone fällt mit seiner Offshore-Lage, steilen Wänden und Begegnungen mit Longimanus, Hammerhaien und anderen Pelagiern auf; das Riffprofil reicht bis -60 m. Rocky Island ist klein, exponiert und von Wänden mit Weichkorallen, Gorgonien und Schwämmen umgeben. Fury Shoals verbindet ein weitläufiges Riffsystem mit Delfinen, Schildkröten und möglichen Begegnungen mit Hammerhaien. Fanadir North reicht bis -30 m und eignet sich für langsames Suchen an Wand und Plateau, während Gotha Abu Nugar North mit -9 m einen flachen Korallengarten bietet. Die Brothers fallen bis -85 m ab, Daedalus bis -40 m. Im Norden ergänzen Shaab Ruhr Umm Gamar mit drei Wracks und -40 m, El Fanadir mit -40 m, Shaab Sabina mit -14 m sowie Shaab El Erg die Riffauswahl.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man häufig Mantarochen, Riffhaien und Meeresschildkröten; auch Delfine und Hammerhaie werden an mehreren Plätzen gemeldet. Barrakudas, Makrelenverwandte, Thunfische, Napoleons, Muränen, Weichkorallen und Hartkorallen machen den Roten-Meer-Alltag aus. Das eigentliche Ziel der langen Fahrten sind jedoch die Begegnungen, die nicht überall möglich sind. Bei Zabargad Island kann ein Dugong im flachen, abgelegenen Riffbereich auftauchen. Shaab Ruhr Umm Gamar ist der Platz für den riesigen Zackenbarsch und zugleich für drei Wracks. Elphinstone ist mit Schwarzspitzen- und Tigerhaien, Gorgonien und Lippfischen verbunden; die Strömung an den Wänden bringt Bewegung und Großfisch in den Tauchgang. An den Brothers gehören Anemonen zum besonderen Bild, in Fury Shoals der Drückerfisch. Daedalus bietet die Chance auf Großaugenmakrelen, während Shaab El Erg für Glasfisch und Spinner-Delfine interessant ist. Keine dieser Begegnungen lässt sich bestellen. Gerade deshalb fährt man hinaus.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Blue Storm wird von mindestens zwei Diveguides begleitet; auf Marine-Park-Routen gelten zwei lizenzierte Guides mit höchstens acht Tauchern pro Guide. Die Guides sprechen Englisch und Deutsch. Am Abend erklärt der zuständige Tourguide Schiff, Sicherheit und Tauchbetrieb. Vor jedem Platz folgen detaillierte Briefings mit Einstieg, Strömung, Orientierung und den Sehenswürdigkeiten, damit erfahrene Tauchpartner den Tauchgang selbstständig planen können. Taucher mit weniger Erfahrung werden in einer kleinen Gruppe mit einem erfahrenen Taucher oder dem Tourguide eingeteilt. Für Marine-Park-Routen wie Brothers, Daedalus, Rocky Island und Zabargad sind mindestens 50 eingetragene Tauchgänge erforderlich; Nachttauchgänge sind dort verboten. Deko-Tauchgänge sind grundsätzlich nicht erlaubt, die maximale Tauchtiefe an Bord beträgt 40 m. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk, Radar und ein Defibrillator gehören zur Sicherheitsausstattung. Die Organisation ist damit klar auf eigenverantwortliches, aber begleitetes Tauchen ausgelegt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Für das Tauchen stehen zwölf Liter fassende Aluminiumflaschen mit DIN-Ventil bereit; INT-Adapter befinden sich an Bord. Fünfzehn-Liter-Stahlflaschen können auf Anfrage genutzt werden. Die Flaschen werden mit Bauer-Kompressoren gefüllt, während eine Membrananlage Nitrox 32 bereitstellt. Zertifizierte Nitrox-Taucher können damit ohne Aufpreis tauchen; ein Nitrox-Grundkurs ist an Bord möglich. Ein eigener Analyser kann mitgebracht werden, ein Analyser befindet sich ebenfalls an Bord. Das Jacket bleibt während der Safari an der Flasche, für Anzüge gibt es Bügel. Leihausrüstung, Computer und Lampen sind nach vorheriger Reservierung erhältlich, nicht automatisch verfügbar. Auf dem Tauchdeck gibt es Spülbecken und Stationen zum Laden von Lampen und Kameras. Für abgelegene Einstiege stehen ein großes Beiboot mit Außenbordmotor und zwei kleinere Yamaha-Boote bereit. Sie bringen die Gruppen zum Riff und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Salon, Terrasse und Sonnendecks. Wer Schatten braucht, zieht sich aus der Sonne zurück; wer trocknen und auf das nächste Briefing warten möchte, bleibt näher am Tauchdeck. Die Pausen reichen für einen Kaffee, ein paar Seiten im Logbuch oder ein Gespräch über das, was gerade unter dem Boot lag. Während der Fahrt wird aus dem Arbeitsdeck ein Beobachtungsplatz: Wasser, Horizont und gelegentlich die Spur des Beiboots, das eine Tauchgruppe zurückbringt. Ein Nachmittag ohne weiteren Tauchgang gehört nicht automatisch der Animation. Er gehört dem Körper. Anzüge hängen zum Trocknen, Kameras werden gespült, und manche Taucher schlafen einfach bis zur nächsten Mahlzeit. Das Schiff bietet dafür genug verschiedene Plätze, ohne dass die Ruhe der anderen verloren geht.
Ein Tag an Bord
Ein Tauchtag beginnt mit dem ersten Briefing und dem Early-Morning-Dive für diejenigen, die früh ins Wasser möchten. Danach folgt das gemeinsame Frühstück, bevor das Schiff oder das Beiboot den nächsten Riffabschnitt vorbereitet. Je nach Route sind bis zu vier Tauchgänge möglich; auf Marine-Park-Routen ist der Tagesplan meist auf drei Tauchgänge begrenzt. Zwischen den Einstiegen liegen Mahlzeiten, kurze Ruhepausen, das Trocknen der Ausrüstung und die Gespräche über den gerade beendeten Tauchgang. Wenn das Schiff den Platz wechselt, wird das Tauchdeck ruhiger und der Blick geht über offenes Wasser statt über das Riff. Am letzten Tag bleiben zwei Tauchgänge. Wer noch einen Nachttauchgang machen möchte, kann den Tag damit ausklingen lassen, sofern der Tauchplatz und die Schutzbestimmungen es erlauben. In den Marine Parks ist Nachttauchen generell verboten. Der Rhythmus bleibt dicht, aber verständlich: Briefing, Wasser, Essen, Ruhe, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Bordküche liefert drei frisch zubereitete Mahlzeiten am Tag und stellt zwischen den Tauchgängen Snacks bereit. Gegessen wird als Buffet mit westlichen und lokalen Gerichten; auch für Vegetarier gibt es Optionen. Wasser, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke stehen zur Verfügung. Bier und Wein können an Bord getrunken werden. Bei vier Tauchgängen ist der Esstisch kein Programmpunkt, sondern eine wichtige Zwischenstation: etwas Warmes essen, trinken, die nächste Flasche vorbereiten und wieder los. Die hohe Bewertung der Verpflegung passt zu diesem Ablauf. Gute Küche an Bord muss nicht spektakulär sein. Sie muss früh genug bereitstehen, nach dem Tauchgang verträglich sein und auch am Ende einer langen Safari noch Energie liefern. Genau das entscheidet darüber, ob der vierte Tauchgang Freude macht oder nur noch auf dem Papier existiert.
Die Nächte auf See
Die Nächte sind auf der Blue Storm vor allem Rückzug nach langen Stunden im Wasser. Die klimatisierten Kabinen liegen je nach Kategorie im Unter- oder Hauptdeck; einige bieten Meerblick, andere Doppelbetten oder getrennte Betten. Jede Kabine hat eine eigene Dusche und Toilette. Das ist nach einem langen Tag mehr wert als ein besonders großer Salon. Wer die Tür schließt, hat einen festen Platz für Kleidung, Logbuch und die Dinge, die nicht auf dem Tauchdeck bleiben sollen. Während der Fahrt dringen die Geräusche der Maschine gedämpft durch den Rumpf, dazu kommen Vibrationen und das gleichmäßige Arbeiten des Schiffs. Leichte Schläfer sollten das bei jeder Tauchsafari einplanen. Draußen verändert sich die Nacht vollständig: Auf dem Sonnendeck liegt nur Dunkelheit über dem Wasser, und über dem Schiff steht der Himmel. Dann merkt man, wie weit die Riffe vom Land entfernt sind.
Zweibett/Dreibett, Unterdeck
Doppel Meerblick, Oberdeck
Zweibett Meerblick, Hauptdeck
Doppel Meerblick, Hauptdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Blue Storm startet je nach Route in Hurghada oder Port Ghalib und kehrt zum jeweiligen Zielhafen zurück; einzelne Fahrten enden in einem anderen Hafen. Bei Abfahrten ab Port Ghalib ist der Transfer vom Flughafen Hurghada oder Marsa Alam zum Schiff und zurück eingeschlossen, bei Abfahrten ab Hurghada gilt das für den Flughafen Hurghada. Ein Tourguide empfängt die Gäste am Flughafen mit einem Blue-Planet-Schild und führt sie zum klimatisierten Bus. Für die Anreise ist ein Tag vorher sinnvoll, damit Flugverspätungen nicht den Einstieg in die Safari gefährden.
- Länge
- 40 m
- Maximale Passagierzahl
- 24
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 11
- Motoren
- there are 2 Motoren Doosan / Diesel Motor model no. V888TI
- Reisegeschwindigkeit
- 12 Knoten
- Beiboote
- 1 × 6,2 m mit 85-PS-Außenborder, 2 × 520 mit 40 PS (Yamaha)
- Webseite
- blueplanet-liveaboards.com ↗
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