Tauchsafaris · Ägypten
Cyclone – klassisches Holzschiff für entspannte Rote-Meer-Wochen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Cyclone ist ein 1998 gebautes Holzschiff mit zehn klimatisierten Twin-Kabinen und Platz für bis zu 20 Gäste.
- Das Tauchdeck bietet drei K14-Kompressoren, persönliche Ablagen, Spülmöglichkeiten, warme Duschen und zwei Zodiacs mit 5,5 beziehungsweise 4,8 Metern Länge.
- Nitrox und Leihausrüstung sind verfügbar, technische Tauchgänge gehören jedoch nicht zum vorgesehenen Profil.
- Auf dem Sonnendeck gibt es Schattenplätze und einen Jacuzzi, dazu einen klimatisierten Salon, eine Bar und WLAN.
Die Einladung
Die Cyclone passt zu Tauchern, die kein neues Stahlschiff mit möglichst viel Technik suchen, sondern eine überschaubare Plattform für klassische Rote-Meer-Routen. Ihr Charakter kommt vom Holz, vom begrenzten Kreis der Mitreisenden und vom klaren Schwerpunkt auf entspanntem Tauchen. Auf dem Programm können Ikonen wie die Thistlegorm und die Rosalie Moller stehen; Abu Nuhas gehört ebenfalls zu den genannten Zielen. Das macht die Cyclone interessant für Wracktaucher, die bekannte Namen nicht nur von Land aus erreichen wollen. Wer ein Schiff mit technischem Anspruch, Rebreather-Logistik oder speziell ausgebautem Fotodeck sucht, findet passendere Boote. Wer dagegen nach einem unkomplizierten Tauchschiff mit gutem Aufenthaltsbereich und Twin-Kabinen sucht, findet hier einen nachvollziehbaren Zugang zum nördlichen Roten Meer.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Cyclone wie ein Schiff mit gelebtem Bordalltag, nicht wie ein schwimmendes Designhotel. Der Holzkörper gibt ihr eine andere Ausstrahlung als ein moderner Stahlrumpf; Baujahr 1998 steht hier für ein älteres Schiff, dessen Wert vor allem in der eingespielten Nutzung liegt. Man bewegt sich zwischen Innen- und Außenbereichen, Salon, Bar und Tauchdeck ohne die Wege eines großen Kreuzfahrtschiffs. Für bis zu 20 Gäste bleibt die Gruppe überschaubar genug, dass Gesichter und Ausrüstung schnell vertraut werden. Der klimatisierte Salon ist der Rückzugsort nach dem Tauchgang, während das offene Deck den Blick auf das Wasser freigibt. Die Cyclone ist nicht barrierefrei. Sie richtet sich an Taucher und Schnorchler, nicht an Gäste, die möglichst wenig mit einem Schiff und möglichst viel mit einem Hotel zu tun haben wollen.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung auf der Cyclone dürfte eher von einer kleinen, gemischten Tauchgruppe als von großem Bordbetrieb geprägt sein. Twin-Kabinen machen das Schiff für Freunde und Gruppen praktisch, zugleich werden auch allein reisende Taucher aufgenommen. Nach wenigen Mahlzeiten kennt man die Gesichter, die Flaschen und meist auch die bevorzugte Sitzbank. Die Crew spricht Arabisch und Englisch und unterstützt die organisierten Tauchabläufe, ohne dass das Schiff auf formelle Kreuzfahrt-Etikette setzt. Abends geht es in den Salon, an die Bar oder auf das Sonnendeck; dort werden Bilder gezeigt, Filme geschaut oder die Begegnungen des Tages besprochen. Wer eine ruhige Woche mit festen Abläufen und genügend gemeinsamen Flächen sucht, wird sich eher wiederfinden als jemand, der ein anonymes Resort mit viel Privatsphäre erwartet.
Die Tauchplätze
Die Cyclone wird für Rote-Meer-Routen mit bekannten Wracks und Riffen eingesetzt. Zu den genannten Höhepunkten gehören die Thistlegorm, die Rosalie Moller und Abu Nuhas. Die Thistlegorm steht für den Tauchgang, bei dem nicht nur Stahl und Ladung zählen, sondern auch die Geschichte des Wracks: Motorräder, Lastwagen und andere Relikte machen aus dem Abstieg eine Erkundung. Abu Nuhas bringt mehrere Wracks in ein Gebiet, in dem Sand, Metall und Riff eng beieinanderliegen. Die Rosalie Moller ist der Name für Taucher, die ein tieferes und anspruchsvolleres Wrackerlebnis suchen. Eine geprüfte Standortliste mit exakten Tiefen, Fahrzeiten und Bedingungen liegt für diese Seite nicht vor; deshalb werden keine Tiefen geschätzt und keine Dauer der Überfahrten versprochen. Welche Plätze tatsächlich auf der gebuchten Woche liegen, hängt von der Route und den Bedingungen ab.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides und die übrige Crew kommunizieren auf Arabisch und Englisch. Die Tauchgänge werden organisiert durchgeführt, mit Tendern, festem Tauchdeck und vollständiger Sicherheitsausstattung an Bord. Angaben zur Zahl der Guides, zur Größe der Tauchgruppen, zu einzelnen Qualifikationen oder zu einer bestimmten Ausbildung werden nicht gemacht. Auch ein genaues Rückrufsystem oder ein Defibrillator sind nicht ausgewiesen. Für Einsteiger ist deshalb entscheidend, die Anforderungen der konkret gebuchten Route zu prüfen: Die verfügbaren Nord-Rotmeer-Routen reichen von Angeboten ohne Mindestzertifizierung bis zu Wrackprogrammen, für die Advanced Open Water oder eine gleichwertige Ausbildung verlangt wird. Die Briefings und die Einteilung der Gruppen gehören zum Bordbetrieb; die genaue Organisation kann je nach Route und Bedingungen variieren.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf einen geordneten Ablauf ausgelegt: persönliche Ablagen, Spülmöglichkeiten, warme Duschen, Ladestationen und Tender für die Einstiege gehören zur Ausstattung. Gefüllt wird an Bord mit drei K14-Kompressoren. Nitrox ist verfügbar, jedoch nicht automatisch Teil der Reise; die Nutzung erfolgt gegen Aufpreis. DIN-Adapter sind vorhanden. Zur Ausrüstung gehören außerdem Leihausrüstung und die üblichen Gewichtssysteme, wobei die Miete kostenpflichtig ist. Angaben zu Marken, Flaschentypen und einem bestimmten Flaschenvolumen liegen für diese Cyclone nicht vor. Für technische Tauchgänge ist das Schiff nicht vorgesehen. Ins Wasser geht es über zwei Zodiacs: eines ist 5,5 Meter, das andere 4,8 Meter lang. Sie bringen die Gruppen vom Tauchdeck zum Platz und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Wer mit Kamera taucht, findet Spülmöglichkeiten, persönliche Ablage und Ladestationen, aber kein ausgewiesenes separates Fotolabor.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf den klimatisierten Salon, den Innenbereich und das Sonnendeck. Wer Schatten sucht, findet dort geschützte Plätze; wer nach dem Essen Wärme und offenen Himmel möchte, kann sich nach draußen setzen. Der Jacuzzi ist der auffälligste Ort für die Pause, daneben bleiben Liegen und die Bar für die langsameren Stunden. Im Salon laufen Filme oder andere Unterhaltung, während draußen eher gesprochen, gelesen oder einfach über die Wasserfläche geschaut wird. Die Cyclone bietet damit beides: einen klimatisierten Rückzug nach dem Tauchgang und einen offenen Platz, an dem die Fahrt zum nächsten Riff spürbar bleibt. WLAN ist an Bord vorhanden, sollte aber nicht der Grund sein, diese Reise zu buchen.
Ein Tag an Bord
Ein verbindlicher Tagesablauf mit Weckzeiten, festen Tauchzeiten oder Nachttauchgängen ist für die Cyclone nicht ausgewiesen. Fest steht nur die Abfolge, die eine solche Reise trägt: Briefing, Tauchgang, Rückkehr mit dem Zodiac, Essen und Pause, bevor das Schiff oder der Tender wieder zum nächsten Einstieg führt. Je nach Route und Seegang kann sich dieser Ablauf verschieben. Wer eine Woche mit exakt dokumentierten vier Tauchgängen täglich oder einem fest zugesagten Nachttauchgang sucht, sollte die konkrete Abfahrt prüfen. Die Ausstattung ist auf organisierte Tauchgänge ausgelegt; der Tagesrhythmus selbst bleibt vom Revier und der jeweiligen Reiseplanung abhängig.
Was man an Bord isst
Gegessen wird in Buffetform, mit westlichen und lokalen Gerichten. Dazu kommen Snacks über den Tag, heiße und kalte alkoholfreie Getränke sowie alkoholische Getränke und Spirituosen. Die Küche kann auf angegebene Ernährungswünsche eingehen. Auf einer Tauchwoche ist das Buffet mehr als eine Mahlzeit zwischen zwei Programmpunkten: Es lässt sich nehmen, wenn der Körper nach dem Wasser zuerst etwas Einfaches braucht, und es bringt die Gruppe an einen Tisch, ohne aus dem Essen eine lange Zeremonie zu machen. Morgens, mittags und abends liegt der Schwerpunkt auf unkomplizierter Verpflegung für einen Tag, an dem die Beine vom Einstieg und die Schultern vom Gerät ohnehin genug gearbeitet haben.
Die Nächte auf See
Die zehn Twin-Kabinen sind klimatisiert und haben jeweils ein eigenes Bad. Das ist auf einer Tauchwoche wichtiger als eine große Kabine: Nach dem letzten Tauchgang gibt es einen privaten Ort zum Duschen, Trocknen und Schlafen, ohne für jede Kleinigkeit an Deck bleiben zu müssen. Die Kabinen sind funktional eingerichtet und bieten Stauraum für persönliche Dinge; die Tauchausrüstung bleibt dort, wo sie hingehört, am Tauchplatz auf dem Deck. Nachts zieht sich das Leben aus Salon und Sonnendeck zurück. Dann zählt weniger die Ausstattung als die Frage, ob die Klimaanlage angenehm läuft und ob man nach einem langen Tag Ruhe findet. Wer allein reist, kann eine Twin-Kabine teilen; Einzelbelegung ist möglich, aber nicht selbstverständlich im Grundpreis enthalten. Das Schiff bleibt ein Tauchboot, kein schwimmendes Boutique-Hotel.
Zweibettkoje
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die nördlichen Routen des Roten Meeres starten je nach Reise ab Sharm el Sheikh oder Hurghada. Ein Transfer vom Flughafen oder Hotel ist in den vorliegenden Angaben nicht beschrieben und sollte vor der Anreise direkt für die gebuchte Abfahrt geklärt werden. Für eine entspannte Einschiffung ist es sinnvoll, bereits am Vortag anzureisen.
- Baujahr
- 1998
- Länge
- 32 m
- Breite
- 7 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Motoren
- 2 × 450 PS Cummins
- Beiboote
- Zodiacs mit 5,5 m und 4,8 m
- Webseite
- tornadomarinefleet.com ↗
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