Tauchsafaris · Ägypten
Red Sea Blue Force 2 – kurze Wege zu Wracks und Riffen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Red Sea Blue Force 2 fährt ab Sharm El Sheikh auf die North- und Extended-North-Routen.
- Auf dem Tauchdeck stehen Aluminiumflaschen S80 mit DIN- und INT-Anschlüssen bereit; Nitrox ist verfügbar.
- Die Tauchgänge starten über eine Plattform mit Stauraum und zwei Zodiacs.
- Die Küche, das Tauchen und das Preis-Leistungs-Verhältnis werden besonders stark bewertet.
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Die Einladung
Dieses Schiff passt zu Tauchern, die im Roten Meer nicht lange zwischen den Tauchplätzen unterwegs sein wollen. Von Sharm El Sheikh aus führt die Reise zu den Riffen der Straße von Tiran, in den Ras-Mohammed-Nationalpark und zu den Wracks im Norden. Die Extended-North-Route verbindet bekannte Namen wie Thistlegorm mit weniger bekannten Riffen und historischen Wracks. Das macht die Red Sea Blue Force 2 interessant für eine erste Tauchsafari, ohne sie auf Anfänger zu beschränken: Auch Techniker finden passende Optionen. Gesucht wird hier kein schwimmendes Resort mit langen Seetagen, sondern ein Schiff, das die Zeit möglichst oft unter Wasser verbringt. Dazwischen stehen gutes Essen, kurze Wege und eine Crew, die ihre Gäste nicht sich selbst überlässt.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Red Sea Blue Force 2 wie ein kompaktes Arbeitsschiff für eine Woche auf dem Wasser, nicht wie ein anonymes Hotel. Der Zugang führt direkt zu den Bereichen, in denen später Flaschen vorbereitet, Briefings gehalten und Taucher zu den Zodiacs geschickt werden. Innen liegen Salon und Essbereich zusammen, außen gibt es Sitzplätze, Bar und Sonnendecks. Dadurch bleibt das Schiff überschaubar: Man findet sich schnell zurecht, begegnet denselben Gesichtern und muss zwischen Kabine, Salon und Tauchplattform keine langen Wege zurücklegen. Die klare Aufteilung verrät, wofür dieses Boot gebaut wurde. Es soll die Gruppe zum Riff bringen und den Ablauf an Bord einfach halten.
Die Stimmung an Bord
Die Atmosphäre ist eher vertraut als formell. Die Crew arbeitet seit Jahren zusammen und schafft dadurch einen Umgang, bei dem Hilfe nicht erst über mehrere Schichten weitergereicht werden muss. Die Bewertungen zeigen ein Schiff, das hinter Küche und Tauchbetrieb etwas zurückliegt, während Essen und Tauchen besonders stark abschneiden. Das ist eine ehrliche Mischung: Die Red Sea Blue Force 2 ist kein neues Designobjekt, aber die Menschen an Bord holen viel aus ihr heraus. Bei einer Woche mit derselben Gruppe entsteht Nähe schnell, vor allem wenn man nach dem Tauchgang gemeinsam Fotos sortiert und Sichtungen vergleicht. Am Ende erhalten die Gäste ein Video ihrer Reise. Das ist kein Ersatz für Erinnerungen, aber ein ungewöhnlich konkreter Abschluss einer Woche, die sonst schnell in einzelnen Tauchgängen verschwimmt.
Die Tauchplätze
Die North-Route dauert sieben Nächte, die Extended-North-Route acht Nächte; beide starten und enden in Sharm El Sheikh. Ulysses ist ein historisches Wrack bis maximal 27 Meter. Rosalie Moller liegt im Gubal-Kanal und reicht bis maximal 50 Meter; Barrakudas, Thunfische, Stachelmakrelen und Glasfische begleiten den Wracktauchgang. Abu Nuhas bringt mehrere historische Wracks und dichte Riffszenerie zusammen. Thistlegorm ist die Unterwasser-Zeitkapsel der Route: Lastwagen, Motorräder und Kriegsgerät liegen bis maximal 32 Meter und bilden heute ein künstliches Riff. In der Straße von Gubal treffen Wracks, Hart- und Weichkorallen auf Strömung; der Platz reicht bis maximal 50 Meter. Ras Nasrani führt von flacheren Korallengärten bis maximal 60 Meter an die blaue Tiefe, mit Gorgonien, Nacktschnecken und Kraken. Thomas Reef fällt an seinen Wänden bis maximal 90 Meter ab. Für entspanntere flache Tauchgänge stehen Ras Bob bis maximal 15 Meter, Far Garden und Near Garden bis maximal 25 Meter bereit; Gordon Reef reicht bis maximal 30 Meter.
Was man unter Wasser trifft
Auf vielen Plätzen begegnen einem Muränen, Rotfeuerfische, Riffbarsche, Zackenbarsche, Stachelmakrelen, Barrakudas, Glasfische und Weichkorallen. Auch Riffhaie, Mantas, Meeresschildkröten und Napoleon-Lippfische gehören zu den Tieren, nach denen man im Blau und an den Riffkanten Ausschau hält. Die Route lebt dabei vom Wechsel zwischen dichtem Riffleben und pelagischen Begegnungen, die Strömung und Sicht bestimmen. Für einzelne Arten lohnt der genaue Blick auf den Platz: Delfine und Fledermausfische sind nur für Thistlegorm verzeichnet, Graue Riffhaie und Kaiserfische für Near Garden. Der Weißspitzen-Hochseehai ist Ras Nasrani zugeordnet. Woodhouse Reef ist der Platz für Grüne Meeresschildkröten und Seeanemonen, Gordon Reef für Gartenaale, Steinfische und Trompetenfische. Am Tower können im Sommer pelagische Jäger, Mantas und Walhaie aus dem Blau auftauchen. Das sind Möglichkeiten, keine Versprechen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Drei Tauchguides betreuen die Gäste und teilen sie bei Bedarf in kleine Tauchgruppen nach Erfahrung und Erwartungen auf. Die Guides sprechen Englisch und Spanisch. Vor jedem Tauchgang gibt es ein Briefing zu Platz, Ablauf und Gruppe; danach bleibt genug Raum, den eigenen Tauchstil innerhalb des gemeinsamen Plans zu halten. Open Water Diver oder eine vergleichbare Ausbildung ist die Mindestvoraussetzung. Empfohlen werden Advanced Open Water oder ein vergleichbares Niveau sowie fünfzig geloggte Tauchgänge, weil einige Riffe, Wracks und Strömungen mehr Selbstständigkeit verlangen. Advanced- und Nitrox-Kurse können an Bord stattfinden. Für die Sicherheit stehen Radar, GPS, Funk mit DSC und SSB, Feueralarm und Feuerlöscher zur Verfügung. Eine Sauerstoffanlage oder ein Defibrillator wird für dieses Schiff nicht ausgewiesen und sollte deshalb nicht einfach vorausgesetzt werden.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Getaucht wird mit Aluminiumflaschen S80, die sowohl DIN- als auch INT-Anschlüsse aufnehmen. S100-Flaschen, Doppelgeräte, Stageflaschen und weitere technische Optionen sind auf Anfrage vorgesehen; Technisches Tauchen ist möglich. Nitrox wird über ein Membransystem bereitgestellt, und Ersatzkompressoren sowie eine zusätzliche Nitrox-Membran sollen den Füllbetrieb auch bei einem technischen Ausfall weiterführen. Die eigene Ausrüstung kann mitgebracht oder gemietet werden, muss wegen der begrenzten Menge aber vor der Anreise reserviert werden. Auf der Tauchplattform liegt das Material griffbereit, anschließend bringen zwei Zodiacs die Gruppen zum Einstieg und holen sie am Auftauchpunkt wieder ab. Die Boote werden von Yamaha-Motoren angetrieben. Das ist der entscheidende Vorteil des Ablaufs: Das Tauchsafarischiff muss nicht direkt am Riff liegen, und die Taucher werden dort aufgenommen, wo sie tatsächlich auftauchen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Salon, Bar und Sonnendecks. Wer Schatten und Klimaanlage braucht, geht in den Innenbereich und lässt die Ausrüstung für eine Weile aus dem Kopf. Wer trocknen und Licht tanken möchte, nimmt sich einen Platz draußen oder legt sich mit einem Buch auf das Sonnendeck. Die Kameras haben ihren eigenen Raum, während Bibliothek sowie Audio- und Videoangebote für die Stunden bleiben, in denen das Meer wenig Programm liefert. Bei der Fahrt zu einem weiter entfernten Platz sitzt man nicht in einer anonymen Lounge, sondern bleibt nahe an der Tauchgruppe. Genau das macht die Pausen angenehm: Sie sind lang genug zum Essen, Trinken und Nachbesprechen, aber kurz genug, dass der nächste Tauchgang nicht weit weg wirkt.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem Weg von der Tauchplattform zum Zodiac. Nach dem Tauchgang kommen Rückkehr, Flaschenwechsel, Essen und eine Pause, bevor die nächste Gruppe wieder ins Wasser geht. An den intensiven Tauchtagen wechseln sich diese Blöcke mehrfach ab; dazwischen fährt das Schiff zu einem weiteren Riff oder bleibt so liegen, dass das Beiboot den nächsten Einstieg übernehmen kann. Die Mahlzeiten schieben sich in diesen Ablauf, nicht umgekehrt. Nach dem letzten Tauchgang wird gespült, getrocknet und über Sichtungen gesprochen, bevor Salon, Bar oder Sonnendeck übernehmen. Auf der Extended-North-Route bleibt durch die zusätzlichen Tauchtage mehr Raum für Wracks und abgelegene Riffe. Einen festen Uhrzeitplan gibt es nicht: Strömung, Wetter, Platz und Sicherheit bestimmen, wann der nächste Sprung ins Wasser sinnvoll ist.
Was man an Bord isst
Die Bordküche arbeitet mit Vollpension, Buffet und Snacks über den Tag. Auf dem Teller landen lokale Gerichte, daneben sind vegetarische und vegane Optionen vorgesehen; Bier ist an Bord erhältlich. Die Küche gehört zu den stärksten Seiten des Schiffs. Das merkt man auf einer Tauchsafari schnell, denn nach mehreren Tauchgängen braucht niemand kunstvolle Kleinigkeiten, sondern Essen, das satt macht und zuverlässig bereitsteht. Der Koch an Bord wird besonders gelobt. Mahlzeiten werden nicht zum langen Restaurantbesuch, sondern zu festen Ankerpunkten zwischen Briefing, Rückkehr und nächstem Sprung ins Wasser. Wer mit leerem Tank aus dem Meer kommt, soll nicht erst auf die Küche warten müssen.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Unter- oder Oberdeck und haben eine eigene Klimaanlage, ein privates Bad und eine warme Dusche. In den unteren Kabinen sorgen Standardfenster für Licht; die Kabinen auf dem Oberdeck haben Außenfenster. Das ist kein Detail für den Prospekt, sondern entscheidet darüber, ob man zwischen zwei Tauchgängen kurz Ruhe findet oder sich in den Salon zurückzieht. Die Räume werden täglich gereinigt, und die Kabinen wirken eher wie einfache Hotelzimmer als wie enge Schlafkojen. Wer empfindlich auf Bewegung oder Betriebsgeräusche reagiert, fährt mit einer Kabine auf dem Oberdeck meist angenehmer. Viel wichtiger als eine luxuriöse Ausstattung ist hier jedoch, dass die Tür zugeht, die Klimaanlage separat geregelt wird und das Bad im eigenen Raum bleibt.
Kabinen, Unterdeck
Kabinen, Oberdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Red Sea Blue Force 2 startet und endet in Sharm El Sheikh. Der Transfer vom Flughafen zum Hafen sowie der Rücktransfer sind eingeschlossen; auch ein Hoteltransfer ist vorgesehen. Die genaue Abholung wird vor der Reise mitgeteilt. Wer entspannt an Bord gehen möchte, reist am besten einen Tag vorher nach Sharm El Sheikh an.
Decksplan
- Länge
- 28 m
- Breite
- 7 m
- Maximale Passagierzahl
- 18 divers
- Anzahl Kabinen
- 9
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Beiboote
- 2 Beiboote
- Webseite
- blueforcefleet.com ↗
Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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