Tauchsafaris · Ägypten
Unity – Holz, Riffe und die Shark Route
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Unity ist ein Holzschiff, das nach einer umfassenden Renovierung mit viel Platz für Taucher, Licht und Sicherheitsausstattung unterwegs ist.
- Drei Guides begleiten die Gäste; Tauchkurse können an Bord stattfinden.
- Das Tauchdeck bietet Schatten, Briefingbereich, Kameraladestation, getrennte Spülmöglichkeiten und zwei Beiboote.
- Nitrox ist für zertifizierte Taucher ohne Aufpreis verfügbar, sofern die Versorgung an Bord es zulässt.
- Die Reisen ab und bis Hurghada dauern acht Tage und sieben Nächte.
Die Einladung
Die Unity passt zu Tauchern, die auf einer Reise nicht nur Riffe abhaken, sondern große Teile des Roten Meeres miteinander verbinden wollen. Ihre Routen führen von den nördlichen Wracks und Riffen bis zu Brothers, Daedalus und Elphinstone. Dort wechseln sich Korallengärten, Steilwände, Strömungstauchgänge und Begegnungen mit großen Tieren ab. Das Schiff wurde ausdrücklich für das Tauchen umgebaut: Die Wege an Bord, der schattige Tauchbereich, die Kamerastation und die beiden Beiboote dienen nicht dem Dekor, sondern dem Ablauf unter Wasser. Wer nach dem Tauchgang lieber im klimatisierten Salon sitzt, kann dort essen; wer Wind und Salz braucht, nimmt die schattige Terrasse. Die Unity ist eine gute Wahl für Taucher, die viel sehen wollen, ohne auf einen brauchbaren Rückzugsort zwischen den Tauchgängen zu verzichten.
An Bord gehen
Am Kai fällt zuerst der hölzerne Rumpf auf. Er wirkt nicht wie ein glatter Neubau, sondern wie ein Arbeitsboot mit Vergangenheit, das für heutige Tauchreisen gründlich überarbeitet wurde. An Bord gibt es keine überflüssigen Wege: Vom Schlafplatz gelangt man in den Salon, nach oben auf die Terrasse oder hinunter zum Tauchbereich. Holz bleibt dabei spürbar, ebenso die Geräusche eines fahrenden Schiffes und das Arbeiten des Rumpfs auf See. Die Unity ist groß genug, um sich nicht ständig im Weg zu stehen, aber überschaubar genug, dass die Gesichter an Bord schnell vertraut werden. Oben liegen Salon, Essbereich und Terrasse zusammen; dadurch kann man nach dem Einchecken direkt dort landen, wo der Blick über das Wasser frei bleibt.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord entsteht weniger durch ein festes Unterhaltungsprogramm als durch das gemeinsame Tauchen. Nach dem Briefing sitzen Menschen, die sich am ersten Tag noch nicht kennen, beim Essen zusammen, vergleichen Sichtungen und reichen einander Kleinteile, die irgendwo zwischen Flasche und Kabine liegen geblieben sind. Die Crew hält den Ablauf in Bewegung, ohne sich in den Vordergrund zu stellen: Sie bringt die Tauchboote zurück, sorgt für Essen, Wasser und Ordnung und kennt den Unterschied zwischen einer Frage eines Anfängers und einem Problem, das sofort gelöst werden muss. Abends bleibt der Salon ein Treffpunkt, während auf der Terrasse Gespräche mit Salz auf der Haut weitergehen. Wer eine Woche an Bord verbringt, nimmt vor allem diese Mischung mit: viel gemeinsames Tauchen, wenig Förmlichkeit und eine Crew, die den Alltag trägt.
Die Tauchplätze
Die acht Tage und sieben Nächte ab und bis Hurghada verbinden je nach Route nördliche Riffe und Wracks mit den Offshore-Riffen im Süden. Brothers bringt steile Riffwände, Korallen und pelagische Haie; Big Brother erreicht vierzig Meter und verbindet zwei Wracks mit Begegnungen im Blau. Daedalus reicht bis vierzig Meter und ist für Hammerhaie, Fuchshaie, Seidenhaie und ozeanische Weißspitzen interessant. Elphinstone fällt mit seinen Wänden bis sechzig Meter ab und zieht große Pelagier an. Fanadir North bietet eine bewachsene Wand bis dreißig Meter, während Gotha Abu Nugar North als flacher Korallengarten bis neun Meter auch für entspanntere Tauchgänge taugt. Shaab Ruhr Umm Gamar reicht bis vierzig Meter und bietet drei Wracks; El Fanadir verbindet Wand und Plateau. Shaab Sabina bleibt mit vierzehn Metern flach. Shaab El Erg ist für Delfine bekannt. El Fanous East und West führen durch flache Korallengärten bis achtzehn beziehungsweise fünfzehn Meter. Carless Reef geht bis vierzig Meter, Marsa Mubarak bis fünfundzwanzig Meter und kann Seegraswiesen mit Dugongs bieten.

Big Brother →
Max. Tiefe · 40 m

Daedalus →
Max. Tiefe · 40 m

Elphinstone →
Max. Tiefe · 60 m

Fanadir North →
Max. Tiefe · 30 m

Gotha Abu Nugar North →
Max. Tiefe · 9 m

Shaab Ruhr Umm Gamar →
Max. Tiefe · 40 m

El Fanadir →
Max. Tiefe · 40 m

Shaab Sabina →
Max. Tiefe · 14 m

Shaab El Erg →

El Fanous →
Max. Tiefe · 27 m

Carless Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Marsa Mubarak →
Max. Tiefe · 25 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man häufig Schildkröten, Delfinen, Barrakudas, Napoleons, Muränen, großen Makrelenverwandten, Anthias und Riffhaien. An den exponierten Riffen kommen Thunfische, Hammerhaie, graue Riffhaie und mit etwas Glück Mantas oder ozeanische Weißspitzenhaie ins Bild. Die einzelnen Plätze haben dennoch ihre eigenen Gründe: In Marsa Mubarak liegen Seegraswiesen, in denen ein Dugong oder eine Grüne Meeresschildkröte auftauchen könnte; dort finden sich auch Clownfische und Kaiserfische. Brothers ist der Ort für Anemonen und pelagische Begegnungen. Elphinstone bringt neben der Wand den Schwarzspitzenhai, den Tigerhai und den dort gemeldeten Lippfisch zusammen. Shaab Ruhr Umm Gamar ist der einzige Platz dieser Route mit dem gemeldeten riesigen Zackenbarsch. Daedalus kann mit der Großaugenmakrele überraschen, während Shaab El Erg Schwärme von Glasfischen und Delfine bietet. Eine Sichtung bleibt eine Begegnung, keine Zusage.
Die, die euch ins Wasser bringen
Drei Guides begleiten die Reise, und die Crew spricht Englisch, Deutsch und Russisch. Die Guides organisieren die Tauchgruppen und führen die Briefings im dafür vorgesehenen Bereich; die Beiboote ermöglichen Einstiege direkt am Riff und holen die Taucher dort wieder ab, wo sie auftauchen. An Bord können Tauchkurse stattfinden, darunter PADI-Ausbildungen, wenn sie vorher vereinbart werden. Für die anspruchsvolleren Routen gelten klare Erfahrungsanforderungen: Für Brothers, Daedalus und Elphinstone sowie North and Brothers werden dreißig geloggte Tauchgänge und Advanced Open Water verlangt; die nördliche Wrack- und Riffroute setzt zwanzig geloggte Tauchgänge und Advanced Open Water voraus. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kits, Feuerlöscher, Rettungsmittel, Funk, Radar, GPS, EPIRB und SART gehören zur Sicherheitsausstattung. Ein Defibrillator wird nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und auf kurze Wege ausgelegt. Es gibt einen festen Bereich für die Ausrüstung, eine Plattform zum Einstieg, Briefings direkt am Tauchplatz, Spüleinrichtungen und Außenduschen für die Rückkehr an Bord. DIN-Adapter sind vorhanden. Die Unity verfügt über Kompressoren und bietet Nitrox für zertifizierte Taucher ohne Aufpreis an, sofern es verfügbar ist. Flaschen und Gewichte gehören zum Tauchpaket; weitere Ausrüstung kann gemietet werden, während die eigene Maske, Flossen, Computer und Boje mitgebracht oder ergänzt werden können. Für Kameras gibt es eine eigene Ladestation und ein separates Spülbecken, damit Gehäuse und Objektive nicht zwischen Reglern und Jackets liegen. Zwei Beiboote bringen die Gruppen zum Einstieg und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf. Die konkrete Flaschengröße und Ventilausführung sollte vor der Reise geklärt werden.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf den schattigen Außenbereichen, das Sonnendeck, die Terrasse oder den klimatisierten Salon. Wer trocknen und reden will, bleibt nahe am Tauchdeck; wer Abstand braucht, findet weiter oben einen ruhigeren Platz mit Blick auf die See. Die Fahrten zwischen den Riffen geben den Händen endlich nichts zu tun: Logbuch schreiben, Kamera sichern, duschen oder einfach auf der Bank sitzen und die nächste Briefingtafel abwarten. Ein Nachmittag ohne Tauchgang gehört nicht automatisch der Animation. Er kann auf dem Sonnendeck verstreichen, während das Schiff Kurs macht und die Landschaft wechselt. Für Fotografen gibt es eine eigene Ladestation und einen getrennten Spülbereich, damit die Pause nicht mit dem Verstauen der Kamera endet.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Tauchgang, sobald die Gruppe und das Beiboot bereit sind. Danach folgen Frühstück, Ausrüstungspflege und die nächste Abfahrt zum Riff. Zwischen den Tauchgängen schiebt sich eine Mahlzeit ein, dann wieder Wasser, Schatten, Logbuch und das kurze Warten auf den nächsten Sprung. Die Unity kann mehrere Tauchgänge am Tag organisieren; ein Nachttauchgang gehört zum eingeschlossenen Tauchpaket und wird dort angesetzt, wo Bedingungen und Ablauf es erlauben. Nach dem letzten Auftauchen wird es ruhiger: duschen, essen, Kameras sichern und auf der Terrasse sitzen, während das Schiff zum nächsten Gebiet fährt. An Fahrttagen verändert sich der Rhythmus spürbar. Das Deck wird zum Beobachtungsplatz, und aus dem nächsten Briefing wird langsam der Grund, warum alle wieder ihre Ausrüstung prüfen.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet ägyptische, westliche und internationale Gerichte und serviert die Mahlzeiten als Buffet. Auf dem Tisch stehen lokale Speisen ebenso wie vertraute Gerichte; vegetarische und vegane Wünsche werden berücksichtigt. Wasser, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke gehören zum Bordangebot, Wein gibt es zum Abendessen. Dazu kommen Snacks über den Tag, was bei mehreren Tauchgängen nicht nebensächlich ist: Nach dem Auftauchen braucht niemand auf die nächste große Mahlzeit zu warten. Gegessen wird im klimatisierten Salon oder draußen auf der Terrasse. Gerade dort merkt man, was eine Bordküche leisten muss. Sie soll nicht beeindrucken, sondern zuverlässig zwischen den Tauchgängen satt machen, ohne den Tag unnötig zu verlängern.
Die Nächte auf See
Die Kabinen reichen von einfachen Saver-Kabinen bis zu Seaview-Suiten und Zweibettkabinen auf dem Hauptdeck. Alle haben ein eigenes Bad, Klimaanlage und individuelle Temperaturregelung. Die unteren Kabinen sind zweckmäßig und unterscheiden sich vor allem beim Platz; die Kabinen mit Meerblick geben der Nacht mehr Licht und einen besseren Blick beim ersten Aufwachen. Nach einem langen Tauchtag zählt weniger die Einrichtung als ein trockener Schlafplatz, eine warme Dusche und eine Tür, die sich schließen lässt. Je nach Lage hört man die Bewegung des Schiffs und das Leben an Bord deutlicher oder gedämpfter. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, fährt mit einer Kabine weiter oben meist entspannter als mit der günstigsten Option im unteren Deck.
Standard-Spar-Kabine
Suite Meerblick, Hauptdeck
Standard-Zweibettkabine
Standard-Familienkabine
Zweibett Meerblick, Hauptdeck
Super-Spar-Kabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Unity fährt ab Hurghada und kehrt dorthin zurück. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind eingeschlossen; die Einzelheiten werden bei der Buchung beziehungsweise vor der Abreise mitgeteilt. Wer nicht am selben Tag anreisen muss, sollte einen Tag vorher in Hurghada sein, damit ein verspäteter Flug nicht auf die Abfahrt drückt.
Decksplan
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Unity arbeitet mit einer klaren No-Touch-and-No-Take-Regel; Handschuhe und Pointer-Sticks sind nicht vorgesehen. Bildungsangebote zu den Lebensräumen und Tieren der besuchten Riffe sollen die Gäste zu einem bewussteren Umgang unter Wasser anleiten.
- Baujahr
- 1998
- Jahr der Renovierung
- 2024-2025
- Länge
- 32,4 m
- Breite
- 7,2 m
- Maximale Passagierzahl
- 24
- Anzahl Kabinen
- 13
- Anzahl Badezimmer
- 15
- Motoren
- 2 × 420 PS Mann
- Reisegeschwindigkeit
- 8 Knoten
- Beiboote
- 1 × Yamaha 40 PS 1 × 25 PS
- Webseite
- red-sea-relax.com ↗
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