Tauchsafaris · Thailand
Aqua Thailand – Andaman-Tauchreisen mit viel Wasser unter dem Kiel
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Aqua Thailand verbindet Nord- und Süd-Andaman in Reisen mit bis zu 22 Tauchgängen.
- Das Schiff wurde 2004 gebaut und 2023 renoviert.
- Nitrox, Nachttauchgänge, zwei Beiboote und eine getrennte Kameraspülung gehören zum Tauchbetrieb.
- Die Crew spricht Englisch, Thai und Chinesisch.
Die Einladung
Die Aqua Thailand ist für Taucher gemacht, die nicht nur einen einzelnen Hotspot sehen wollen. Ihre Routen verbinden die Similan-Inseln, Koh Bon, Koh Tachai, die südliche Andamanensee und je nach Reise auch Koh Lipe. Bis zu 22 Tauchgänge sind möglich. Das ist der Kern dieser Safari: viele verschiedene Unterwasserlandschaften, vom Granitlabyrinth bis zum Wrack, mit Zeit für Großfisch und kleine Riffbewohner. Das Schiff selbst ist kein Neubau, sondern ein 2004 gebautes Schiff, das 2023 renoviert wurde. Wer makelloses Design sucht, findet passendere Boote. Wer morgens als Erstes an die Tauchplätze will und abends noch über Mantas, Haie oder einen unerwarteten Nacktschneckenfund spricht, findet hier den besseren Grund einzusteigen.
An Bord gehen
Beim Ankommen fällt zuerst auf, dass die Aqua Thailand nicht als schwimmendes Boutique-Hotel gedacht ist, sondern als Arbeitsplattform für eine Tauchwoche. Die Wege führen vom klimatisierten Salon nach draußen, weiter zur Terrasse und hinunter zum Tauchbereich. Dort entscheidet sich, ob ein Schiff im Alltag funktioniert: Ausrüstung muss griffbereit sein, nasse Taucher müssen sich bewegen können, und die Beiboote müssen ohne großes Warten ablegen. Die technische Ausstattung ist auf diesen Ablauf ausgerichtet. Nach der Renovierung 2023 wirkt das Schiff zugleich nicht wie ein Museumsstück, sondern wie ein älteres Safarischiff, das weiter für viele Tauchgänge am Stück eingesetzt wird. An Bord gibt es Internet, einen Innenbereich und Plätze für Essen und Aufenthalt im Freien.
Die Stimmung an Bord
Die Aqua Thailand nimmt eine Gruppe auf, die mehrere Tage eng zusammenlebt und bis zu vierundzwanzig Menschen an Bord umfasst. Dadurch entsteht keine anonyme Hotelatmosphäre: Nach den ersten Briefings kennt man die Gesichter, Kameras und üblichen Buddy-Paare. Die lokale Crew spricht Englisch, Thai und Chinesisch und bleibt während der Reise nah am praktischen Ablauf. Sie sorgt dafür, dass zwischen Essen, Briefing, Beiboot und Rückkehr ins Schiff nicht unnötig Zeit verloren geht. Abends gibt es keinen Zwang zur Unterhaltung. Der klimatisierte Salon, Audio- und Videoausstattung sowie der Außenbereich reichen für Bilder, Gespräche oder Ruhe. Die Bewertungen zeichnen ein klares Bild: Die Crew wird stärker bewertet als das Schiff selbst. Das heißt nicht Luxus, sondern Menschen, die mögliche Alterserscheinungen des Bootes im Alltag auffangen.
Die Tauchplätze
Die Route lebt vom Wechsel der Landschaften. An den Similan Islands führen Granitblöcke bis auf -40m in tiefblaues Wasser; dort kann man nach Mantas, Walhaien, Riffhaien und großen Schwärmen suchen. Koh Tachai ist ein Unterwassergebirge bis -40m, während der Koh Tachai Pinnacle als versunkener Berg bis 12m unter die Oberfläche reicht und pelagische Begegnungen an seine Riffstrukturen bringt. Koh Bon ist wegen seiner Mantarochen-Putzerstation interessant. Elephant Head Rock fällt mit Granitblöcken und einem Unterwasserlabyrinth bis -60m aus dem Rahmen. West of Eden und North Point verbinden Canyons, Kanäle und farbige Korallenwände; beide reichen bis -40m beziehungsweise -35m. Dazu kommen Anita's Reef bis -35m, Surin Islands bis -25m und Breakfast Bend bis -35m mit sanften Korallenhängen. Für Wracktaucher stehen Boonsung Wreck bis -18m und King Cruiser Wreck bis -35m auf dem Programm. Deep Six reicht bis -50m, Shark Fin Reef bis -40m. Die verzeichneten Reisen dauern vier bis fünf Tage und drei bis vier Nächte; die längeren Andaman-Routen verbinden Similan, Koh Bon, Koh Tachai und Richelieu Rock.

Similan Islands →
Max. Tiefe · 40 m

Koh Tachai →
Max. Tiefe · 40 m

Koh Tachai Pinnacle →
Max. Tiefe · 40 m

Koh Bon →

Elephant Head Rock →
Max. Tiefe · 60 m

West of Eden →
Max. Tiefe · 40 m

North Point →
Max. Tiefe · 35 m

Anita's Reef →
Max. Tiefe · 35 m

Surin Islands →
Max. Tiefe · 25 m

Breakfast Bend →
Max. Tiefe · 35 m

Boonsung Wreck →
Max. Tiefe · 18 m

King Cruiser Wreck →
Max. Tiefe · 35 m

Deep Six →
Max. Tiefe · 50 m

Shark Fin Reef →
Max. Tiefe · 40 m

Richelieu Rock →
Max. Tiefe · 35 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem vor allem Barrakudas, Riffhaie, Weißspitzenriffhaie, Leopardenhaie, Thunfische, Meeresschildkröten, Napoleon-Lippfische, Muränen, Oktopusse und große Makrelenschwärme. Nacktschnecken und Stachelmakrelen gehören ebenfalls zum wiederkehrenden Bild. Für bestimmte Tiere lohnt der Umweg an einen bestimmten Platz: Die Putzerstation von Koh Bon kann Mantas anziehen, während Strömungen an Pinnacles und Granitkanten pelagische Fische vorbeiführen. Am Breakfast Bend stehen Gärtneraal, Demoisellen und Wimpelfische im Sand und am Riff; dort besteht auch die Chance auf Meeresschildkröten und Leopardenhaie. Boonsung Wreck ist der Platz für Steinfische und Igelfische zwischen den Schwärmen und Muränen. Am King Cruiser Wreck wurden Aal und Bambushai besonders diesem Wrack zugeordnet. Deep Six ist der einzige verzeichnete Platz mit Blennies. Keine Begegnung ist garantiert, aber jeder dieser Orte gibt dem Tauchgang eine eigene Suche.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch, Thai und Chinesisch. Sie ist in Erster Hilfe geschult; Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kits, Feueralarme, Rettungswesten und Rettungsboote sind an Bord. Radar, Sonar, GPS und Funk unterstützen die Navigation, eine Bilgenpumpe und die Überwachung des Maschinenraums gehören zur technischen Sicherheitsausstattung. Konkrete Angaben zur Zahl der Guides, zum Verhältnis pro Tauchgruppe, zu Qualifikationen, Mindesttauchgängen oder Kursen an Bord sind nicht festgelegt. Auch der genaue Ablauf der Briefings wird nicht beschrieben. Für die Planung bedeutet das: Wer eine private Führung, eine bestimmte Betreuung auf Deutsch oder eine Ausbildung während der Safari braucht, sollte dies vor der Buchung direkt mit dem Veranstalter abstimmen. Die Tauchorganisation ist auf Beiboote und wiederholte Tauchgänge ausgelegt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf wiederholte Ein- und Ausstiege ausgelegt und verfügt über eine Plattform, Außenduschen sowie zwei Beiboote mit Yamaha-40-PS-Motoren. Die Taucher werden von dort zu den Plätzen gebracht und nach dem Auftauchen wieder aufgenommen. Nitrox ist verfügbar und ohne Aufpreis eingeschlossen; DIN-Adapter sind vorhanden. Angaben zu Flaschengröße, Material, Ventiltyp, Kompressor und Füllstation liegen hier nicht vor und sollten vor der Abfahrt geklärt werden. Leihausrüstung kann organisiert werden, konkrete Marken sind nicht angegeben. Für Kameras gibt es eine getrennte Spülmöglichkeit und einen Fotobereich. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung und Rettungsmittel gehören zur Sicherheitsausstattung. Eine warme Dusche nach dem Tauchgang ist möglich, bevor man sich auf der Terrasse oder im Salon niederlässt.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Salon, Terrasse und Außenbereich. Wer Schatten und Klimaanlage braucht, zieht sich in den Innenraum zurück; wer trocknen und den Horizont sehen will, bleibt draußen. Für Fotografen gibt es einen eigenen Bereich und eine getrennte Spülmöglichkeit für Kameras. Die Fahrzeiten lassen sich mit einem Buch, Gesprächen oder der Sichtung der Bilder füllen, ohne dass man dafür die Kabine aufsuchen muss. An tauchfreien Nachmittagen bleibt Raum, einfach an Deck zu liegen oder den nächsten Sprung ins Wasser vorzubereiten. Vieles an Bord ist auf die Pausen zwischen den Tauchgängen zugeschnitten: Duschen draußen, Handtücher für das Deck und ein Salon, in dem man auch mit noch feuchten Haaren willkommen ist.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing vor dem Tauchgang; danach wechseln sich Wasser, Frühstück oder eine weitere Mahlzeit, Oberflächenpause und kurze Fahrten ab. Je nach Reise kommen bis zu vier Tauchgänge an einem Tauchtag zusammen, bei den längsten Fahrten sogar bis zu 22 Tauchgänge insgesamt. Nach dem Auftauchen geht es zurück aufs Schiff oder direkt mit dem Beiboot zum nächsten Platz. Dazwischen bleibt Zeit zum Essen, Trinken, Duschen, Schlafen oder für die Bilder am Fotobereich. Die Mahlzeiten schieben sich in diesen Rhythmus, nicht umgekehrt. Wenn ein Nachttauchgang vorgesehen ist, wird er als letzter Sprung des Tages organisiert; danach wird das Deck ruhiger, die Ausrüstung für den nächsten Morgen vorbereitet und der Salon zum Treffpunkt. Exakte Uhrzeiten hängen von Route, Wetter und Tauchplatz ab.
Was man an Bord isst
Gegessen wird als Buffet mit thailändischen und westlichen Gerichten. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen, dazu gibt es den ganzen Tag Snacks. Das passt zu einer Safari mit mehreren Tauchgängen besser als ein kompliziertes Restaurantmenü: Man nimmt sich, was gerade passt, isst ausreichend und bleibt nicht lange vom nächsten Briefing weg. Wasser, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke sind an Bord verfügbar. Bier gibt es, alkoholische Getränke gehören jedoch nicht zur Grundversorgung. Die Küche kann lokale Gerichte ebenso abdecken wie vertraute westliche Kost. Gerade nach einem langen Tauchtag ist der Esstisch weniger ein Programmpunkt als der Ort, an dem die Gruppe ihre Sichtungen vergleicht und der Tag langsam ausläuft.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen je nach Kategorie auf dem Haupt- oder Unterdeck; die Kabinen auf dem Unterdeck haben Bullaugen. Master-, Deluxe- und Standardkabinen sind klimatisiert und verfügen über ein eigenes Bad, warme Duschen und tägliche Reinigung. Einige Kabinen bieten Meerblick, in den Masterkabinen gehören Fernseher und Kühlschrank zur Ausstattung. Das Entscheidende für die Nacht ist weniger die Liste der Extras als die Trennung vom Tagesbetrieb: Nach dem letzten Tauchgang kann die nasse Ausrüstung draußen bleiben, während die Kabine ruhig und klimatisiert ist. Wer empfindlich auf Maschinen- oder Wellengeräusche reagiert, sollte die genaue Kabinenlage vor der Buchung klären. Die Kabinen sind Nichtraucherbereiche.
Master-Kabine
Deluxe-Kabine
Standard, Kabine, Hauptdeck
Standard, Kabine, Unterdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Abfahrten starten je nach Route in Pakbara, Asia Marina oder Thap Lamu und enden in Pakbara, Asia Marina oder Thap Lamu. Flughafen- und Hoteltransfers sind eingeschlossen. Die Details zur Abholung werden vor der Reise mitgeteilt. Eine Anreise am Vortag ist sinnvoll, damit Flugverspätungen nicht den Einstieg gefährden.
Decksplan
- Baujahr
- 2004
- Jahr der Renovierung
- 2023
- Länge
- 32 m
- Breite
- 6,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 24
- Anzahl Kabinen
- 12
- Anzahl Badezimmer
- 14
- Motoren
- 2 × cummins
- Reisegeschwindigkeit
- 9 Knoten
- Beiboote
- 2 × Yamaha 40 PS
- Webseite
- aquathailand.net ↗
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