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Lanzarote · Kanarische Inseln · Atlantik

Max. Tiefe · 40 m

Los Dedos, La Graciosa: Vulkanische Riffstrukturen und Sandzungen

Erkunde vulkanische Felsfinger und sandige Korridore, in denen Atlantische Engelshai auf große Fischschwärme treffen.

Was diesen Tauchplatz besonders macht

  • Markante vulkanische Felsfinger aus dunklem Basalt
  • Regelmäßige Sichtungen von Atlantischen Engelshaien im Sand
  • Große Schwärme von Barracudas und Sardinen
  • Abwechslungsreiches Relief aus Wänden und Sandkorridoren
  • Sichtweiten zwischen 15 und 30 Metern

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Los Dedos der Tauchplatz im Überblick

Die Geologie von Los Dedos ist das bestimmende Merkmal dieses Tauchplatzes. Vulkanische, fingerartige Rücken aus dunklem Basalt ragen vom Hauptriff in den Ozean hinein und bilden eine Struktur, die an eine riesige Hand aus Stein erinnert. Zwischen diesen felsigen Ausläufern ziehen sich Zungen aus hellem Sand tief in das dunkle Gestein hinein. Diese markante Topographie schafft ein Relief aus kleinen Wänden, Graten und sandigen Korridoren, die den Tauchplatz optisch gliedern.

Das Tauchprofil ist eher terrassenförmig als eine einzige, steile Wand aufgebaut. Du bewegst dich zwischen den basaltischen Erhebungen und den dazwischenliegenden Sandflächen, was den Weg durch verschiedene Tiefenzonen ermöglicht. An einigen Stellen, wo die vulkanischen Formationen enger zusammenrücken, entstehen natürliche Durchlässe, die einen Blick in das nächste Segment des Riffs freigeben. Die Kombination aus hartem Untergrund und weichen Sandflächen sorgt für ständige visuelle Abwechslung während des Abstiegs.

Die Strömungsverhältnisse am Riff hängen stark von der Dynamik des Atlantiks ab. Wellengang, Gezeiten und der Wind beeinflussen die Wasserbewegung rund um La Graciosa und die nördlichen Lanzarote-Gewässer maßgeblich. Entlang der exponierten Grate kannst du mit spürbarer Strömung rechnen, während die geschützteren Bereiche zwischen den Felsfingern ruhiger bleiben. Eine gute Planung mit den lokalen Tauchpartnern ist daher wichtig, um die aktuellen Bedingungen am Riff optimal zu nutzen.

Das Leben in den sandigen Korridoren ist eng mit der Struktur des Riffs verknüpft. In den flacheren Bereichen und auf den Sandflächen liegen häufig Atlantische Engelshai (Squatina squatina) auf dem Boden. Die Sandzungen bieten zudem ideale Versteckmöglichkeiten für verschiedene Arten, die zwischen dem basaltischen Gestein und dem feinen Sediment interagieren. Diese Wechselwirkung zwischen Fels und Sand ist der Grund für die hohe Dichte an mariner Fauna in diesem Gebiet.

Im Freiwasser und entlang der Riffkanten triffst du regelmäßig auf größere Fischschwärme. Gruppen von Sardinen und Barracudas nutzen die Strömung und die schützende Struktur der Felsfinger, um sich zu bewegen. Diese Formationen locken oft andere Räuber an und sorgen für eine lebendige Szenerie im Wasser. Es ist typisch, dass die Sichtbarkeit in diesen Momenten durch die Bewegung der Schwärme leicht variiert, aber die Sichtweite bleibt meist sehr gut.

Neben den pelagischen Arten finden sich im Riff viele Bewohner, die fest an das Basaltgestein gebunden sind. Moränen und Zackenbarsche nutzen die Spalten und Höhlungen der vulkanischen Formationen als Rückzugsorte. Auch Stachelrochen patrouillieren gelegentlich über den sandigen Abschnitten zwischen den Fingern. Die Vielfalt der Lebensräume, die durch die zerklüftete Topographie entsteht, macht Los Dedos zu einem sehr produktiven Tauchplatz.

Die beste Zeit für Tauchgänge an diesem Standort liegt zwischen dem späten Frühjahr und dem frühen Herbst. In diesen Monaten sind die Wassertemperaturen etwas höher und die See ist tendenziell ruhiger, was das Anfahren und die Sichtbedingungen begünstigt. Im Winter kann die Sichtweite zwar ebenfalls sehr gut sein, allerdings musst du dann mit kühleren Temperaturen und einem stärkeren Wellengang rechnen, der die Bedingungen am Riff anspruchsvoller macht.

Tauchen in Los Dedos: die Unterwasserwelt

Tauchbedingungen

Die Tiefe bewegt sich zwischen 10 und 40 Metern. Der Platz ist ab Open Water Diver zugänglich, erfordert jedoch Komfort in moderaten Atlantikbedingungen und Erfahrung mit Riff-Tauchgängen bis in 20 oder 30 Meter Tiefe. Die Sichtweite liegt zwischen 15 und 30 Metern. Die Strömung ist variabel und wird durch Gezeiten, Wind und Atlantik-Dünung beeinflusst, insbesondere an den exponierten Graten.

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