
Argeles Plongee
★ 4,9/5 (240 Bewertungen)
7,2 km entfernt Luftlinie
Argelès-sur-Mer · Frankreich · Mittelmeer
Max. Tiefe · 47 mTauche ein in das imposante Wrack der Astrée, ein in zwei Hälften gerissenes Frachtschiff, das eine faszinierende Geschichte am Meeresgrund erzählt.
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Das Wrack der Astrée, oft als eines der meistbetauchten in der Côte Vermeille geführt, ruht aufrecht auf ihrem Kiel in Tiefen zwischen 38 und 47 Metern. Dieser ehemalige französische Frachter, 1921 in England gebaut, wurde 1944 bei Cap Béar von einem britischen U-Boot torpediert. Die Wucht des Einschlags hat das Schiff fast vollständig in zwei Hälften gerissen, wobei die Bruchstelle direkt vor dem Brückenaufbau liegt und eine dramatische Unterwasserlandschaft schafft.
Der Brückenaufbau selbst ist erstaunlich gut erhalten geblieben, sein Innenleben bietet noch immer Einblicke in längst vergangene Zeiten. Obwohl die Schornsteinsektion durch Treibnetze im Laufe der Jahre abgetragen wurde, sind die ehemaligen Passagier- und Mannschaftskorridore zugänglich und können durchschwommen werden. Diese Gänge, durch die man einst gehen konnte, vermitteln heute ein besonderes Gefühl, wenn du die funktionalen Elemente wie Öfen oder Toilettenbereiche entdeckst, die noch immer auf ihren ursprünglichen Plätzen stehen.
Direkt vor dem Brückenaufbau, an der Bruchstelle der Torpedierung, ist der vordere Teil des Schiffes deutlich abgesetzt und stärker nach Steuerbord geneigt. Hier entdeckst du die Anker, die noch an ihrem Platz sind, und den Ladebaum, der ebenfalls auf Steuerbordseite liegt. Von diesem Bereich aus folgst du den Trümmerfeldern, um den Bug zu erreichen, oder kehrst zurück zum intakten Brückenaufbau, um dein Tauchprofil fortzusetzen.
Auf der Achterseite des Wracks, über den verbleibenden zwei Laderäumen, hast du die Möglichkeit, das Heck zu erkunden. Hier erwartet dich das Ruder und die Schiffsschraube, die teilweise im Sand eingebettet sind. Auf der Steuerbordseite, in Höhe des umgestürzten Ladebaums, siehst du eine prächtige purpurfarbene Gorgonie, die sich als leuchtender Farbtupfer vom verwitterten Metall abhebt und ein beliebtes Motiv für Unterwasserfotografen ist.
Inmitten der Wrackstrukturen und auf dem umliegenden Meeresgrund begegnest du einer Vielzahl von Meereslebewesen, die den Rumpf als Lebensraum nutzen. Du findest hier Conger (Conger conger), Schwarze Riemenfische (Anthias anthias) und Pollacks (Pollachius pollachius), die in den Schatten der Stahlwände Schutz suchen. Chapons und Oktopusse nutzen ebenfalls die Versteckmöglichkeiten, während du dich durch die offenen Bereiche des Wracks bewegst.
Das Wrack zieht auch eine beeindruckende Kleinfauna an, darunter Flabellinen (Flabellina affinis) und verschiedene Arten von Doris, die mit ihren leuchtenden Farben die Oberfläche des Rumpfes schmücken. Ebenso sind Seenadeln (Pennatula phosphorea) und Gletscher-Seesterne (Marthasterias glacialis) auf dem umgebenden Grund zu finden. Mit etwas Glück und der richtigen Saison siehst du auch den majestätischen Mondfisch (Mola mola), der das Wrack patrouilliert, während du mit deinem Tauchgang auf der Höhe des Schornsteindecks abschließt.
Dieser Tauchplatz, mit einer minimalen Tiefe von 38 Metern und einer maximalen Tiefe von 47 Metern, erfordert ein fortgeschrittenes Tauchlevel. Eine äquivalente Ausbildung wie "Deep confirmés" oder "Niveau 2" ist daher notwendig. Plane deine Tauchgänge unter Berücksichtigung der Tiefen und der potenziellen Dekompressionszeiten sorgfältig, um deine Sicherheit zu gewährleisten.

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