Tauchsafaris · Philippinen
Philippines Explorer II – die private Tauchyacht für kleine Gruppen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Private Charter für bis zu sechs Gäste mit gyro-stabilisiertem Rumpf.
- Die Route Sharks & Shoals verbindet Dauin und Malapascua in sieben Tagen und sechs Nächten.
- An Bord gibt es ein Tauchdeck, ein 5-Meter-Beiboot und Nitrox über ein Membransystem.
- Die vier Kabinen reichen von zwei Einzelkabinen bis zur geräumigen Premium Suite.
Die Einladung
Die Philippines Explorer II ist für eine kleine Gruppe gebaut, die nicht mit fremden Gästen um Platz und Tauchzeiten verhandeln möchte. Bis zu sechs Menschen teilen sich eine Yacht, auf der der Tag um die Tauchplätze kreist und nicht um einen festen Hotelbetrieb. Die Reise Sharks & Shoals führt sieben Tage und sechs Nächte zwischen Dauin und Malapascua durch die Visayas, mit vulkanischen Sandhängen, Korallengärten, Steilwänden und den Shoals vor Malapascua. Wer Fuchshaie, Makrotiere und gesunde Riffe sucht, bekommt hier keine endlose Liste von Stopps, sondern eine Route mit klarer Dramaturgie: vom Critter-Tauchgang bis zum pelagischen Morgen. Der Gyro-Stabilisator ist dabei kein Luxusdetail. Er nimmt der See ihre unangenehme Bewegung, besonders während der Überfahrten und beim Warten auf den nächsten Tauchgang. Das Schiff passt zu Tauchern, die eine private, ruhige Woche wollen und lieber zwei gute Tauchgänge machen als vier hastige.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Philippines Explorer II eher wie eine private Motoryacht als wie ein klassisches Tauchsafari-Schiff. Die drei Ebenen geben der kleinen Gruppe Raum, ohne dass man sich an Bord verliert; nach kurzer Zeit kennt jeder die Wege zum Salon, zum Sonnendeck und zum Tauchbereich. Der Rumpf aus glasfaserverstärktem Kunststoff wirkt glatt und zweckmäßig, während die Innenräume mit hellem Holz, cremefarbenen Teppichen und warmem Licht bewusst wohnlich gehalten sind. Die Renovierung 2026 passt zu diesem Eindruck: Das Schiff ist nicht auf rustikale Expeditionsromantik aus, sondern auf eine ruhige, gepflegte Basis zwischen zwei Tauchgängen. Im Salon gibt es Klimaanlage, draußen einen offenen Bereich und auf dem Sonnendeck Platz für Wind und Sonne. Der Gyro-Stabilisator macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn die Yacht liegt und die Gruppe nicht gegen jede kleine Welle ankämpfen muss.
Die Stimmung an Bord
Eine Woche mit höchstens sechs Gästen fühlt sich anders an als eine volle Tauchsafari. Man sitzt nicht jeden Abend neben unbekannten Menschen, sondern erlebt, wie aus einer Tauchgruppe eine kleine Reisegemeinschaft wird. Die Crew bleibt nah am Tagesablauf: Sie bringt die Gruppe zu den Plätzen, hält das Beiboot bereit, serviert die Mahlzeiten und lässt trotzdem Raum, wenn jemand zwischen zwei Tauchgängen allein sein möchte. Genau diese Mischung passt zum Schiff. Es gibt keinen großen Salon, in dem sich die Gäste verlieren, und keine anonyme Schlange zum Tauchdeck. Abends sitzt man eher zusammen draußen oder im offenen Salon, spricht über den letzten Tauchgang und plant den nächsten. Die Yacht wirkt dabei persönlich, nicht laut. Wer eine große Liveaboard-Gesellschaft mit vielen Gästen und ständigem Programm sucht, ist hier falsch; wer Ruhe und eine private Gruppe möchte, findet den eigentlichen Grund für dieses Schiff.
Die Tauchplätze
Die Sharks-&-Shoals-Route dauert sieben Tage und sechs Nächte und verbindet Dauin mit Malapascua oder läuft in umgekehrter Richtung. An der Dauin-Küste geht es über vulkanischen Sand bis maximal -25 m: Hier liegen die seltenen Critter, Froschfische, Geisterpfeifenfische, Seepferdchen und Mimic Octopus gut getarnt im Boden. Das House Reef reicht bis maximal -30 m und verbindet Makro mit Meeresschildkröten; Eva’s Point führt bis maximal -32 m an Korallengärten und Wänden entlang. Apo Island steht für ausgedehnte Riffe und Wände; dort werden unter anderem Großaugenmakrelen, Barrakudas, Buckel-Papageifische und Gartenaale gesucht. Vor Malapascua liegen Kimud Shoal bis maximal -22 m und Monad Shoal bis maximal -200 m, die Plätze für Fuchshaie und mögliche Hammerhaie. Capitancillo fällt bis maximal -40 m steil ab. Am Wrack der Dona Marilyn liegt das Schiff bis maximal -33 m als künstliches Riff, während Lapus Lapus bis maximal -20 m, Dakit-Dakit bis maximal -12 m und die flacheren Korallengärten von Malapascua den Makro- und Nachttauchgängen Raum geben. Die genaue Auswahl richtet sich nach See, Strömung und dem Ablauf der jeweiligen Überfahrt.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man an vielen Plätzen Nudibranchs, Rotfeuerfischen, Weichkorallen, Skorpionfischen und Froschfischen; auch Hartkorallen, Gorgonien, Garnelen und Krabben gehören zum Bild. Meeresschildkröten und Weißspitzen-Riffhaie können an mehreren Plätzen auftauchen, Barrakudas und Mantas ebenso, ohne dass ein Tauchgang sie verspricht. Der Reiz liegt in den Tieren, die an einen bestimmten Ort gebunden sind. Monad Shoal ist der Platz für den Fuchshai und kann auch Diables de mer und Thunfische bringen; die frühen pelagischen Begegnungen leben von den Bedingungen am Shoal. Kimud Shoal ist die Adresse für Hammerhaie. Apo Island bietet Gartenaale und den dort besonders genannten Riffhai. Capitancillo ist der Platz für Zackenbarsche, Balisten und Titan-Drückerfische. Am Dakit-Dakit wird sogar ein Walhai als besondere Sichtung geführt. Lapus Lapus bringt Anemonen, Toscana die Demoisellen. Wer kleine Tiere fotografiert, sucht die sandigen Hänge von Dauin, die Korallennischen von Lapus Lapus und die flachen Gärten von Dakit-Dakit; wer Großes sehen will, plant die Shoals und bringt Geduld mit.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides arbeiten mit einem Verhältnis von höchstens sechs Tauchern pro Guide. Als Bordsprachen sind Englisch und Filipino angegeben. Voraussetzung sind mindestens 30 absolvierte Tauchgänge und eine OWD-Zertifizierung oder ein gleichwertiger Abschluss. Das ist kein Schiff für den ersten Tauchurlaub ohne Routine: Auf einer Route mit Beiboot, Strömung und pelagischen Plätzen sollte der Umgang mit der eigenen Ausrüstung sicher sitzen. Vor dem Einstieg ins Wasser wird die Gruppe über den Platz und den Ablauf informiert; die genaue Einteilung bleibt bei der Crew und den Bedingungen vor Ort. Zur Sicherheitsausstattung gehören ein Sauerstoffkit, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Rettungsinseln, Rettungswesten, EPIRB, SART, AIS, Radar und UKW-Funk. Eine Defibrillator-Ausstattung oder ein separates Rückrufsystem ist nicht angegeben.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf kurze Wege und das Beiboot als Arbeitsgerät ausgelegt. Eine 5-Meter-Tender mit 85-PS-Außenbordmotor bringt die Taucher zum Platz und holt sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. An Bord stehen zehn 12-Liter-Flaschen und zwei 15-Liter-Flaschen zur Verfügung; die größeren Flaschen und weitere Tauchausrüstung sind kostenpflichtig. DIN-Adapter sind vorhanden. Der Coltri-MCH-16-Kompressor füllt Pressluft, für Nitrox arbeitet ein Nuvair-EANx-Membransystem. Nitrox ist gegen Aufpreis erhältlich. Für Unterwasserkameras gibt es getrennte Spülbecken, sodass Salz und Sand nicht am Arbeitsplatz bleiben. Eine technische Tauchausrichtung ist nicht vorgesehen. Wer eigenes Material mitbringt, sollte den Platzbedarf einer kleinen Yacht einplanen; wer leiht, klärt die benötigte Ausrüstung vorab.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich die Gruppe auf die offenen Bereiche des Schiffs. Wer Schatten braucht, zieht sich in den klimatisierten Salon zurück; wer nach dem Wasser noch Wärme sucht, findet draußen Sonne, Wind und den Blick auf die Küste. Während der Yacht unterwegs ist, lässt sich die Fahrzeit auf dem Sonnendeck oder im offenen Salon verbringen, ohne dass man sich in einem großen Schiff verliert. Die Pausen sind lang genug für eine Dusche, ein Essen, das Trocknen der Ausrüstung und ein paar Seiten im Logbuch. An einem Nachmittag ohne weiteren Tauchgang kann die Route auch über Wasser wirken: Inseln, Buchten und die Küste von Dauin oder Malapascua werden dann nicht nur vom Beiboot aus gesehen.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit dem Briefing, ohne dass an Bord ein starres Uhrzeitenprogramm vorgegeben ist. Danach folgt der erste Einstieg, später ein weiterer Tauchgang; je nach Route und Bedingungen sind höchstens drei Tauchgänge vorgesehen, oft bleibt es bei zwei. Dazwischen liegen Essen, Trinken, Duschen, Logbuch und Zeit an Deck. Während der Yachtfahrt verschiebt sich der Schwerpunkt automatisch vom Tauchdeck zum Salon oder Sonnendeck, und die Küste zieht langsam vorbei. Die Route vermeidet nach Möglichkeit Nachtfahrten, damit die Gruppe ausgeschlafen am nächsten Platz ankommt. Ein Nachttauchgang ist für diese Reise nicht fest zugesagt. Wenn die Bedingungen einen Nachmittag ohne weiteren Tauchgang sinnvoll machen, wird daraus kein verlorener Block, sondern Zeit für eine Insel, eine ruhige Bucht oder einfach für die Pause, die nach mehreren Tagen im Wasser nötig ist.
Was man an Bord isst
Gegessen wird in Buffetform, mit einer Mischung aus westlicher und lokaler Küche. Vollpension, Snacks zwischen den Mahlzeiten und alkoholfreie Getränke gehören zum Bordalltag; Kaffee, Tee und weitere Getränke stehen für die Pausen bereit. Die Küche kann diätetische Einschränkungen berücksichtigen, was auf einer kleinen Yacht deutlich einfacher ist als in einem großen Speisesaal. Der Tisch wird zwischen den Tauchgängen zum festen Treffpunkt: erst etwas essen, dann Wasser trinken, Logbuch ergänzen und wieder ins Wasser. Auf einer Reise mit maximal drei Tauchgängen täglich ist das Essen nicht bloß Versorgung, sondern der Moment, in dem alle kurz zusammenkommen. Alkoholische Getränke und Spirituosen sind möglich, aber nicht Teil der Standardverpflegung.
Die Nächte auf See
Die Kabinen sind Rückzugsorte, keine Schlafsäle. Helles Holz, natürliches Licht und cremefarbene Böden geben ihnen eher den Charakter einer kleinen privaten Yacht als den einer engen Tauchkoje. Die Premium Suite nimmt die gesamte Schiffsbreite ein und bietet ein großes Fenster zum Meer, eine Sitzecke, Arbeitsplatz und ein eigenes Bad mit Regendusche. Die Deluxe Suite liegt im Bug, bekommt Licht durch Fenster an beiden Seiten und ein Oberlicht, das zugleich als Notausstieg zum Hauptdeck dient. Die beiden Comfort Cabins sind Einzelkabinen mit eigenem Bad, Stauraum und Arbeitsplatz. Alle Kabinen sind klimatisiert. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in einer langen Ausstattungsliste, sondern darin, dass nach dem letzten Tauchgang jeder eine Tür schließen kann. Der leise Generator und der Stabilisator helfen dabei, dass die Nacht nicht zur Verlängerung der Überfahrt wird.
Comfort-Kabine
Deluxe-Suite
Premium-Suite
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Sharks-&-Shoals-Reise startet je nach Richtung in Dauin oder Malapascua und endet am jeweils anderen Ort; sie dauert sieben Tage und sechs Nächte. Ein fester Flughafentransfer ist nicht beschrieben, daher sollte die Anreise zum Einschiffungshafen selbst organisiert und vorab mit dem Veranstalter abgestimmt werden. Wer nicht am Reisetag von einer langen Anreise abhängig sein möchte, reist besser einen Tag früher an. Die Abfahrten dieser Route sind für mittwochs vorgesehen.
- Baujahr
- 2008
- Jahr der Renovierung
- 2026
- Länge
- 23,8 m
- Breite
- 5,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 6
- Anzahl Kabinen
- 4
- Motoren
- 2 × Volvo Penta D6 480 PS
- Beiboote
- 1 × 5 m mit 85-PS-Außenbordmotor
- Webseite
- philippines-explorer.com ↗
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