
Khao Lak Scuba Adventures
★ 4,9/5 (1.490 Bewertungen)
66 km entfernt Luftlinie
Khao Lak · Thailand · Asien
Max. Tiefe · 40 mDie Similan Inseln bieten dir das seltene Erlebnis, riesige Granitformationen mit dem tiefblauen Wasser zu erkunden, wo Großfische wie Mantas (Mobula birostris) und Walhaie (Rhincodon typus) anzutreffen sind.
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Das Archipel der Similan Inseln liegt etwa 70 bis 100 Kilometer westlich von Khao Lak und Phuket und besteht aus neun unbewohnten Inseln, die seit 1982 als Marine-Nationalpark (Mu Ko Similan National Park) ausgewiesen sind. Die Unterwasserwelt hier ist geprägt von einer Dualität: Die Ostseite der Inseln bietet dir ausgedehnte, sanft abfallende Korallenriffe mit einem hohen Anteil an Weich- und Hartkorallen, während die Westseite von beeindruckenden Granitfelsen dominiert wird, die sich auch unter Wasser als spektakuläre Formationen fortsetzen. Dieser Kontrast schafft eine besondere Vielfalt an Tauchplätzen.
Der Tauchgang beginnt oft an flacheren Riffen, die in Tiefen von etwa 5 Metern beginnen und sich langsam bis auf 30 Meter erstrecken können. Diese flacheren Bereiche sind Licht durchflutet und Heimat zahlreicher kleiner Riffbewohner wie Clownfische (Amphiprioninae), Falterfische und Kaiserfische. Hier sind die Strömungen in der Regel moderat, was dir entspannte Erkundung ermöglicht und die Korallengärten in voller Pracht erscheinen lässt. Du findest hier Seepferdchen (Hippocampus kuda) und farbenprächtige Nacktschnecken (Nudibranchia), die auf den Korallenblöcken leben.
Auf der westlichen Seite begegnest du dann den massiven Granitformationen, die oft mit Korallen bewachsen sind und unter Wasser beeindruckende Kanäle, Bögen und Überhänge bilden. Hier kann die Topographie anspruchsvoller sein, und du tauchst oft entlang steilerer Abhänge. Die Tiefen erreichen an diesen felsigen Standorten bis zu 40 Meter und weiter, was das Erlebnis für erfahrenere Taucher reizvoll macht und dir die Möglichkeit gibt, in größere Tiefen vorzudringen und dort verborgene Winkel zu entdecken. Die Felslandschaften erzeugen zudem Schatten und Lichter, die eine besondere Atmosphäre schaffen.
Die Similan Inseln sind vor allem bekannt für ihre pelagische Großfauna. Du hast hier exzellente Chancen, Mantas (Mobula birostris) und Walhaie (Rhincodon typus) zu sichten, insbesondere an den exponierteren Standorten und bei günstigen Strömungsverhältnissen, die Plankton anziehen. Diese Begegnungen finden häufig im offenen Wasser statt oder wenn die Tiere die Riffkanten entlang patrouillieren. Neben diesen Giganten siehst du häufig Leopardhaie (Stegostoma tigrinum), Riffhaie mit weißer Flossenspitze (Triaenodon obesus) und sogar Graue Riffhaie (Carcharhinus amblyrhynchos). Die Begegnungen mit diesen größeren Haien unterstreichen die Unberührtheit des Nationalparks.
Die Riffe beherbergen jedoch auch eine reiche Vielfalt an kleineren Meeresbewohnern. Du triffst auf Schwärme von Barrakudas (Sphyraena), Thunfischen (Thunnus) und Makrelen (Scombridae), die das Blau durchqueren. Zwischen den Korallen leben Schnapper (Lutjanidae), Kaiserfische (Pomacanthidae) und Fledermausfische (Platax), die die Riffe beleben. Auch Schildkröten, darunter Unechte Karettschildkröten (Caretta caretta) und Grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas), sind hier regelmäßig anzutreffen und gleiten elegant durch das Wasser.
Die Topographie der Similan Inseln ist an einzelnen Tauchplätzen stark ausgeprägt; so finden sich am Elephant Head Rock riesige Granitblöcke, die unter Wasser ein Labyrinth bilden, während Christmas Point durch seine pinakelförmigen Formationen besticht. Diese strukturelle Vielfalt trägt dazu bei, dass du hier immer wieder neue Eindrücke gewinnst, sei es bei der Erkundung von Höhlen, Überhängen oder Durchgängen, die das Taucherlebnis abwechslungsreich gestalten. Diese Besonderheiten sind es, die die Similan Inseln von vielen anderen Riffsystemen der Region unterscheiden.
Ein wichtiges Merkmal vieler Similan-Tauchplätze ist die Strömung, die von leicht bis stark variieren kann. Besonders an den exponierten Felsformationen im Westen ist mit gelegentlich kräftigen Strömungen zu rechnen, die das Tauchen anspruchsvoller gestalten. Diese Strömungen bringen jedoch auch frisches, nährstoffreiches Wasser und Großfische mit sich. Die unterschiedlichen Bedingungen ermöglichen dir, je nach Erfahrungsgrad und Vorliebe, den passenden Tauchplatz zu finden; von ruhigen Korallengärten bis hin zu strömungsreichen Drifts entlang beeindruckender Unterwasserfelsen.
Die Similan Inseln bieten dir damit ein Tauchgebiet, das sowohl für Makro-Enthusiasten als auch für Großfisch-Fans viel Abwechslung bereithält. Die Kombination aus intakten Korallenriffen, spektakulären Granitformationen und der reichen pelagischen Fauna macht jeden Tauchgang zu einem unvergesslichen Erlebnis. Du entdeckst hier eine Unterwasserwelt, die ihre Schutzwürdigkeit unterstreicht und dir immer wieder neue Facetten offenbart. Die Vielfalt des marinen Lebens ist ein direktes Resultat des Schutzstatus als Nationalpark.
Die Tauchtiefen an den Similan Inseln liegen zwischen 5 und 40 Metern. Trotz einiger Plätze, die für alle Levels geeignet sind, erfordern viele Standorte aufgrund der teilweise starken und unberechenbaren Strömungen ein fortgeschrittenes Tauchlevel; mindestens 50 geloggte Tauchgänge sind hier empfehlenswert. Bei starker Strömung, wie sie an den westlichen Felsformationen auftreten kann, solltest du deine Flossenschläge kontrollieren und deine Position halten können. Die Sichtweite ist in der Regel ausgezeichnet und liegt zwischen 20 und 50 Metern. Die beste Reisezeit erstreckt sich von November bis Mai, wobei die Monate Januar bis März die stabilsten Bedingungen bieten. Der Nationalpark ist von Mitte Oktober bis Mitte Mai geöffnet.
23 Tauchsafari-Boote starten ab Khao Lak eine weitere Art, die Region zu entdecken, über mehrere Tage auf See.

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